 Im Hermitage-Weinberg, einem der größtenTerroirs Frankreichs |
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Domaine des Remizières (Philippe Desmeure),
Mercurol - die Weine
| James Turnbull, Grandeur Nature.
Vallée du Rhône, 1999 |
| "Dieser Winzer, der auf der steten
Suche nach Herausragendem ist, läßt niemals nach in seinen
Anstrengungen und dies wird sehr deutlich in den Weinen der Domaine. Desmeure
ist repräsentativ für jene 'nouvelle vague' von jungen ehrgeizigen
Winzern, die die Appellation Crozes-Hermitage auf ein bis dato niemals
erreichtes Niveau gebracht haben und es verdienen, bekannter zu sein." |
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2002: "Muß man
die Weine des Rhônetals in 2002 meiden?", fragt die Revue du vin de france nachdem sie die
klimatologischen Umstände des Jahres (s. Übersicht) sachlich
geschildert hat. Ihre Antwort nach den Verkostungen des März: "Nein,
denn nicht alle Appellationen haben eine gleichermaßen dramatische
Situation erlebt, und einige Winzer haben vorzeigbare Weine erzeugt. So
erreichen die Weißweine, vorzugsweise im Norden (Condrieu, Hermitage)
eine sehr interessante Qualität...Was die Rotweine anbetrifft, erreichen
die besten nicht zu vernachlässigende aromatische Qualitäten."
Und zurecht bemerken Bettane/Desseauve , daß "das Jahr 2002 auf dieser
Domäne gut gemeistert worden ist." Von wie vielen Winzern kann man das
sagen?
Vorzeigbar waren die Weine an der nördlichen
Rhône allerdings nur, wenn drakonisch selektiert wurde wie bei
Philippe Desmeure. In Jahren wie 2002 wird aber auch eine
sorgfältig-naturnahe Weinbergsarbeit belohnt. Denn gesunde, strengem
Rebschnitt unterworfene Reben ergeben widerstandsfähigere, dickere
Traubenhäute bildende Früchte, die u.a. aufkommender Fäulnis
deutlich besser widerstehen. Das Klima ist zwar für alle gleich, jedoch
nicht die Resultate! Desmeures beste Cuvées jedenfalls –
seine Hermitage und Crozes 'Cuvée Christophe' – besitzen sehr
gutes Niveau, auch wenn sie sicher (die Weißweine evtl. ausgenommen)
nicht das außergewöhnliche Niveau von 2001 erreichen. Dafür
können wir Ihnen die Weine aber auch mit einem ca. 10% geringeren
Ausgangspreis anbieten.
2004: In diesem Jahr sachkundig geführt von
Philippe Desmeures Tochter Émilie, können wir
auch in 2004 nur bestätigen, daß Ambition wie Konsequenz der Arbeit
auf dieser Domäne erstrangig sind. "Man mußte die schöne
Nachsaison komplett ausnutzen und spät ernten, um die phenolische Reife zu
erhalten", so Émilie und dies ist nicht die einzige
Parallele, die sich zu Burgund ergibt. Denn auch an der nördlichen
Rhône ergeben sich typische Säure- und sehr befriedigende
natürliche Alkoholwerte, die frischen Nächte ab Ende August geben wie
in Burgund den Weinen eine schöne Frische und Spannung – wenn man
die Erträge übers ganze Jahr zügelte und minutiöse Auslese
bei der Ernte vornahm.
Philippe Desmeure, der
später kurz zur Degustation im November 2005 dazustieß,
praktiziert wie Thierry Allemand in Cornas oder wie Gouges
in Nuits St. Georges Begrünung der Weinberge, die Gräser
ziehen nicht nur Feuchtigkeit auf sich (nicht das größte Problem an
der Rhône in den letzten Jahren!), sondern beleben vor allem das
Mikroleben des Bodens und zwingen, da Konkurrenz zu den Reben, diese sich
tiefer zu verwurzeln. Insgesamt beweisen die besten Weine Desmeures
daß - entsprechender Zustand des Weinberges und entsprechende Arbeit
hierin vorausgesetzt - es den 2004ern an der nördlichen Rhône
weder an Dichte noch an Länge fehlen muß – wie stets ist diese
Aussage nur gültig für die rar gesäten Spitzenwinzer.
St. Joseph
rouge , A.C.,
100% Syrah; Rebalter: 4-5 Jahre und 40-60 Jahre;
Boden: verwitterter Schiefer, Granit, zu 30% in neuen Holzfässern
verschiedener Provenienz ausgebaut, Rest in 1-2 Jahre alten Fäßern;
nicht geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 2-3 Jahre (-10 Jahre).
2005: Sehr heterogen sind nicht nur die Resultate
dieser flächenmäßig großen Appellation sie
erstreckt sich über 50km - , Beschaffenheit der Böden, Exposition,
Hanglage (oder nicht) sind ebenso keineswegs auch nur annähernd
einheitlich, was dem Ursprungsgedanken der AOC widerspricht. 2004 war das erste
Jahr dieses Weines chez Desmeure und wir waren unmitttelbar sehr angetan.
Schiefer- und Gneisanteile ruhen hier auf einem Granitsockel, die Reben sind
teils jung (5 Jahre), teils 40-60 Jahre alt. Der Wein ist schön ausgewogen
zwischen Schwung und Konzentration, guter Finesse und Reichtum des Geschmacks.
Die Tannine sind eher elegant. Viele St. Joseph verlieren sich etwas in
Geschmeidigkeit, aber dies ist definitiv ein Wein, der ernsthaftes Interesse
verdient.
| Josh Raynolds, The International Wine
Cellar 02/2007 über den 2005er St. Joseph rouge der Domaine des
Remizières (90-91/100) |
| "Die kraftvoll mineralische Nase kombiniert frische
rote und dunkle Beerennoten mit klarem Veilchen- und Lavendelnuancen. Der pure,
lebendige und saftige Fruchtgeschmack zeigt beeindruckende Klarheit des
Ausdrucks. Der Wein endet lang und würzig, mit beeindruckendem Biß
und voller Energie." |
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| James Turnbull, Vallée du
Rhône. Grandeur Nature, 1999 |
| "Die Struktur der Tannine ist präsent, jedoch
verweist die Zartheit und Eleganz der Tannine auf den Perfektionismus
Desmeures, der es vermocht hat, seiner Cuvée Finesse zu verleihen. Die
Cuvée Christophe, die die Quintessenz der Appellation darstellt,
harmoniert wunderbar mit farcierter Kalbsbrust." |
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Crozes-Hermitage rouge
"Cuvée Christophe", A.C.,
Syrah; Rebalter: 65 Jahre; Boden:
Ton-Kalkgestein, verwitterter Granit, Lehmanteile; zu ca. 50% in neuem Holz
ausgebaut; nicht geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 4-6 Jahre (-10
Jahre+).
2004:
13.5° natürlicher Alkohol, stammt von einem der besten
Crozes-Terroirs, bei Larnage, das eher kalkstein- als tonbetont
ist. Die Textur ist seidig, nicht einfach geschmeidig, der Wein ist
fruchtintensiv (Blaubeere, dunkle Schokolade, Lakritze, schwarze Oliven), das
Finale außerordentlich fein für einen Crozes. Auch hier ist
die Ambitioniertheit, mit der der Wein erzeugt wurde, jung zu
spüren, der Faßausbau. Mittlerweile - 2009 - hat jedoch der
durchgehend reife Stoff hier die Eichenholznoten komplett verdaut. Die
Cuvée Christophe befindet sich auch in 2004 in der
allerersten Reihe der Crozes-Hermitage rouge. Eine geringere Proportion
neuen Holzes, eine bessere Beschaffenheit desselben bzw. eine längere
Assemblage im Stahltank vor Abfüllung hätte eine frühere
Ausgewogenheit ermöglicht! Ab 2009.
2005:
"Eindeutig außergewöhnlicher Stoff in diesem Jahr",
notiert Josh Reynolds (International Wine Cellar) über die
2005er Weine Philippe Desmeures - und zweifelsfrei trifft das zu.
Wirkliche Substanz hier. Blaubeer-, Mokkanoten - Mokka ist, nicht nur hier,
eine Reifenote. Den Ausbau verraten leichte Vanillenoten. Rondeur, eine im
Keller Philippe Desmeures nur vom Hermitage rouge
übertroffene Fülle des Geschmacks. Und der Geschmack ist seidig,
durchsetzt mit wiederum Noten von schwarzen Oliven - so typisch für die
Syrah der nördlichen Rhône. Beachtliche, wunderbar reife
Tannine hier insbesondere für einen Crozes-Hermitage rouge. Ab
2010.
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Unsere Speisenempfehlung |
| Z.B. zu gebratenem Kaninchen |
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| Josh Raynolds, The International Wine
Cellar 02/2007 über den 2004er Crozes-Hermitage rouge 'Cuvée
Christophe' der Domaine des Remizières (88-90/100) |
| "Klares Rot. Rote Früchte und mineralische
Anklänge in der Nase, dann kräftige Noten von Gewürznelke, Zimt
und Vanille. Üppig und süß, aber lebendig mit Geschmack von
roten und dunklen Beeren. Mittleres Gewicht und eine saftige Textur. Frisch,
floral und nachhaltig im Finale, das feine Tannine zeigt." |
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| La revue du vin de france 6/2005
über den 2004er Crozes-Hermitage rouge 'Cuvée Christophe'
der Domaine des Remizières (Höchstbewertung Appellation
Crozes-Hermitage) |
| "Schöne geschmeidige Textur, die Finesse hat
und eine klare schöne Frucht. Sehr fein im Finale." |
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| Josh Raynolds, The International Wine
Cellar 02/2007 über den 2005er Crozes-Hermitage rouge 'Cuvée
Christophe' der Domaine des Remizières (88-90/100) |
| "Klares Rot. Rote Früchte und mineralische
Anklänge in der Nase, dann kräftige Noten von Gewürznelke, Zimt
und Vanille. Üppig und süß, aber lebendig mit Geschmack von
roten und dunklen Beeren. Mittleres Gewicht und eine saftige Textur. Frisch,
floral und nachhaltig im Finale, das feine Tannine zeigt." |
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Hermitage Blanc
"Cuvée Émilie", A.C.,
95% Marsanne, 5% Roussanne;
Rebalter: 30 Jahre+; Boden: aus der Parzelle Maison Blanche (Kalkstein u.
eisenhaltiger Lehm); 12 monatiger Ausbau in 50% neuen Holzfässern; nicht
geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 6-8 Jahre (-20 Jahre+).
. Zu 50% in neuem Holz ausgebaut. Weißer Hermitage ist rar
und paßt so wenig in das moderne Weißweinschema 'fruchtig, frisch,
leicht', daß nur Neugierige und Kenner (die waren auch mal neugierig auf
so etwas!) Interesse aufbringen. Einen großen weißen
Hermitage trinkt man nach 6,7 Jahren zu foie gras oder Fisch mit Sauce,
Honignoten sowie Trockenfrüchte lassen sich unschwer erkennen, das Ganze
muß sich arrondieren und die natürliche Mineralität des
Hermitage-Terroir dann die Definition für diesen Wein bringen.
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Unsere Speisenempfehlung |
| Zu Foie gras, Steinbutt/Sauce Hollandaise |
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Hermitage Rouge
"Cuvée Emilie", A.C.,
100% Syrah; Rebalter: ca. 40 Jahre;
Boden: aus den Parzellen Rocoules (Kalkstein mit Lehm) sowie L'Hermite
(sandiger Lehmboden mit Kieselanteilen); Südexposition; Erträge bei
35hl/ha; zu 100% entrappt; 16 monatiger Ausbau in 80% neuen Holzfässern;
nicht geschönt, nicht gefiltert; Höhepunkt: 8-10 Jahre (-20
Jahre+).
2005: Ein großer Hermitage! Also tiefe, feste, dunkle
Farbe, opak, intensiv das Bukett mit Graphit-, dunklen Beerennoten, aber auch
Mineralität. Voluminös, ausladend im Geschmack. Komplex und sehr voll
zugleich. In der Mitte des Geschmacks Noten von dunklen Beeren, dunkler
Schokolade. Süße der Reife hier!.Gestützt auf mächtiges,
dichtes, jedoch vollreifes, also naehzu süßes Tannin endet der Wein
außerordentlich lang - und schwungvoll. Große Typizität in
Aromatik und Struktur und jede Erinnerung an den ambitionierten Ausbau wird ob
solchen Stoffes nicht erst ausgelöscht sein, wenn der Weine seine
Maturität erreicht. Weil der Stoff einfach außerordentlich ist!
Einen Hermitage wie diesen trinkt man jedoch sinnvollerweise nicht vor
Ablauf einer Dekade. Früher verkostet, sollte er imperativ für 2,3
Stunden in eine Karaffe umgefüllt werden. Dieser Hermitage
großen Kalibers wird von enormer Langlebigkeit sein.
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Unsere Speisenempfehlung |
| Z.B. zu Reh mit Pfeffersauce, Rinderfilet mit
Gemüse |
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| International Wine Cellar (Stephen
Tanzer), 92-93 über den 2005er Hermitage rouge
'Cuvée Émilie' der Domaine des Remizières |
| "Tiefes Purpurrot. Die sehr reife Nase zeigt einen
deutlich Röstaspekt in den kräftigen Kirschlikör- und
Johannisbeernoten. Üppig und samtig im Geschmack, mit tiefem,
süßem, dunklen Beerengeschmack und einer spät auftauchenden
Note von Bitterschokolade. Würziges Eichenholz im langen, süßen
Finale, das abgerundete Tannine und herausragende Länge zeigt." |
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