Wein-Informationen 
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    Saumaize
- Michelin
Olivier Merlin      

Domaine Saumaize-Michelin, Vergisson - die Weine


Christine und Roger Saumaize-
Michelin - ein bestens
funktionierendes Duo wie Feuer und Eis

Christine und Roger Saumaize bringen mustergültige St. Véran und Pouilly-Fuissé hervor. Wie immer bildet ein gesunder Weinberg die unverzichtbare Basis für die Güte der Weine. Hier wird nicht chemisch gedüngt - wenn die Bodenanalysen es zeigen, wird organischer Kompost zugesetzt - und chemische Unkrautvertilgungsmittel sind verbannt. Der Weinberg wird regelmäßig übers Jahr gepflügt, was zwar mehr Arbeit macht, aber auf natürliche Weise schädliches Unkraut vernichtet, den Boden auflockert und damit dem Mikroleben auf die Sprünge hilft und nicht zuletzt die Oberflächenverwurzelung verhindert und die Reben zwingt, tief und weitgefächert im Boden ihre Nahrung zu finden. Zweifellos liegt hier ein Grund für die selbst dem Anfänger auffallende vergleichsweise größere Komplexität der Weine der Domäne.

Roger Saumaize legt viel Wert auf die optimale Belüftung und Sonnenbestrahlung seiner Reben, was permanente Weinbergsarbeit, die ohne Ausnahme manuell erfolgt, erfordert: Entfernung überschüssiger Triebe und Zweige, Aussonderung von als überschüssig erachteten Trauben (Trauben, denen man keine optimale Reife zutraut) etc. Bei der manuellen Ernte, die übrigens ca. 4x so teuer kommt wie eine maschinelle, wird darauf geachtet, daß die Trauben sehr rasch in die Cuverie gelangen, um Oxidation durch Aufplatzen zu vermeiden. Die Trauben werden als Ganzes sanft gepresst, was sehr förderlich für die Konzentration und die glücklicherweise in allen Weinen anzutreffende Mineralität der Weine ist. Nach der Entfernung unerwünschter Trubteile (die sog. débourbage) werden alle Weine in Barriques ausgebaut, davon max. 20% neuen Barriques für die herrlichen Pouilly-Fuissés, deren Ausbauzeit weiter gesteigert werden soll, um durch das längere Verweilen des Weines auf seinen Hefen größeren Reichtum zu gewinnen.

Wieviele Meursault oder Puligny-Village, von amerikanischen Chardonnays ganz abgesehen, haben nicht annähernd so viel zu bieten und verkaufen sich zum fast doppelten Preis? "Wenn Sie diese Weine trinken, die ihr Geld wert sind", schrieb US-Weinjournalist Roger Voss über die besten Weißweine des Mâconnais ,"dann erwarten Sie bitte nicht die simplen, leicht zu verstehenden, leicht süßlichen Chardonnays aus Kalifornien oder Australien, diese Burgunder sind eine Herausforderung an den Geschmack". So ist es.


 Die Weine





St. Véran Vieilles Vignes, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 60 Jahre; Boden: von Parzellen aus Davayé, der "goldenen Lage der Appellation" (Roger Saumaize)mittlere Hanglage, optimale Süd-Ost-Exposition, sehr kalksteinhaltig; Ausbau in 10% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 3-4 Jahre (-10 Jahre+)

2006: »Bemerkenswert köstlich» (Meadows) sind die 2006er an dieser exzellenten Adresse in der Tat.. Der St. Véran aus 60 Jahre alten Reben ist seit 1995 Teil unseres Angebotes – und hat doch nichts von seinem Reiz verloren: die leicht opulente Seite des Mâconnais wunderbar tariert durch Mineralität, die saftige Frucht (Ananas, Zitrus) reintönig, die Textur fein, die Nachhaltigkeit erstaunlich gemessen an dem Durchschnitt, den diese Appellation biietet. Ein St. Véran der Rasse und der Purheit, eiin Billderbuch-St. Véran. Wir haben noch kaum einen Kunden gefunden, der diesen Wein nicht wieder gekauft hätte, zumal derr Preis erstaunlich ist für das Level an Güte.. Preis ab Domäne: 11,50 €.



 

Pouilly-Fuissé "Clos sur la Roche", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 55-75 Jahre; Boden: Kalkstein, mit großen Steinen an der Oberfläche; Ausbau in 20% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 5-7 Jahre (-15 Jahre)

2006:Ein Kalksteinterroir. Wirkliche Intensität des Geschmacks hier, etwas, was nur die feinsten Weine besitzen. Komplexer, hochklassiger als der St.. Véran, auch dies ein Wein,, der bis zum letzten Schluck nichts an Spannung verliert. Das Finale ist frisch und lang. 55-75 Jahre alte Reben sorgen für Konzentratiion und Tiefe des Geschmacks, Ausbau in knapp 20% neuem Eichenhollz.. 2006 ist ein großes Jahr für Pouillly: „Wir halten die Wette, daß Pouilly ein Ausnahmejahr erfahren hat, mit Weiinen,, von denen man noch lange sprechen wird“,, notiert Bourgogne aujourd'hui nach großer Vergleichsverkostung. Dieser „superbe Wein“ (Bourgogne aujourd'hui) befindet sich auf dem Podium der großen weißen Burgunder.


 

Pouilly-Fuissé "Haut de Crays", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 35/45 Jahre; Boden: Kalkstein, mit großen Steinen an der Oberfläche; Ausbau in 20% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 5-7 Jahre (-12 Jahre+)

Mehr als eine Kompensation für den fehlenden Ronchevats in diesem Jahr. Eleganz, Präzision der Aromen und Länge sind hier erneut Trumpf, Komplexität angesagt, nicht eichenholzgestützte Fülle, die mancher als Reichtum des Geschmacks mißversteht. Mustergültiger Pouilly, vielleicht nicht ganz so druckvoll wie der Clos sur la Roche, aber so wunderbar nobel und elegant.


 

Pouilly-Fuissé "Ronchevats", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 50 Jahre+; Boden: Kalkstein, tonhaltig, kompakter als beim La Roche; Ausbau in 20% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 5-7 Jahre (-12 Jahre+)


 

Pouilly-Fuissé Cuvée Ampelopsis, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ~ 50 Jahre; Boden: Kalkstein, tonhaltig ; Ausbau in 20% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 5-7 Jahre (-12 Jahre+)

2005: Ampelopsis ist eine (kleine) Cuvée, die Roger Saumaize aus den besten Fässern seiner Pouilly-Lagen erzeugt – und Anwärter auf den feinsten Wein des Mâconnais! Und es ist ein Beispiel dafür, daß mit Sorgfalt ausgebaute 2005er – 24 Monate élevage hierr – alles haben können, was einen weißen Burgunder groß macht: komplexe, mineralische Art,, Reichtum des Geschmacks, Intensität, reife Säure und Länge. „Definitely worth a look when it comes to market“, notiert Meadows (90- 92, absolute Höchstbewertung aller Weine des Mâconnais) und es ist für mich nicht nachvollziehbar, daß man allgemein eher 25-35 € für einen mittelmäßigen Meursault oder Puligny zu zahlen bereit ist - und damit Opfer der Reputation wird - als 25 € für einen der nobelsten weißen Pouillys überhaupt.. Dieser Wein verdient weit größeres Interesse, als er bis dato in Deutschland auf sich gezogen hat!! Denn „das Niveau der besten Pouillys ist das der allergrößten“ (Bourgogne aujourd'hui 01/2007).

 
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