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Domaine Olivier Merlin, La Roche Vineuse - die Weine


Olivier Merlin - einer der ersten Winzer des Mâconnais
(Foto: Bourgogne aujourd'hui)
Olivier Merlin
"Im Mâconnais gibt es vielleicht 20 handwerklich arbeitende Winzer, der Rest arbeitet industriell.“
 
Bourgogne aujourd'hui, August/September 2005
"Die Passionierten großer weißer Burgunder kennen zwangsläufig Olivier Merlin: naturnahe Vitikultur, Begrenzung der Erträge, Vinifikation und Ausbau großer Sorgfalt...Wahre Goldschmiedearbeit...Olivier Merlin ist ein ernsthafter Anwärter in Sachen Nominierung zum besten Winzer im Mâconnais."
 

2003

Die 2003er verkostet im Juni 2004 und Juni 2005, sind in der Tat Weine besonderen Kalibers in Sachen Reichtum. Der große Erfolg Merlins in diesem Ausnahmejahr verdankt sich in keiner Weise dem Zufall! Merlin erntete spät, ließ sich also nicht von der allgemeinen Panik anstecken („von Reife der Trauben konnte man Mitte August bei weitem noch nicht sprechen“), der Rebbestand, auf den er zurückgreifen kann, ist alt und robust, zumal organisch bewirtschaftet, Merlin benutzte dann für die Fermentation bis zu 50% neues Holz, mehr als sonst üblich, den Ausbau selbst aber verlängerte er auf fast 18 Monate ohne neues Holz, den Wein schützte er durch höhere Dosen SO² als üblich („Die 2003er verdauen erstaunlich schnell den Schwefel wie das Holz“), Aufrühren der Hefen (bâtonnage) - hierdurch verlieren die Weine das schützende weineigene CO² und werden Oxydation ausgesetzt, ganz abgesehen von der hierbei beförderten Opulenz - unterblieb.

Verblüffendes (und von anderen Winzern Bestätigtes) berichtete Olivier noch in Sachen Säure, während diese ansonsten während der Fermentation abnimmt, war sie analytisch nach der Fermentation in 2003 gleich, man kann, so Merlin „ein Phänomen ähnlich wie bei Eiswein vermuten, nämlich, daß die Säure in kristallisierter Form vorgelegen hat“. Faszinierendes 2003! Für Skeptiker in Sachen Haltbarkeit der 2003er hält Merlin noch einen mehr als beachtenswerten, weil überprüfbaren, Hinweis bereit: „Burgunds große Jahre sind nicht die aziden“, seine besten 2003er - Bourgogne aujourd'hui spricht von "großen 2003er Weißweinen" bei Merlin - scheuen längere Lagerung nicht. Merlins 2003er Les Cras ist in 2010 ein prachtvoller Wein!









 Die Weine



 

Fleurie , A.C.,
Gamay; Rebalter: 30-40 Jahre+; Boden: Granitboden mit wenigen Tonanteilen, Ausbau in bis zu 20% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 1-2 Jahre (-12 Jahre+)

2005: ”Wenn der Moulin à Vent der König des Beaujolais ist, so könnte man Fleurie die Königin nennen, denn dieser Wein ist durchdrungen von weiblicher Anmut”, schrieb Hubrecht Duijker klarsichtig bereits 1981. Und wer könnte sich jener entziehen ? Obgleich bereits jung diabolisch attraktiv, können Fleuries wie dieser sehr gut altern und ähneln dann in der Aromatik verblüffend einem Chambolle. Das Problem ist nur, daß es kaum jemanden geben wird, der sich der unmittelbaren Verführung durch diesen Wein nicht bereits jung ergeben wird, Autor dieser Zeilen eingeschlossen. Aber vielleicht verlieren sich ja 1,2 Flaschen im Keller und feiern ihren großen Höhepunkt in 10 Jahren...Der 2004er Oliviers war uns zu schwachbrüstig, aber dieser 2005er ist der Himmel auf Erden!

Als Olivier Merlin mir sagte (Frühsommer 2008), es seien noch ein paar Kisten des 2005er Fleurie reservierbar, wäre es dumm gewesen, nicht sofort zuzugreifen. Schließlich sind die eigenen Bestände bereits beängstigend geschmolzen und Merlins Hinweis, daß ein guter Cru des Beaujolais mit jedem Jahr Flaschenreife sich komplettiere, rennt bei uns offene Türen ein, ist das doch auch unsere Erfahrung. Im dritten Jahr seines Lebens (und noch vor seinem Höhepunkt) brummt dieser Wein vor Kraft, aber die erschlägt einen nicht wie eine Schrankwand, sondern wird durch belebende Frische tariert. Kirsch-, Pfeffer - und Rosenaromen hier. Der Geschmack ist voll und wunderbar harmonisch, „Die Crus des Beaujolais sind große Terroirs“, erklärt Olivier Merlin.Und fürwahr, wenn das Spenden von Sinnesfreude der Beruf eines Weines ist (bzw. sein sollte!), dann macht dieser Fleurie einen sehr guten Job. Vendanges entières hier, alkoholische Gärung im Holzfaß, wie es der Tradition entspricht. Pflanzdichte 11.000 Stöcke/Hektar, Erträge bei 25 hl/ha. 15% neues Holz, 10monatiger Ausbau iim Holzfaß, 4monatige Schlussassemblage im Stahltank. Eine Referenz eines Fleurie. Superb! Ab 2008 – 2015+ Trinken Sie Beaujolais eine Spur kühler, so steht die köstliche Frucht dieser Weine besser im Fokus. Leider nicht mehr in Oliviers Portfolio.


Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Z.B. zu Ente mit Kirschen
 

 

'La Rochelle' wird per Pferd traditionell gepflügt.


Moulin à Vent 'La Rochelle', A.C., 2008/2009
Gamay; sandiger Granit mit Mangananteilen, Pflanzdichte 13.000 (!) Stöcke/Hektar (à l'ancienne), 85% der Parzelle 1937 gepflanzt, 15% 1962, eine 1,5 ha-Parzelle situiert in Rtg. Fleurie.Ausbau in ca. 10% neuem Eichenholz (2003); mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 4-7 Jahre (-20 Jahre+)

“Alle Degustationen, die ich in den letzten 20 Jahren machte, bestätigen die herausragende Stellung des Moulin à Vent“, schrieb Michel Bettane in einem exzellenten Grundsatzartikel über das Beaujolais in der Revue du vin de france vor nunmehr acht Jahren. Unsere ggü. Bettane deutlich limitierteren Erfahrungen mit den Weinen des Beaujolais liefern nicht den geringsten Ansatz, dieser Aussage zu widersprechen: der Moulin à Vent stützt sich auf einen festeren Körper als jeder andere Cru des Beaujolais (hier gefolgt von den besten Lagen Morgons), der Reichtum des Geschmacks bleibt unerreicht, die Dichte und die Rasse der Tannine und die Lagerfähigkeit (letztere wird hinsichtlich der Crus des Beaujolais weiterhin grotesk unterschätzt auch von professionellen Beobachtern) ebenso. Der Moulin à Vent ist nicht der Primus inter pares, er ist der unangefochtene Primus.

La Rochelle ist eine Moulin à Vent-Parzelle, die Richtung Fleurie situiert ist und deshalb eine faszinierende Kombination zwischen der Finesse Fleuries und der Männllichkeit Moulin à Vents transportiert. Der Boden ist sandiger Granit mit Mangananteilen – es gibt hier also nie Probleme mit Fäulnis (das tatsächliche Problem im Beaujolais ist der öfter auftretende Hagel). Die Reben der von Merlin neu erworbenen Parzelle 1,5 ha Parzelle sind ganz überwiegend 1937 gepflanzt, die Pflanzdichte ist mit 13.000 Stöcken (!) sehr hoch; (Mindestanforderung sind 6.000 Stöcke), Unterpfand für eine tiefe Verwurzelung und damit überhaupt erst die Basis dafür, daß von einem Terroirwein zu sprechen ist! Erzeugt in der großen Tradition des Beaujolais, nach den Regeln der AOC Moulin à Vent en maceration carbonique (mit Stielen, keine pigeage) in einem konischen großen Holzfaß, 15tägige cuvaison, 20monatiger Ausbau in 10% neuem Holz, Schlußassemblage im Stahltank über vier Monate zwecks Harmonisierung des Weines; Charakter: ein vin de garde, ein Cru.

Wenn ich lese, die maceration carbonique ergebe im Kern einen fruchtigen, leichten, mühelos zu trinkenden Wein (der Charme des Beaujolais), dann folgert man aus einer Vinifikationsmethode unmittelbar einen Geschmack - was falsch ist. Schließlich gibt es da noch etwas für solche Beobachter scheinbar Unwichtiges wie die Charakteristika des Terroirs. Wahr daran ist allein der Aspekt, daß die intrazelluläre Fermentation der maceration carbonique das gesamte Aromenspektrum der Gamay (daher auch das Image der fruchtbetonten Weine des Beaujolais) aufblättert, was eine gewisse Verführung offeriert. Relativ akzessibel bereits jung, aber so unendlich harmonischer mit Lagerung, denn: „der Moulin à Vent wird mit jedem Jahr vollendeter“ (Merlin). Daß ein Glas sehr wohl eine große Rolle für den Geschmack spielt (und nicht wie der Journalist Stuart Pigott unsinnigerweise propagiert, unwichtig ist) zeigt die Verfassung des Moulin à Vent in verschiedenen Gläsern: im Riedel Sommelier Burgund zeigt sich der Wein strukturbetonter, Pinot-ähnlicher bis auf seine leichte pfeffrig-würzige Seite, im Riedel-Montrachetglas wird die Frucht betont, zeigt sich der Wein aromatischer und voller. Probieren Sie es aus! Unabhängig von jedem gewählten erstklassigen Glas gilt auch beim Moulin à Vent, daß er von Sauerstoffkontakt profitiert, insbesondere, wenn er noch jung ist. Und jung ist ein Moulin à Vent dieses Formats allemal in den ersten fünf Jahren. Genießen Sie vor den 2009er (ab ca. 2015 antrinken) und 2008er (ab ca. 2014 antrinken) Weinen den 2007er.

Im Restaurant Maritonnes in Romanèche-Thorins serviert man Coq au Moulin à Vent oder Tournedos mit Moulin à Vent. Die AOC Moulin à Vent schreibt übrigens manuelle Ernte vor. Welche Bedeutung dies für die Qualität der Trauben und damit des Weines hat, kann - auch wenn dies der Weinjournalismus kaum einmal herausarbeitet - nicht genug betont werden.


Wein bestellen 2008

Wein bestellen 6er Kiste, 2008

Bourgogne aujourd'hui Supplément Beaujolais aujourd'hui, No 93, 2010 über die Weine des Beaujolais in 2009
2009 ist ein Jahrgang, wie ihn ein Weinberg nur einmal im Jahrhundert hat....Die Weine besitzen eine große Konzentration, seidige Tannine und aromatische Intensität. Es ist ein Fakt, daß die Region des Beaujolais mit 2009 einen Traumjahrgang zu verzeichnen hatte....Eines der Charakteristika des Jahres ist die Dicke der Traubenhäute, dort wo sich die Polyphenole konzentrieren...Dieser Jahrgangstypus ist auch eine spektakuläre Demonstration der Fähigkeit des Gamay, große Reife zu erlangen und dabei zugleich Tonus sowie frische und intensive Aromatik zu bewahren....Was die Crus angeht, diese zählen sicher zu den schönsten Flaschen, die in 2009 erzeugt wurden – alle Weinregionen Frankreichs zusammen betrachtet.
 
Wein bestellen 2009 MAGNUM

Hubrecht Duijker, Die großen Weine des Burgund, 1981
"Der Moulin à Vent ist zweifellos der König der neun Crus [heute 10, der Verf.]....Den Grund muß man nicht lange zu suchen: ein einziges Glas guten Mouliin à Vent sagt alles. Man entdeckt dabei, daß dieser Wein einen sehr männlichen Charakter hat, eine Kraft und einen Gehalt, daß man eher an Burgunder als an Beaujolais denkt. Trotz seiner dunklen Farbe, seines kompakten Buketts, seines wohltuenden Geschmackes und seines hohen Alkoholgehaltes ist es jedoch keineswegs ein wuchtiger Wein. Neben seiner köniiglichen Kraft besitzt der Moulin à Vent doch immer etwas Verspieltes, das man in jedem echten Beaujolaiis wiederfindet. Auch was seine Haltbarkeit anbelangt, überflügelt der Mouliin à Vent seines Brüder und Schwestern. Die gelungensten Jahre können ohne weiteres zehn Jahre lagern, und ich habe einmal einen Moulin à Vent von 1929 gekostet, der noch keineswegs passé war."
 

Bourgogne aujourd'hui über den 2008er Moulin à Vent 'La Rochelle' Olivier Merlins (16/20)
"Sehr ausdrucksstarke Nase, dunkle Früchte und florale Noten sind vorherrschend. Ein reicher Wein, bewahrt dabei einen seidigen Kern, süß und delikat im Geschmack.“
 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Gut zu Geflügel, Wildpasteten, Entrecôte, Roastbeef, Rinderfilet, auch zu Lamm
 

 

St. Véran Cuvée "Le Grand Bussière", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 45/55 Jahre; Boden: Kalkstein, Ausbau in bis zu 25% neuem Eichenholz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 2-3 Jahre (-10 Jahre+)

2003: Der Wein widerlegt u.E. drei Vorurteile: a) das Mâconnais könne keine großen weißen Burgunder hervorbringen, b) solche Weine müßten stets Unsummen kosten und c) in 2003 müßte man Weißweine meiden, sie seien stets zu schwer. 50 Jahre alte Reben hier und die oben beschriebene Arbeit Merlins als Vorraussetzung, dann wird die Wahl des (blind verkostenden) Degustationskomitees von Bourgogne aujourd'hui zum besten St. Véran des Jahres nachvollziehbar: “Ein superber St. Véran...die Trauben wurden vinifiziert und ausgebaut wie die größten weißen Burgunder. Der Stoff ist reich, rund, mit schöner Süße und mit einer Samtigkeit, die typisch ist für das Jahr 2003. Das Ganze bei einem feinen und puren mineralischen Hintergrund, der Finesse und Harmonie bringt.“

2004: Olivier Merlin hält die besten 2004er für sehr spannende Weine: "Sie entwickeln sich langsam, legen ständig auf der Flasche zu und scheinen eine sehr gute Zukunft vor sich zu haben." Der St. Véran 'Le Grand Bussière' zählt auch in diesem Jahr zu unseren absoluten Favoriten des Kellers von Olivier (kein Les Cras in diesem Jahr wg. Hagels), der Wein hat das bekannte große Volumen, die Dichte, aber nicht zuletzt auch den mineralischen Zug, um ihm Geradlinigkeit zu geben. Die Aromen zeigen exotische Anklänge, da ist Rauchiges und da sind Zitrusnoten, der Wein besitzt eine sehr angenehme Fruchsüße und einen fast verschwenderischen Reichtum des Stoffes. Schlicht ein großer St. Vèran.



 

Mâcon La Roche Vineuse Cuvée "Les Cras", A.C., 2009
Chardonnay; Rebalter: 45 Jahre+; Boden: Kalkstein, Ausbau in 1/3 neuem Eichenholz, ansonsten Ausbau in 1-4 Jahren alten Fässern; ungeschönt, leicht gefiltert (Kieselguhr) bzw. gar nicht; Maturität: 4-6 Jahre (-12 Jahre+)

2009: Modisch gesagt, ist der Les Cras eine Art Kultwein geworden, jedenfalls für Kenner. Der 2003er Les Cras ist aktuell derr Beleg dafür, wie der hohe Anteil an Kalkstein in den besten Böden Burgunds diesen Weinen eine Mineralität sichert, die Langlebigkeit auch in einem Jahr wie 2003 garantiert. Während sich Puligny 1er Crus und Grand Crus der Domaine Leflaive aus diesem Jahr bereits müde präsentierten (was Fans dieser Domaine wenig beeindrucken wird) – wenig nachvollziehbar angesichts der Mineralität der Böden Pulignys - (und damit dem Vorurteil über das Weißweinjahr erneut Nahrung lieferten), so berichten Hamburger Verkoster, zeigte sich der 2003er Les Cras wunderbar.

Es gibt kein Rätsel, warum auch der 2009er Les Cras jene große Linie seit den 80er Jahren fortsetzt, es ist nicht einfach das Terroir, die Begnadetheit dieser Lage zur Erzeugung großen weißen Burgunders, es ist nicht schlicht der Jahrgang, hier 2009, der sehr gute Konditionen setzt ("Die Weißweine haben alles, um zu großartigen Weinen heranreifen zu können", so Merlin), es ist schlußendlich der Umstand, daß dieser Wein nach allen traditionellen Regeln zur Erzeugung großen weißen Burgunders erzeugt wird: organische Bewirtschaftung des Bodens, die diesem sein Recht läßt, ein sehr niedriger Ertrag von 30 hl/ha (welcher Meursault oder Puligny hat solche Werte ?), der allein Reichtum des Geschmacks, aromatische Vielfalt zuläßt, weil nur eine vollreife Traube das zuläßt, manuelle Ernte, die Selektion, individuelle Behandlung jedes Rebstocks erlaubt und massive Schwefelung zur Abtötung von Bakterien bei maschineller Ernte nicht möglich macht, Vinifizierung mit den natürlichen Hefen (die bei der maschinellen Ernte eben wegen jener notwendigen Schwefelung absterben), alkoholische Fermentation wie malolaktische Gärung im Holzfaß (das Holzfaß ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern wird auch im Mâconnais von altersher verwandt), ca. 1/3 neues Holz wird verwendet. Schließlich langer Ausbau auf den Hefen, um dem Wein große Stabilität, Komplexität und Reichtum mitzugeben. Sicher, das kostet alles eine Menge mehr als die Erzeugung eines Industrieweins oder eines schludrig gemachten Weines. Aber man erhält eben einen radikal anderen Wein.

Der Boden dieser besonderen Parzelle weist einen sehr hohen Kalksteinanteil aus. Geerntet werden bei 8..000 Stöcken je Hektar durchschnittlich 30 hl/ha!! 30% neues Holz, .


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Wein bestellen 6er Kiste

Michel Bettane/Thierry Desseauve, Le Grand Guide des vins de france 2012 über den 2009er Mâcon La Roche Vineuse 'Les Cras' Olivier Merlins (17/20)(falsche Jahrgangsbezeichung im Buch)
"Dieser Wein verbindet stets Saftigkeit und Spannung mit einem schönen salinen Finale. Er wird sich perfekt entwickeln."
 
Bourgogne aujourd'hui, August/September 2005, Höchstbewertung in einer großen Verkostung der Mâconweine des Jahres 2003 für den 'Les Cras'
"Täuschen wir uns hier nicht! Dieser Wein hat nur Mâcon im Namen. Was seinen Inhalt anbetrifft, verweist er eher auf die besten Pouilly-Fuissés oder Premier Crus der Côte d'Or. Der Stoff ist hier beindruckend reich, tief im Geschmack, seidig, dabei bewahrt der Wein eine große aromatische Präzision. Das ist wahre Goldschmiedearbeit!"
 



 

Pouilly-Fuissé "Clos des Quarts", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ca. 30 Jahre (1/3), über 70 Jahre (2/3); Boden: ein ehemaliger Steinbruch mit fast unmittelbarem Zugang für die Reben auf den darunter liegenden Kalksteinboden; Ausbau in 25% neuem Holz, ansonsten in 1-3 Jahre alten Fässern; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: 4-6 Jahre (-10 Jahre+).

“Tout en dentelle“ ist der Clos des Quarts 2006, also ganz auf der Finesse. Für uns der vollendetste Wein des Kellers: Kraft, Finesse, Energie und Noblesse, alles ist da..Würdig eines Puligny 1er Cru (aber nicht geschmacklich mit ihm zu verwechseln, wiie einige Stimmen kundtun), nur fehlt ihm die Reputation der weiter nördlich gelegenen Appellation. Solche baut sich über Jahrzehnte, Jahrhunderte auf und Olivier Merlin wirbelt hier auf dieser Parzelle erst seit ein paar Jahren...Aber der Mann bewegt etwas. Ein ehemaliger Steinbruch hier, die singende Frische des Weines, stets ist die Säure reif bei Merlin, kommt nicht von ungefähr. Sanft und nobel im Ausdruck und klar definiert durch seine Mineraliität. „Beeindruckende Energie und Klarheit des Ausdrucks“, notiert Raynolds (IWC, 91/100) zurecht. „A wine of finesse. The best wine in the cellar today“,, schreibt Meadows (89-92) und, ja, das ist richtig! Wer die Erfahrung der Größe des Terroirs von Pouilly- Fuissé machen will, kann sich durch alles mögliche kosten,, er kann aber auch gleich zu einem der ersten Exemplare greifen. Für die Appellation Pouilly-Fuissé ist 2006 ein besonders gelungenes Jahr, wie niicht nur Bourgogne aujourd'hui berichtet. 25% neues Holz hier, ansonsten Ausbau in 1-3 Jahre alten Fässern.. Die Konstitution und Lagerfähigkeit der Weine Olivier Merlins begründet sich auch durch die lange Ausbauzeit an dieser Adresse, ganz so wie es einer begründeten Tradition entspricht. Der Clos des Quarts sieht 18 Monatte Ausbau im Faß z.B. Ein Wein (auch) für die große Restaurration, wie man ihn dort allzu selten in dem hier gegebenen Verhältnis Güte/Preis findet. Solche Pouillys wie dieses 2006er Exemplar machen erklärlich, warum Pouilly-Fuissé der einzige Cru außerhalb der Côte d'Or bei den Hospices de Beaune ist, der zur Versteigerung kommt.


 
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