
Jean-Marie Fourriers Weinberg im Faugères |
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Domaine Jean-Marie Fourrier, Faugères/Laurens
- der Wein
| Jancis Robinson, MW |
| "Wenn die höher gelegenen Gebiete des
Languedoc ein fruchtbares Jagdrevier für jene sind, die preisgünstige
Weinberge suchen, so sind sie es ebenso für jene von uns, die
preisgünstige, handwerklich gemachte Weine suchen, die wirklich ihr
Terroir ausdrücken, ihre geografische Identität, durch die sie
bestimmt wurden, vorausgesetzt sie werden von ehrgeizigen Winzern wie
Jean-Marie Fourrier gemacht. (Ich beziehe mich hier nicht auf jene
Ozeane von Vin de pays d'Oc-Weinen..., die oft sehr günstig sind aber
äußerst selten wirklich handwerklich gemacht)." |
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Faugères rouge 'Elégance', A.C.,
2002
Grenache 50%, Syrah 50%, Rebalter: ~ 35 Jahre; Boden: Schiefer,
Lehm, Kies, kleine Steine an der Oberfläche, Ausbau in 1-3 Jahre alten
foudres und barriques; Maturität: 2-3 Jahre (-10 Jahre).
Die Verkaufsblase in Sachen Languedoc ist in Deutschland geplatzt, die
Absatzbewegungen der energischsten Propagandisten der Weine dieser Region sind
unverkennbar. Gerne hörte so mancher die Mär von den großen
Weinen zu wunderbar kleinen Preisen und ignorierte großzügig
fehlende Winzerskunst (die man nicht an der Önologieschule einfach lernen
kann), mangelnde Evaluierung der Terroirs/Rebsorten und fehlendes Equipment.
Was positiv bleibt, nachdem sich der Verkaufsnebel gelichtet hat, sind Weine
wie z.B. dieser Faugères, der in der besten handwerklichen Tradition
Frankreichs erzeugt wurde: strikte Auslese bei manueller Ernte, dreimalige
pigeage pro Tag à la bourguignonne statt Umpumpen des Mostes in
südlicher Tradition, 17monatiger unmanipulativer Ausbau in foudres auf den
eigenen Hefen ohne Abstich bis zur Abfüllung, die ohne Filtrierung
erfolgt. Jean-Marie Fourrier zeigt, daß mangelnde Eleganz,
Finesse, Harmonie und Typizität in einem Languedocwein nichts, aber auch
gar nichts mit einem angeblichen Charakter des Terroir zu tun haben.
Mittlerweile versucht selbst die bekannteste Domäne im
Languedoc-Roussillon, die Domaine Gauby, ihre Tannine zu verfeinern und ihren
Weinen mehr Harmonie zu geben und darüber zu einem besseren Ausdruck ihres
Ursprungs zu gelangen. Im Languedoc scheint mancher dazuzulernen...
Jean-Marie Fourriers 2002er Wein wird zurecht von Jancis Robinson
und der RvF mit Nachdruck empfohlen. Zu diesem Preis ist der Wein eine
vorzügliche Gelegenheit, zwar einerseits seinen Geldbeutel zu schonen,
andererseits jedoch keinen Abstrich in Sachen Geschmack und schon gar nicht in
Sachen Gesundheit zu tun.
| Revue du vin de france 06/2003 besondere
Empfehlung |
| "Würzig, von gutem Volumen, köstlich
im Geschmack, mit einem Finale, das feste Kirschnoten zeigt und eine Spur
Eckigkeit, die jedoch zivilisiert ist (tja, so ist das mit den zu früh
angesetzten Faßproben, der Verf.)...Der Wein hat wirklichen Charakter und
offeriert ein exzellentes Verhältnis zwischen Qualität und Preis."
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Unsere Speisenempfehlung |
| Zu allen Gerichten mit den Aromaten des Südens.
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