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Domaine Perrot-Minot, Morey St.Denis - die Weine

Bourgogne aujourd'hui 07/2009 - Millésime 2008 - coup de coeur für die Weine Christophe Perrot-Minots
"Präzision und Reintönigkeit. Eine neu errichtete Cuverie erlaubt heute, unter den allerbesten Bedingungen zu arbeiten. Die beiden letzten Jahrgänge hier bedeuten für Christophe Perrot-Minot auch das Endergebnis einer Überlegung in Sachen Vinifikation. Heute ist hier die Kurve genommen zu mehr Finesse und Spannung. "Heute sind die Weine der reflex dessen, wonach ich gesucht habe", so Perrot-Minot."
 

Christophe Perrot-Minot (März 2008)

2007

Christophe Perrot-Minots 2007er Weine sind aus einer späten Ernte – als Christophe begann zu ernten, lief die Vinifikation des (oft zu hoch eingestuften) Clos des Lambrays bereits auf Hochtouren – hervorgegangen. Christophe war in der Lage, parzellenweise zu ernten, da der Gesundheitszustand seiner alten, teils hundert Jahre alten Reben gut war, zumal die Kärrnerarbeit im Weinberg übers Jahr geleistet worden war. Die Dichte dieser Weine, auch in 2007, ist ganz einfach Folge natürlicher Konzentration, Folge all der Maßnahmen, denen ein exzellent geführter Weinberg wie der Christophes unterliegt, im Kern der Tatsache, daß hier wie im 19. Jahrhundert und à la Jayer nicht mehr als 6-7 Trauben je Stock geführt werden. Die weitere Minimierung der Erträge vollzieht sich hier durch eine Schlußauslese, die auch nach Ansicht von Winzerkollegen an Rigorisität nicht zu übertreffen ist. So waren bei Christophe in 2007 zwei verschiedene Auslesetische im Einsatz, zwei Durchgänge wurden jeweils durchgeführt, um das Ziel, ausschließlich Trauben allerhöchster Qualität übrigzulassen, zu realisieren.

Dabei ist die Schlußauslese hier lediglich der letzte Behelf, denn zuvor bereits hatte eine 50köpfige Mannschaft die klassische Auslese im Weinberg selbst vollzogen. Mit der Strenge der Auslese (die Hälfte der hier praktizierten Rigidität täte anderen Domänen sehr gut) setzt Christophe nur das Wissen um, das jeden Winzer auszeichnen sollte: alles, was man zukünftig in der Güte eines Weines wiederfindet, ist mit der Konstitution der Trauben gegeben, Korrekturen bei der Vinifikation werden überflüssig, die Purheit und damit Charakteristik des Weines erhalten: «Diese Herangehensweise [die der Konsequenz in der Weinbergsarbeit und der Schlußauslese. Der Verf.] bereitet dann eine Vinifikation vor, die minimal interventionistisch sein kann, da alle Elemente eines natürlichen und typischen Weines bereits in dieser Frucht, die wir langsam sich entfalten lassen, enthalten sind.»

Was übrigens die geschmacklichen Vorlieben eines Christophe Perrot-Minot angeht, paßt wenig zwischen die unsrigen und die seinigen. Befragt nach seinen Favoriten auf der großen Vosne-Verkostung im März 2008 nannte er Sylvain Cathiard an erster, Thibault Liger-Belair an zweiter Stelle, weil jeweils ein Ebenmaß zwischen Konzentration und Finesse aufweisend. Mit den 2006er und 2007er Weinen hat Christophe für mich die schönsten Weine bisher überhaupt vorgelegt (die 2005er werden ab vielleicht 2015 sogar eine überlegene Finesse ausbilden), weil er der o.g. Balance den bis dato gelungensten Ausdruck zu geben vermochte. Jedenfalls gehört Christophe zu jenen wenigen Dutzend Winzern an der Côte d'Or, die es ob ihrer «leidenschaftlichen Arbeit» (RvF) fertigbrachten, aus 2007 ein «sehr schönes Jahr zu machen » (RvF, 06/2008). Burgund ist aktuell wirklich auf einer Welle der Qualität mit solcherart Winzern! Bravo! - Als ob dies noch eigens unterstrichen werden müßte, zeigen Christophes 2007er sich phenolisch, also in der entscheidenden Maturität der Traubenhäute (mittlerweile meßbar), reifer als die 2006er hier. Auch dieser Umstand Beleg dafür, wie korrekt die Sentenz Michel Bettanes ist, nach der man ein schwieriges nicht mit einem schwachen Jahr gleichsetzen sollte.

2008

2008 ist der vierzehnte Jahrgang Christophes, den wir anbieten – und zusammen mit 2007 der Jahrgang, der die schönste Balance zwischen Kraft und Finesse hier bietet, insofern bilden diese beiden Jahre den Höhepunkt seiner bisherigen Arbeit. Die Anerkennung der Domäne ist universell, und kein Zweifel, daß die Weine hier nie zur Fluidität neigten und neigen, Folge u.a. einer sehr drastischen Auslese – Christophe brachte 25-28 hl/ha für die Weine des Jahres 2008 ein. Kein Zweifel andererseits, daß die maßvollere Extraktion der letzten Jahre die Finesse und auch frühe Harmonie dieser Weine deutlich befördert hat. «Heute sind meine Weine das Ergebnis dessen, wonach ich gesucht habe», so Christophe: «Es geht darum, die klarsten, reintönigsten und elegantesten Weine überhaupt zu erzeugen».

Christophe selbst sieht 2008 in der Linie von 2007, jedoch etwas dichter und strukturierter. 2007 also mit mehr Fond und Rückgrat – hohes Lob!ngefangen vom einfachen Bourgogne rouge (nur 3 Fässer) bis zum überragenden Chambertin Clos de Bèze bildet hier nahezu jeder Wein eine Referenz in seiner Kategorie. Während die Lobeshymnen des Journalismus gegenüber manchen Winzern Burgunds für uns auch nach mehrfachen Verkostungen nicht nachvollziehbar sind, können Sie ohne zu Zögern dem journalistischen Lob der Weine Christophes folgen. Lernen Sie die Emotionen kennen, die von diesen Weinen ausgehen, deren samtenen Strom, den sie im Mund entfalten, deren Balanciertheit zwischen Kraft und Finesse und deren Noblesse und Nuanciertheit der Aromatik und nicht zuletzt deren Fähigkeit, von dem Stück Land zu erzählen, von dem sie stammen, dies sind eben tatsächlich „Weine von formeller Perfektion und reeller Harmonie“ (Michel Bettane).

2008 ist der erste Jahrgang, der in der neu errichteten Cuverie erzeugt wurde: «Die Bedingungen hier sind jetzt optimal». Geerntet wurde zwischen dem 26.09. und dem 09.10., spät, parzellenweise je nach erreichter Reife und mit einer 50köpfigen Erntemannschaft. Auf dieser Domäne ist alles in der richtigen Spur, die Zufriedenheit Christophes, dezidiert in den Fußstapfen Henri Jayers, über die nun praktizierte Linie der möglichst perfekten Symbiose zwischen Kraft und Finesse ist spürbar, und die Weine sind heute beredter, lebendiger, transparenter denn je. «Ein Wein muß von Beginn seines Lebens an ausgewogen sein», so Christophe, « es ist das Terroir, das ihm diese Eigenschaft gibt. Ein Wein ist dann gut, wenn der Winzer ihm die Freiheit gelassen hat, die Richtung einzuschlagen, die er wollte. Je mehr man bei der Vinifikation interveniert, um so mehr hebt man die Tanninseite eines Weines hervor, um so mehr beseitigt man auch die Unzahl an subtilen Geschmackssensationen, die eine Traube von Natur aus enthält...Die Terroirweine sind, wie Henri Jayer beliebte zu sagen, Weine für jene Weinpassionierten, die es lieben, sich in aufregender Unterschiedlichkeit des Geschmacks zu verlieren.»

Christophe Perrot-Minot zählt heute mehr denn je zur qualitativen Speerspitze Burgunds und wer die Preise hier einfach mit anderen vergleicht, was Christophes Preise auf den ersten Blick wenig interessant macht, irrt, denn die (besten) Weine der jeweiligen Appellationsstufen überschreiten deren Güte und erreichen das nächsthöhere Level, müssen also mit diesem jeweiligen Preislevel verglichen werden. Und Christophes Grand Crus gehören schlicht zu dem, was Frankreich an großem Wein in seiner Essenz zu bieten hat. 2008 sieht hier übrigens trotz niedrigster Erntemenge der Dekade einen Preisrückgang.


 Die Weine


Zu entdeckender Wein:
'Mazoyères-Chambertin Grand Cru'. Etwas größer als 18 ha ist diese Grand Cru-Lage, jedoch fast kein Winzer füllt den hier entstehenden Wein unter dem Namen Mazoyères-Chambertin ab, denn Weine dieser Lage haben das Recht (eine falsche Entscheidung, da die Bodenbeschaffenheit in beiden Lagen recht unterschiedlich ist und andersartige Weine hervorbringt) auch als Charmes-Chambertin kommerzialisiert zu werden - ein wesentlich eingängigerer und verheißungsvollerer Name! Im Keller von Christophe verkosten wir seit 1995 seinen Charmes-Chambertin (aus der eigentlichen Parzelle) gegen seinen Mazoyères, so gut wie immer haben wir uns (bis zum Jahr 2009) für letzteren entschieden (dabei ist Christophes Charmes eines der allerbesten Exemplare aus dieser Lage), es ist ein sehr kraftvoller, dichtgewebter Grand Cru, dessen würzige Tabaknoten berückend sind und dessen außerordentliche Länge ausweist, daß er weit gehen wird.
 

Chambolle-Musigny Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 60-100 Jahre; Boden: Kalkstein mit feinem Geröll und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 25% Allierholz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 5-7 Jahren (bis 10 Jahre+).

2004: 28 hl/ha. Wunderbar rund im Geschmack (Himbeeren), extraktreich ohne Klotzigkeit, samtig-vornehm-süßer Stoff, dicht, viel Volumen. Beachtlich zugänglich aufgrund der Christophe-typischen Rondeur und Samtigkeit der Tannine, charakterstark, lebendig und sehr, sehr Chambolle-typisch! Wundervoll, ein Vergnügen. Seit jeher einer meiner Favoriten des Kellers.

2005: Konzentrierter, tiefer im Geschmack als der exzellente 2004er, aber nicht wuchtig, vielmehr ist die Ausgewogenheit zwischen Kraft und Delikatesse hier vorbildlich, die vornehme Süße der Frucht (Himbeere, würzige Anklänge) rührt von deren Reife, süßliches barrique oder Restzucker spielt hier keine Rolle für das Mundgefühl angenehmer Süße, sensorisch außerdem unterscheidbar. Die Tannine sind von königlicher Samtigkeit, der Wein ist lang ausklingend. Es gibt einige sehr gute Chambolle-Villages, aber aktuell halte ich das für einen der 2,3 größten Weine auf diesem Level. Ganz und gar wunderbar.


 

Vosne-Romanée "Champs Perdrix" Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ~55 Jahre; Boden: Kalkstein, Mergel und Lehm an der Oberfläch; Ausbau in 25% Allierholz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 6-8 Jahren (bis 12 Jahre+).

2004:32 hl/ha. Überzeugte uns mehr als mind. 70% aller 1er Crus aus Vosne, die wir vorher auf Vosne-Millésime verkostet hatten. Mit seinen Anklängen an Heidelbeere und Kakao, dem dichten, samtigen Strom des Geschmacks und der typisch würzigen und zugleich leicht barocken Art Vosnes ist dies ein berückender Wein. Famose Konzentration des Stoffes ohne die Spur exzessiv wuchtig zu sein. Ein wirklich phänomenaler Vosne-Village.

2005:Das 'Rebhuhnfeld' ist ein Kalksteinterroir, die Säure, die Frische hier stets besser als in Villagelagen von schwererem Boden, wie Christophe ausführt. Erinnern Sie sich an 2003: hier waren es die zur vollständigen Reife geführten Kalksteinterroirs, die die beste Ausgewogenheit erreichten und die legendäre Weine produzieren konnten. Der Kalkstein ist der große Dynamo der Weine Burgunds, er gibt ihnen eine Spannung, einen Schwung, der die fachkundig und gewissenhaft erzeugten Weine nie schwer oder wuchtig wirken läßt trotz aller Konzentration und Kraft, ihnen eine überlegene Ausgewogenheit gibt. Dies ist ein wunderbarer, kompletter Vosne, fest und köstlich aromatisch zugleich (Veilchen, Kirsche, würzige Noten, Leder), überlegen in der Spannung, vornehm und unaufdringlich. Ein anderes Terroir wie der superköstliche Chambolle, den man früher attackieren kann, einfach ein großer Vosne.


 

Chambolle-Musigny Premier Cru "Combe d'Orveau" Vieilles Vignes, A.C.
Pinot Noir; Rebalter: 80 Jahre+; Boden: Kalkstein, feines Geröll und Lehm an der Oberfläche (ursprünglich als Musigny Grand Cru eingestuft!); Ausbau in 40% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 7-10 Jahren (bis 15 Jahre+).

Die Katastereinträge belegen, daß diese Lage jahrhundertelang als Musigny eingestuft war, allein das Desinteresse der Eigentümer in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts an einer Grand-Cru-Einstufung verhinderte die Fortführung dieses Status.


 

Chambolle-Musigny Premier Cru "Les Échanges" Vieilles Vignes, A.C. 2007/2008
Pinot Noir; Rebalter: 60 Jahre; Boden: Kalkstein, feines Geröll und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 40% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis 15 Jahre+).

2007: Benachbart zum 1er Cru 'Aux-Beaux Bruns', “in 2007 kleinbeerige Trauben [millérandés]” (Perrot-Minot), das ist die eher unbekannte Lage Les Échanges, im Alleinbesitz befindlich. Christophe hat hier mit schließlich ca. 2000 erzeugten Flaschen etwa 40% der Ernte realisiert. Die Maßgaben Christophes für den Ankauf sind strikt: nicht nur der Erntezeitpunkt wird von ihm festgesetzt und die Ernte von seiner Equipe durchgeführt, er hat auch während der gesamten Saison das Recht, jederzeit im Weinberg zu intervenieren, falls er das für notwendiig erachtet.. Aber: “Die hier vom Besitzer geleistete Weinbergsarbeit ist gut, was man bereits am Zustand der alten Reben sieht”, so Christophe. Und so entstand hier ein köstlicher Chambolle 1er Cru, der bei uns endlich die Rarheit des Combe d'Orveau etwas ergänzt und dabei nicht sonderlich hinter diesem zurücksteht. Dr. Lavallle hatte 1855 recht, als er in dem Standardwerk des 19. Jahrhunderts über Burgund notierte,, daß Chambolle die delikatesten Weine der Côte de Nuits liefere.. Dieser 'Échanges' , zu Hause nachverkostet, bestätigt das wieder einmal. Ein superber Chambolle 1er Cru!

2008: Wie so oft in 2008 kleinbeerige Trauben hier – deshalb spricht Aubert de Vilaine (DRC) davon, daß alles in 2008 bereit war für ein großes Jahr, denn die während der langgezogenen Blütezeit entstandene Millerandange (Kleinbeerigkeit) ist die Garantie für ein gutes Verhältnis von Fest- und Flüssigstoffen. Christophes Maßgaben für diesen Weinberg, dessen Besitzer er nicht ist, sind strikt. Er hat sich während der Saison ausbedungen, jede ihm notwendig erscheinende Maßnahme tun zu können, er setzt den Erntezeitpunkt fest und führt die Ernte mit seiner Mannschaft durch. Doch hat selbst er wenig an der bisherigen Führung des Weinbergs zu kritisieren, “es ist altes, aus sélection massale hervorgegangenes Rebgut, weder Herbizide noch Dünger verwendet, der Boden gepflügt.” Der Échanges erreicht nicht die Tiefe des Geschmacks des Combe d'Orveau (der heute auch als Musigny firmieren könnte, die Einstufung hierfür war in den 30er Jahren vorgesehen!), doch er zeigt die ganz eigene Seidigkeit und Finesse der Appellation Chambolle, die Noblesse, die allein gesunde und vollkommen reife Trauben mit sich bringen, die aromatische Konzentration (Johannisbeeren, Brombeeren), die neben der Frische des Geschmacks ein wenig das Markenzeichen des Jahres ist. Ein herrlicher Chambolle 1er Cru, dessen alleiniger 'Fehler' es ist, wenig bekannt zu sein. Ausgebaut wie alle 1er Crus Christophes in 40% neuem Holz (der Rest in 1-2 Jahre alten Fässern). Ab 2013/14 z.B. zu einem gebratenen Fasan

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Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 03/2009 , 89-91/100 über den 2008er Chambolle-Musigny 1er Cru Les Échanges Christophe Perrot-Minots
"Good deep ruby-red. Complex, musky aromas of dark raspberry, minerals and roast coffee. Sweeter and more open-knit than the Champs-Perdrix, with open-knit red fruit flavors framed by bright acidity. Finishes juicy and long, with sweet tannins and a firm spine of acidity."
 

 

Nuits St. Georges Premier Cru "La Richemone" Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 25 Jahre (1/4), 45 Jahre (1/4), 60 Jahre (1/4), 80 Jahre (1/4); Boden: Kalkstein, Kies, etwas Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 40% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis 15 Jahre+).

Ein faszinierender Wein von der Nordseite der Appellation Nuits St. Georges, der die Samtigkeit Vosnes mit der Struktur von Nuits verbindet.

Das Problem bei Burgund sind die Etiketten und die klangvollen Namen, die unerfahrene Weintrinker immer wieder in die Irre laufen lassen. Aber in Burgund muß man sich reinarbeiten, seine Hausaufgaben machen und vor allem vor Ort unbefangen verkosten. Dann begegnen einem Weine wie dieser Richemone aus 25-80 Jahre alten Reben (Ertrag 19 hl/ha), der alle Träume von einem großen Nuits St. Georges realisiert. Richemone ist ein 1er Cru von der Nordseite der Appellation, an die sich Vosne anschließt. Seine Komplettheit in Sachen aromatischer Noblesse, Konzentration und Spannkraft wird nach unserem Dafürhalten nur von den allergrößten Exemplaren des 1er Crus 'Les Saint-Georges' erreicht. Für Michel Bettane das Summum der Appellation und wenn man uns vor die Alternative stellt (ohne nach dem Preis zu entscheiden), ob wir diesen Wein oder 80% der in Vosne erzeugten Grand Crus wählen sollten, so brauchen wir nicht lange nachzudenken.Christophes' 'Richemone' (von der übernommenen Pernin-Rossin Domäne) ist ein Wein, der keinen Verkoster unbeeindruckt läßt. Kraftvoll, saftig und dicht im Stoff zugleich, ist er tatsächlich von einer "königlichen Konsistenz des Ausdrucks" (Jacky Rigaux).


 

Vosne-Romanée Premier Cru "Les Beaux-Monts" Vieilles Vignes
Pinot Noir; Rebalter: 50 Jahre; Boden: Kalkstein, Mergel und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 45% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis 15 Jahre+).


 


Chapelle-Chambertin Grand Cru, A.C., 2008
Pinot Noir; Rebalter: 50-55 Jahre; Boden: Kalkstein, Mergel und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis 15 Jahre+).

2007:Die Domäne Damoy, über die nach unseren Erkundigungen Michel Bettane zurecht schreibt, daß “die Vitikultur und die Disziplin der Auslese hier schon immer beispielhaft gewesen sind”, liefert die aus 50-55 Jahrre alten Reben stammenden Trauben. Chapelle-Chambertin, direkt unterhalb des Chambertin Clos de Bèze gelegen, ist in Gevrey zusammen mit dem Griotte- Chambertin der Alien Gevreys, der auf Chambolle verweist,, die “exquisite Finesse” (Jacky Rigaux) eines großen Chapelle ist noch für den Unerfahrensten evident. Die unmittellbarr fühlbare Harrmonie speist die Emotion, die sich aus dem Genuß dieses Weines ergibt. Und die etwas geringere Dichte ggü. dem Richemone macht gleich den Blick frei auf einen der “sinnlichsten Weine Burgunds” (Jacky Rigaux). Der Grad der Verfeinerung und der Komplexität erreicht jene Stufe, die vielleicht nicht für die unbedingten Liebhaber von Power, aber für alle anderen das höchstmögliche Niveau Burgunds bzw. Frankreichs ankündigt. Die Grand Crus Gevreys bilden einen der größten Erfolge im Jahr 2007, die Nachsaison – Christophe erntete zuletzt in den Grand Crus, Mitte September – erlaubte den Grand-Cru Parzellen unter dem Einfluß der Combe Lavaux ausgezeichnete Maturität. Der Ruhm dieser Lage kann mit Weinen wie diesem Chapelle Christophes nur weiter wachsen. Ca. 25.000 Flaschen überhaupt liefert der Chapelle-Chambertin, aufgeteilt unter 12 Besitzer (Christophe selbst erzeugte 1.152 Flaschen). Die 25.000 in Totalität aller Besitzer des Chapelle-Chambertin erzeugten Flaschen entsprechen 1/12 der allein auf Château Mouton-Rothschild erzeugten Menge.

2008:“Chapelle-Chambertin kann verdammt fein sein”, wundert sich Allen Meadows ein wenig angesichts des 2007er Exemplars Christophes (91-93). Nun ja. Das ist die Art dieses Terroirs! Zusammen mit dem Griotte das Grand Cru Terroir Gevreys der größten Verfeinerung des Stoffes, einer hierduch bewirkten fast magischen Attraktivität, zu bilden. 50-55 Jahre alte Reben hier und die Reben befinden sich im historischen Teil der Lage. Jean-Francois Bazin, Kenner Burgunds und nicht einfach nur Schreiber über Burgund, notiert:”Ein wenig reicher ist der Boden als im benachbarten Griotte, die Exposition ist die gleiche. In der Nase ähnelt der Chapelle einem Clos de Bèze, aber er besitzt nicht ganz dessen Körper und dessen schlußendliche Größe. In den besten Fällen von erstaunlicher Finesse, altert dieser Wein hervorragend.” Jacky Rigaux, Kenner auch er, hält den Chapelle-Chambertin für einen der “sinnlichsten Weine Burgunds”, für einen Wein “exquisiter Finesse”.

Nun, sucht man in einem Wein eher Verführung, sinnliche Art, als beeindruckende Imposanz, Überwältigendes, dann ist man mit einem Chapelle superb aufgehoben. Und der Wein Christophes hat mehr Statur als mancher hochgepriesene Chambolle. Das ist die Gevrey-Seite der Herkunft. Etwas mehr als 1.000 Flaschen dieses Nektars erzeugte Christophe, der coup de coeur von Bourgogne aujourd'hui ist ganz berechtigt.



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Wein bestellen 6er Kiste

Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 03/2009 , 91-94/100 über den 2007er Chapelle-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"Bright red-ruby. High-pitched aromas of blackberry, violet, minerals and spices. Delicate and lacy, with sharply delineated but reticent dark fruit and mineral flavors. Penetrating, classy wine if youthfully closed today. Stands out in this line-up for its finesse and refinement."

Allen Meadows, Burghound Issue 33, Januar 2009 , 91-93/100 über den 2007er Chapelle-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"A subtle hint of wood combines with bright and very pretty yet youthfully unevolved red berry fruit and underbrush hints that precede supple, elegant, refined and round medium full flavors that display a discreet mineral streak on the surprisingly refined and focused finish that oozes class and sophistication. Chapelle can be quite fine in certain hands, especially when it’s from Chapelle proper as this lovely example is."

Neal Martin, erobertparker.com, 92-94/100 über den 2007er Chapelle-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"Tasted at the Domaine. This has a very pure nose, not a million miles away from the Mazis-Chambertin, but with more apricot and tangerine scents on the nose. Very attractive but slightly less minerally than the Mazis. The palate is very supple with good acidity, great balanced and focus, pure blackberries, a touch of dried orange peel, apricot, and red cherries. Gentle grip towards the finish. Excellent. Drink 2010-2025+ Tasted November 2008."

Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 03/2010 , 90-93/100 über den 2008er Chapelle-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"Good deep red-ruby. Musky aromas of redcurrant, dark cherry, smoke and animal fur, lifted by a hint of peony. Juicy, tight and imploded, with its serious density and underlying personality hidden today. But this wine's lovely harmonious acidity and definition, in conjunction with its ripe tannins, suggest it will blossom beautifully with seven or eight years of cellaring."

Allen Meadows, Burghound Issue 37, Januar 2010 , 91-94/100 über den 2008er Chapelle-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"A more elegant and airier nose of lightly spiced purple fruit that displays hints of briar and crushed herbs merges into rich, full and beautifully delineated big-bodied flavors where there is an overt minerality on the tension-filled, pure and driving finish that possesses excellent length. I very much like the delivery here as there is a real sense of harmony of expression.

 

Mazoyères-Chambertin Grand Cru Vieilles Vignes, A.C.
Pinot Noir; Rebalter: ~75 Jahre; Boden: Kalkstein, auch Kies und Steine; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).

2008: 1,38 ha groß ist die Parzelle Christophes im Mazoyères. Sie ist situiert im oberen, zur Route des Grands Crus gewandten Nahe Morey gelegenen Teils der Appellation, von der über die Hälfte sowohl als Charmes-Chambertin als auch als Mazoyères verkauft werden kann. Die Erlaubnis, dies zu tun, verstößt ganz unburgundisch und kommerziell begründet (Charmes läßt sich besser verkaufen als Mazoyères, was mancher gar nicht erst aussprechen kann...) gegen die Unterschiedlichkeit der Lagen. Denn Mazoyères ist ein klar anderes Terroir als Charmes-Chambertin (was nicht heißt, es gäbe keine grandiosen Charmes), basiert weitgehend auf dickem Kies als Oberboden, besitzt ein anderes Mikroklima, bringt anders strukturierte Weine hervor. Insofern ist Christophes Weigerung, seinen Mazoyères als Charmes vorzulegen, konsequent der Philosophie des Terroirs verpflichtet.

“Je mehr man am Hang aufsteigt [die Ebene wird gebildet durch die RN74, der Verf.], um so mehr drängt sich die Finesse auf, um so mehr gewinnen die Weine an Festigkeit...selbst wenn er sehr tanninreich ist gemäß dem Jahrgang, ist dies ein Cru, der sehr elegant bleibt mit schöner Rundheit des Geschmacks. Mit Lagerung gewinnt er an Intensität und an Länge des Geschmacks”, schreibt den Kern der Dinge treffend beschreibend Jacky Rigaux. Der Bau des Mazoyères, seine Komplexität, sind berückend. Stets herrschen die Noten dunkelbeeriger Pinotfrucht vor in diesem Wein von wirklich rarer nobler Festigkeit. Ein Grand Cru zeigt seinen Rang von Beginn an – und die Appellationsstufen sind sehr klar deutlich in 2008 – und dieser Mazoyères erklärt in all seinen Fasern, daß er ein kompletter Wein. Sicher in China nicht so bekannt wie Lafite-Rothschild (das größte Flaschenkontingent von Lafite geht mittlerweile ins Reich der Mitte) und sicher bei weitem nicht so hoch bepreist. Aber das ist dann eine andere Diskussion. Der Mazoyères Christophes jedenfalls ist ein Wein unbestreitbarer Autorität des Geschmacks – da wiederhole ich mich gerne - , der sich ins Gedächtnis brennt. Ab 2015.



Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 03/2010 , 93-95/100 über den 2008er Mazoyères-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"Dark red-ruby. Deep aromas of black raspberry, animal fur and game; this smells powerful! Then sweet, silky and very ripe, with terrific grip and verve-not to mention peppery lift-to the black raspberry and spice flavors. This very complex but youthfully reticent wine build inexorably on the back end, ultimately showing explosive fruit on the finish. Perrot-Minot picked until October 7, noting that the top sites in Gevrey-Chambertin came in at the end.

Allen Meadows, Burghound Issue 37, Januar 2010 , 92-94/100 über den 2008er Mazoyères-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"A discreet application of wood allows the less elegant but more complex nose ripe dark berry and black raspberry fruit aromas that also possess plenty of Gevrey character merge into rich, full and very generous sweet and textured medium full-bodied flavors that deliver plenty of punch and outstanding length. While presently very approachable, there is a firmer core of buried tannins supporting the tautly muscular mid-palate that will probably cause this to close up once in bottle.

 

Clos Vougeot Grand Cru Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ~55 Jahre; Boden: Kalkstein, auch Kies und Steine; aus einer Parzelle benachbart zur Parzelle Maupertui im oberen Drittel ; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).

2003:Auch dieser Wein, der aus einer Reblage benachbart zur berühmten Parzelle Montpertuis in der Nähe des Château aus der obersten Partie (der Legende nach wurde der Ertrag dieser Reben den Päpsten und Königen vorbehalten) stammt, vereint alle Größe dieses Terroirs. Insgesamt wurden 640 Flaschen dieses Weines erzeugt, der Ertrag liegt bei 12 hl/ha (1/4 bis 1/5 der durchschnittlichen Erntemenge der größten Bordeaux-Châteaux bei geringerer Pflanzdichte), das Rebalter beträgt ca. 55 Jahre. Nachverkostet in Grafschaft, beweist der Wein, warum das Terrain von Clos Vougeot nicht nur einst von den Mönchen besondere Wertschätzung erfuhr, sondern auch als Tête de Cuvée gleichrangig zu Romanée-Conti, den beiden Chambertins, Richebourg, Clos de Tart, Musigny, Romanée St. Vivant, La Tâche und den besten Cortons im 19. Jahrhundert eingestuft wurde. Die Tatsache, daß sich noch immer zu viele Besitzer einer Clos Vougeot-Parzelle auf diesem Image ausruhen, ändert nichts an der Größe des Terroirs. Ist dies der Clos Vougeot des Jahres?


 

Mazis-Chambertin Grand Cru Vieilles Vignes, A.C., 2008
Pinot Noir; Rebalter: ~50 Jahre; Boden: Kalkstein, auch Kies und Steine; aus einer Parzelle benachbart zur Parzelle Maupertui im oberen Drittel ; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).

2008: Von Mazis-Bas, uralten Reben, sehr kleinbeerigen Trauben. Der Mazis muß allein einem (großen) Chambertin und Clos de Bèze den Vortritt lassen, kann dabei in Intensität gar beide überragen: “Kräftig, voll und opulent, ein Mazis versteht es, aufzutrumpfen. Er kann seinem Nachbarn Clos de Bèze mit vollem Recht direkt in die Augen zu sehen” (Jean-Francois Bazin). Ja! Erst seit 2007 erzeugt Christophe den Mazis und der 2008er ist – großartig. Die Energie und Komplexität der Aromen machen ihn zu einem Erlebnis, enormer Trockenextrakt hier. Ganze zwei Fässer des Mazis bei Christophe (er zahlt für drei Fässer, um alle Freiheit im Weinberg zu haben), aber die seltsame Angewohnheit mancher Zeitgenossen, etwas Rares per se für besonders interessant zu befinden, hat mich nicht dazu gebracht, den Wein ins Angebot aufzunehmen. Allein die sehr deutliche Fühlbarkeit, daß es sich um einen großen Wein handelt. Und er sollte problemlos zwei Dekaden und länger prachtvoll reifen.

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Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 03/2010 , 92-95/100 über den 2008er Mazis-Chambertin Christophe Perrot-Minots
"Good deep red. The wild nose certainly caught my attention, offering Cote-Rotie-like notes of violet pastille, smoked meat, mint and pepper and a powerful impression of sweetness. Then creamy and sweet in the mouth, but with a powerful sappiness to the flavors of blackberry, violet and pepper. This doesn't show quite the thrust of a few of these 2008 examples but it offers a wonderfully silky texture for the vintage and finishes with sweet tannins. A beautiful showing, and different in texture and style from most of these 2008s. Perrot-Minot indicated that he'd probably bottle most of his wines in January, and this one seems almost finished today.

 

Chambertin Grand Cru Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 50 Jahre; Boden: untergründiger Kalkstein, weißer Mergel, Lehm und Kies an der Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).

2004: Aus Trauben der Domaine Rossignol-Trapet. Nicht verkostet, da nur ein einziges Faß (300 Flaschen). Aber hier kann man die Ausnahme von der Regel machen, da die Erfahrung mit den Chambertins Christophes seit 1999 und Christophes Erklärungen mir ausreichen. Für Denis Mortet z.B. und viele andere sind die Chambertins – der Clos de Bèze darf als Chambertin verkauft werden, umgekehrt nicht – die komplettesten Weine Burgunds. Dies ist ein majestätischer Wein:“Er konstituiert im höchsten Maße alle Qualitäten, die einen Wein perfekt machen, Körper, Farbe, Bukett, Finesse.“ (Jules Lavalle,1855) Noch heute - wie stets nur bei den besten Adressen - gilt dies.

Zweithöchste Bewertung Appellation Chambertin Revue du vin de france 6/01 - vor Leroy und Trapet über den 2000er
"Ein Festival von Aromen (Rauchnoten, Gewürze, Lakritze und dunkle Früchte) umwickeln den weitläufigen Stoff, der kräftig extrahiert ist, aber so ausgestattet ist, daß die Tannine verkraftet werden können. Tannine, die unter der kolossalen Kraft des Weines verschwinden. Das Ganze, perfekt ausgewogen, erlaubt es, die Zukunft in Ruhe anzugehen."
Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 4/2002, 91-94 über den 2000er
"Mittleres Rot. Heftige Aromen moschusartiger roter Früchte sowie von Erde. Sehr dicht und süß im Geschmack aber aktuell in sich verschlossen. Ziemlich mächtig, ja sogar streng, dennoch stilvoll, mit Anklängen an Lakritze und Minze. Endet mit superb-feiner Nachhaltigkeit."
 
Allen Meadows, Burghound 5,1/02, 91-93 über den 2000er
"Extremely ripe, beautifully complex aromas of roasted earth, chocolate and game with big, firm but not hard flavors and tannins that are completely coated in pinot extract. The length here is first rate and there is no question that this delivers grand cru size and weight. This will take its time maturing."
 

 

Chambertin Clos de Bèze Grand Cru Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ca. 55 Jahre; Boden: untergründiger Kalkstein, weißer Mergel, Lehm und Kies an der Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).

2004: Der markanteste Unterschied zum Chambertin ist, daß der Clos de Bèze seine immense Delikatesse bereits sehr früh offenbart, während dies beim Chambertin schon ein paar Jahre braucht. Es gibt vermutlich kein anderes Terroir in Burgund, bei dem die Verquickung von Rebe und Boden so sehr vorangeschritten ist – Weine werden hier nachweislich seit 621 gemacht. In Burgund nennt man solche Weine 'vins de grande famille'. Glücklich ist, wer zumindest einmal einen Probeschluck geniessen durfte, bei dem klar wird, was großer Wein ist, ein sinnliches Vergnügen, das einen berührt.

 
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