Domaine Perrot-Minot, Morey St.Denis - die
Weine
| Bourgogne aujourd'hui 07/2009 -
Millésime 2008 - coup de coeur für die Weine Christophe
Perrot-Minots |
| "Präzision und Reintönigkeit. Eine neu
errichtete Cuverie erlaubt heute, unter den allerbesten Bedingungen zu
arbeiten. Die beiden letzten Jahrgänge hier bedeuten für Christophe
Perrot-Minot auch das Endergebnis einer Überlegung in Sachen Vinifikation.
Heute ist hier die Kurve genommen zu mehr Finesse und Spannung. "Heute sind die
Weine der reflex dessen, wonach ich gesucht habe", so Perrot-Minot." |
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 Christophe Perrot-Minot (März 2008) |
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2007
Christophe Perrot-Minots 2007er Weine sind aus einer späten
Ernte als Christophe begann zu ernten, lief die Vinifikation des
(oft zu hoch eingestuften) Clos des Lambrays bereits auf Hochtouren
hervorgegangen. Christophe war in der Lage, parzellenweise zu
ernten, da der Gesundheitszustand seiner alten, teils hundert Jahre alten Reben
gut war, zumal die Kärrnerarbeit im Weinberg übers Jahr geleistet
worden war. Die Dichte dieser Weine, auch in 2007, ist ganz einfach
Folge natürlicher Konzentration, Folge all der Maßnahmen, denen ein
exzellent geführter Weinberg wie der Christophes unterliegt, im
Kern der Tatsache, daß hier wie im 19. Jahrhundert und à la Jayer
nicht mehr als 6-7 Trauben je Stock geführt werden. Die weitere
Minimierung der Erträge vollzieht sich hier durch eine
Schlußauslese, die auch nach Ansicht von Winzerkollegen an
Rigorisität nicht zu übertreffen ist. So waren bei Christophe
in 2007 zwei verschiedene Auslesetische im Einsatz, zwei Durchgänge
wurden jeweils durchgeführt, um das Ziel, ausschließlich Trauben
allerhöchster Qualität übrigzulassen, zu realisieren.
Dabei ist die Schlußauslese hier lediglich der letzte Behelf, denn
zuvor bereits hatte eine 50köpfige Mannschaft die klassische Auslese im
Weinberg selbst vollzogen. Mit der Strenge der Auslese (die Hälfte der
hier praktizierten Rigidität täte anderen Domänen sehr gut)
setzt Christophe nur das Wissen um, das jeden Winzer auszeichnen sollte:
alles, was man zukünftig in der Güte eines Weines wiederfindet, ist
mit der Konstitution der Trauben gegeben, Korrekturen bei der Vinifikation
werden überflüssig, die Purheit und damit Charakteristik des Weines
erhalten: «Diese Herangehensweise [die der Konsequenz in der
Weinbergsarbeit und der Schlußauslese. Der Verf.] bereitet dann eine
Vinifikation vor, die minimal interventionistisch sein kann, da alle Elemente
eines natürlichen und typischen Weines bereits in dieser Frucht, die wir
langsam sich entfalten lassen, enthalten sind.»
Was übrigens die geschmacklichen Vorlieben eines Christophe
Perrot-Minot angeht, paßt wenig zwischen die unsrigen und die
seinigen. Befragt nach seinen Favoriten auf der großen
Vosne-Verkostung im März 2008 nannte er Sylvain
Cathiard an erster, Thibault Liger-Belair an zweiter Stelle, weil
jeweils ein Ebenmaß zwischen Konzentration und Finesse aufweisend. Mit
den 2006er und 2007er Weinen hat Christophe für mich
die schönsten Weine bisher überhaupt vorgelegt (die 2005er
werden ab vielleicht 2015 sogar eine überlegene Finesse ausbilden),
weil er der o.g. Balance den bis dato gelungensten Ausdruck zu geben vermochte.
Jedenfalls gehört Christophe zu jenen wenigen Dutzend Winzern an
der Côte d'Or, die es ob ihrer «leidenschaftlichen
Arbeit» (RvF) fertigbrachten, aus
2007 ein «sehr schönes Jahr zu machen »
(RvF, 06/2008). Burgund ist aktuell
wirklich auf einer Welle der Qualität mit solcherart Winzern! Bravo! - Als
ob dies noch eigens unterstrichen werden müßte, zeigen
Christophes 2007er sich phenolisch, also in der entscheidenden
Maturität der Traubenhäute (mittlerweile meßbar), reifer als
die 2006er hier. Auch dieser Umstand Beleg dafür, wie korrekt die
Sentenz Michel Bettanes ist, nach der man
ein schwieriges nicht mit einem schwachen Jahr gleichsetzen sollte.
2008
2008 ist der vierzehnte Jahrgang Christophes, den wir anbieten
und zusammen mit 2007 der Jahrgang, der die schönste Balance
zwischen Kraft und Finesse hier bietet, insofern bilden diese beiden Jahre den
Höhepunkt seiner bisherigen Arbeit. Die Anerkennung der Domäne ist
universell, und kein Zweifel, daß die Weine hier nie zur Fluidität
neigten und neigen, Folge u.a. einer sehr drastischen Auslese
Christophe brachte 25-28 hl/ha für die Weine des Jahres 2008
ein. Kein Zweifel andererseits, daß die maßvollere Extraktion der
letzten Jahre die Finesse und auch frühe Harmonie dieser Weine deutlich
befördert hat. «Heute sind meine Weine das Ergebnis dessen,
wonach ich gesucht habe», so Christophe: «Es geht
darum, die klarsten, reintönigsten und elegantesten Weine überhaupt
zu erzeugen».
Christophe selbst sieht 2008 in der Linie von 2007,
jedoch etwas dichter und strukturierter. 2007 also mit mehr Fond und
Rückgrat hohes Lob!ngefangen vom einfachen Bourgogne rouge
(nur 3 Fässer) bis zum überragenden Chambertin Clos de
Bèze bildet hier nahezu jeder Wein eine Referenz in seiner
Kategorie. Während die Lobeshymnen des Journalismus gegenüber manchen
Winzern Burgunds für uns auch nach mehrfachen Verkostungen nicht
nachvollziehbar sind, können Sie ohne zu Zögern dem journalistischen
Lob der Weine Christophes folgen. Lernen Sie die Emotionen kennen, die
von diesen Weinen ausgehen, deren samtenen Strom, den sie im Mund entfalten,
deren Balanciertheit zwischen Kraft und Finesse und deren Noblesse und
Nuanciertheit der Aromatik und nicht zuletzt deren Fähigkeit, von dem
Stück Land zu erzählen, von dem sie stammen, dies sind eben
tatsächlich Weine von formeller Perfektion und reeller
Harmonie (Michel Bettane).
2008 ist der erste Jahrgang, der in der neu errichteten Cuverie
erzeugt wurde: «Die Bedingungen hier sind jetzt optimal».
Geerntet wurde zwischen dem 26.09. und dem 09.10., spät,
parzellenweise je nach erreichter Reife und mit einer 50köpfigen
Erntemannschaft. Auf dieser Domäne ist alles in der richtigen Spur, die
Zufriedenheit Christophes, dezidiert in den Fußstapfen Henri
Jayers, über die nun praktizierte Linie der möglichst perfekten
Symbiose zwischen Kraft und Finesse ist spürbar, und die Weine sind heute
beredter, lebendiger, transparenter denn je. «Ein Wein muß von
Beginn seines Lebens an ausgewogen sein», so Christophe, « es ist
das Terroir, das ihm diese Eigenschaft gibt. Ein Wein ist dann gut, wenn der
Winzer ihm die Freiheit gelassen hat, die Richtung einzuschlagen, die er
wollte. Je mehr man bei der Vinifikation interveniert, um so mehr hebt man die
Tanninseite eines Weines hervor, um so mehr beseitigt man auch die Unzahl an
subtilen Geschmackssensationen, die eine Traube von Natur aus
enthält...Die Terroirweine sind, wie Henri Jayer beliebte zu sagen, Weine
für jene Weinpassionierten, die es lieben, sich in aufregender
Unterschiedlichkeit des Geschmacks zu verlieren.»
Christophe Perrot-Minot zählt heute mehr denn je zur
qualitativen Speerspitze Burgunds und wer die Preise hier einfach mit anderen
vergleicht, was Christophes Preise auf den ersten Blick wenig
interessant macht, irrt, denn die (besten) Weine der jeweiligen
Appellationsstufen überschreiten deren Güte und erreichen das
nächsthöhere Level, müssen also mit diesem jeweiligen Preislevel
verglichen werden. Und Christophes Grand Crus gehören schlicht zu
dem, was Frankreich an großem Wein in seiner Essenz zu bieten hat.
2008 sieht hier übrigens trotz niedrigster Erntemenge der Dekade einen
Preisrückgang.
| Zu entdeckender Wein: |
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'Mazoyères-Chambertin Grand
Cru'. Etwas größer als 18 ha ist diese
Grand Cru-Lage, jedoch fast kein Winzer füllt den hier entstehenden Wein
unter dem Namen Mazoyères-Chambertin ab, denn Weine dieser Lage haben
das Recht (eine falsche Entscheidung, da die Bodenbeschaffenheit in beiden
Lagen recht unterschiedlich ist und andersartige Weine hervorbringt) auch als
Charmes-Chambertin kommerzialisiert zu werden - ein wesentlich
eingängigerer und verheißungsvollerer Name! Im Keller von Christophe
verkosten wir seit 1995 seinen Charmes-Chambertin (aus der eigentlichen
Parzelle) gegen seinen Mazoyères, so gut wie immer haben wir uns (bis
zum Jahr 2009) für letzteren entschieden (dabei ist Christophes Charmes
eines der allerbesten Exemplare aus dieser Lage), es ist ein sehr kraftvoller,
dichtgewebter Grand Cru, dessen würzige Tabaknoten berückend sind und
dessen außerordentliche Länge ausweist, daß er weit gehen
wird. |
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Chambolle-Musigny
Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 60-100 Jahre; Boden:
Kalkstein mit feinem Geröll und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 25%
Allierholz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 5-7 Jahren
(bis 10 Jahre+).
2004: 28 hl/ha. Wunderbar rund im Geschmack (Himbeeren),
extraktreich ohne Klotzigkeit, samtig-vornehm-süßer Stoff, dicht,
viel Volumen. Beachtlich zugänglich aufgrund der Christophe-typischen
Rondeur und Samtigkeit der Tannine, charakterstark, lebendig und sehr, sehr
Chambolle-typisch! Wundervoll, ein Vergnügen. Seit jeher einer meiner
Favoriten des Kellers.
2005: Konzentrierter, tiefer im Geschmack als der
exzellente 2004er, aber nicht wuchtig, vielmehr ist die Ausgewogenheit
zwischen Kraft und Delikatesse hier vorbildlich, die vornehme Süße
der Frucht (Himbeere, würzige Anklänge) rührt von deren Reife,
süßliches barrique oder Restzucker spielt hier keine Rolle für
das Mundgefühl angenehmer Süße, sensorisch außerdem
unterscheidbar. Die Tannine sind von königlicher Samtigkeit, der Wein ist
lang ausklingend. Es gibt einige sehr gute Chambolle-Villages, aber aktuell
halte ich das für einen der 2,3 größten Weine auf diesem Level.
Ganz und gar wunderbar.
Vosne-Romanée "Champs
Perdrix" Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ~55 Jahre;
Boden: Kalkstein, Mergel und Lehm an der Oberfläch; Ausbau in 25%
Allierholz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 6-8 Jahren
(bis 12 Jahre+).
2004:32 hl/ha. Überzeugte uns mehr als mind. 70% aller 1er
Crus aus Vosne, die wir vorher auf Vosne-Millésime verkostet hatten. Mit
seinen Anklängen an Heidelbeere und Kakao, dem dichten, samtigen Strom des
Geschmacks und der typisch würzigen und zugleich leicht barocken Art
Vosnes ist dies ein berückender Wein. Famose Konzentration des Stoffes
ohne die Spur exzessiv wuchtig zu sein. Ein wirklich phänomenaler
Vosne-Village.
2005:Das 'Rebhuhnfeld' ist ein Kalksteinterroir, die Säure,
die Frische hier stets besser als in Villagelagen von schwererem Boden, wie
Christophe ausführt. Erinnern Sie sich an 2003: hier waren
es die zur vollständigen Reife geführten Kalksteinterroirs, die die
beste Ausgewogenheit erreichten und die legendäre Weine produzieren
konnten. Der Kalkstein ist der große Dynamo der Weine Burgunds, er gibt
ihnen eine Spannung, einen Schwung, der die fachkundig und gewissenhaft
erzeugten Weine nie schwer oder wuchtig wirken läßt trotz aller
Konzentration und Kraft, ihnen eine überlegene Ausgewogenheit gibt. Dies
ist ein wunderbarer, kompletter Vosne, fest und köstlich aromatisch
zugleich (Veilchen, Kirsche, würzige Noten, Leder), überlegen in der
Spannung, vornehm und unaufdringlich. Ein anderes Terroir wie der
superköstliche Chambolle, den man früher attackieren kann, einfach
ein großer Vosne.
Chambolle-Musigny Premier Cru "Combe d'Orveau" Vieilles Vignes, A.C.
Pinot
Noir; Rebalter: 80 Jahre+; Boden: Kalkstein, feines Geröll und Lehm an der
Oberfläche (ursprünglich als Musigny Grand Cru eingestuft!); Ausbau
in 40% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach
7-10 Jahren (bis 15 Jahre+).
Die Katastereinträge belegen, daß diese Lage
jahrhundertelang als Musigny eingestuft war, allein das Desinteresse der
Eigentümer in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts an einer
Grand-Cru-Einstufung verhinderte die Fortführung dieses Status.
Chambolle-Musigny Premier Cru "Les
Échanges" Vieilles Vignes, A.C.
2007/2008
Pinot Noir; Rebalter: 60 Jahre; Boden: Kalkstein, feines
Geröll und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 40% neuem Holz; weder
geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis 15
Jahre+).
2007: Benachbart zum 1er Cru
'Aux-Beaux Bruns', in 2007 kleinbeerige Trauben
[millérandés] (Perrot-Minot), das ist die eher
unbekannte Lage Les Échanges, im Alleinbesitz befindlich.
Christophe hat hier mit schließlich ca. 2000 erzeugten Flaschen
etwa 40% der Ernte realisiert. Die Maßgaben Christophes für
den Ankauf sind strikt: nicht nur der Erntezeitpunkt wird von ihm festgesetzt
und die Ernte von seiner Equipe durchgeführt, er hat auch während der
gesamten Saison das Recht, jederzeit im Weinberg zu intervenieren, falls er das
für notwendiig erachtet.. Aber: Die hier vom Besitzer geleistete
Weinbergsarbeit ist gut, was man bereits am Zustand der alten Reben
sieht, so Christophe. Und so entstand hier ein köstlicher
Chambolle 1er Cru, der bei uns endlich die Rarheit des Combe d'Orveau
etwas ergänzt und dabei nicht sonderlich hinter diesem
zurücksteht. Dr. Lavallle hatte 1855 recht, als er in dem
Standardwerk des 19. Jahrhunderts über Burgund notierte,, daß
Chambolle die delikatesten Weine der Côte de Nuits liefere..
Dieser 'Échanges' , zu Hause nachverkostet, bestätigt das
wieder einmal. Ein superber Chambolle 1er Cru!
2008: Wie so oft in 2008
kleinbeerige Trauben hier deshalb spricht Aubert de Vilaine
(DRC) davon, daß alles in 2008 bereit war für ein
großes Jahr, denn die während der langgezogenen Blütezeit
entstandene Millerandange (Kleinbeerigkeit) ist die Garantie für
ein gutes Verhältnis von Fest- und Flüssigstoffen. Christophes
Maßgaben für diesen Weinberg, dessen Besitzer er nicht ist, sind
strikt. Er hat sich während der Saison ausbedungen, jede ihm notwendig
erscheinende Maßnahme tun zu können, er setzt den Erntezeitpunkt
fest und führt die Ernte mit seiner Mannschaft durch. Doch hat selbst er
wenig an der bisherigen Führung des Weinbergs zu kritisieren, es
ist altes, aus sélection massale hervorgegangenes Rebgut, weder
Herbizide noch Dünger verwendet, der Boden gepflügt. Der
Échanges erreicht nicht die Tiefe des Geschmacks des Combe
d'Orveau (der heute auch als Musigny firmieren könnte, die
Einstufung hierfür war in den 30er Jahren vorgesehen!), doch er zeigt die
ganz eigene Seidigkeit und Finesse der Appellation Chambolle, die
Noblesse, die allein gesunde und vollkommen reife Trauben mit sich bringen, die
aromatische Konzentration (Johannisbeeren, Brombeeren), die neben der Frische
des Geschmacks ein wenig das Markenzeichen des Jahres ist. Ein herrlicher
Chambolle 1er Cru, dessen alleiniger 'Fehler' es ist, wenig bekannt zu
sein. Ausgebaut wie alle 1er Crus Christophes in 40% neuem Holz (der
Rest in 1-2 Jahre alten Fässern). Ab 2013/14 z.B. zu einem gebratenen
Fasan
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2007 |
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2008 |
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2008, 6er Kiste
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| Stephen Tanzer, The International Wine Cellar
03/2009 , 89-91/100 über den 2008er Chambolle-Musigny 1er Cru
Les Échanges Christophe Perrot-Minots |
| "Good deep ruby-red. Complex, musky aromas of dark
raspberry, minerals and roast coffee. Sweeter and more open-knit than the
Champs-Perdrix, with open-knit red fruit flavors framed by bright acidity.
Finishes juicy and long, with sweet tannins and a firm spine of
acidity." |
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Nuits St. Georges Premier Cru "La Richemone" Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir;
Rebalter: 25 Jahre (1/4), 45 Jahre (1/4), 60 Jahre (1/4), 80 Jahre (1/4);
Boden: Kalkstein, Kies, etwas Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 40% neuem
Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis
15 Jahre+).
Ein faszinierender Wein von der Nordseite der Appellation Nuits St.
Georges, der die Samtigkeit Vosnes mit der Struktur von Nuits verbindet.
Das Problem bei Burgund sind die Etiketten und die klangvollen Namen,
die unerfahrene Weintrinker immer wieder in die Irre laufen lassen. Aber in
Burgund muß man sich reinarbeiten, seine Hausaufgaben machen und vor
allem vor Ort unbefangen verkosten. Dann begegnen einem Weine wie dieser
Richemone aus 25-80 Jahre alten Reben (Ertrag 19 hl/ha), der alle
Träume von einem großen Nuits St. Georges realisiert. Richemone ist
ein 1er Cru von der Nordseite der Appellation, an die sich Vosne
anschließt. Seine Komplettheit in Sachen aromatischer Noblesse,
Konzentration und Spannkraft wird nach unserem Dafürhalten nur von den
allergrößten Exemplaren des 1er Crus 'Les Saint-Georges' erreicht.
Für Michel Bettane das Summum der Appellation und wenn man uns vor
die Alternative stellt (ohne nach dem Preis zu entscheiden), ob wir diesen Wein
oder 80% der in Vosne erzeugten Grand Crus wählen sollten, so brauchen wir
nicht lange nachzudenken.Christophes' 'Richemone' (von der übernommenen
Pernin-Rossin Domäne) ist ein Wein, der keinen Verkoster unbeeindruckt
läßt. Kraftvoll, saftig und dicht im Stoff zugleich, ist er
tatsächlich von einer "königlichen Konsistenz des Ausdrucks"
(Jacky Rigaux).
Vosne-Romanée Premier Cru "Les
Beaux-Monts" Vieilles Vignes
Pinot Noir;
Rebalter: 50 Jahre; Boden: Kalkstein, Mergel und Lehm an der Oberfläche;
Ausbau in 45% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt:
nach 8-10 Jahren (bis 15 Jahre+).
Chapelle-Chambertin Grand Cru, A.C., 2008
Pinot Noir; Rebalter: 50-55 Jahre; Boden:
Kalkstein, Mergel und Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz;
weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis 15
Jahre+).
2007:Die Domäne Damoy,
über die nach unseren Erkundigungen Michel
Bettane zurecht schreibt, daß die Vitikultur und die
Disziplin der Auslese hier schon immer beispielhaft gewesen sind,
liefert die aus 50-55 Jahrre alten Reben stammenden Trauben.
Chapelle-Chambertin, direkt unterhalb des Chambertin Clos de
Bèze gelegen, ist in Gevrey zusammen mit dem Griotte-
Chambertin der Alien Gevreys, der auf Chambolle verweist,,
die exquisite Finesse (Jacky
Rigaux) eines großen Chapelle ist noch für den
Unerfahrensten evident. Die unmittellbarr fühlbare Harrmonie speist die
Emotion, die sich aus dem Genuß dieses Weines ergibt. Und die etwas
geringere Dichte ggü. dem Richemone macht gleich den Blick frei auf
einen der sinnlichsten Weine Burgunds (Jacky Rigaux). Der Grad der Verfeinerung und der
Komplexität erreicht jene Stufe, die vielleicht nicht für die
unbedingten Liebhaber von Power, aber für alle anderen das
höchstmögliche Niveau Burgunds bzw. Frankreichs ankündigt. Die
Grand Crus Gevreys bilden einen der größten Erfolge im Jahr
2007, die Nachsaison Christophe erntete zuletzt in den
Grand Crus, Mitte September erlaubte den Grand-Cru Parzellen unter dem
Einfluß der Combe Lavaux ausgezeichnete Maturität. Der Ruhm
dieser Lage kann mit Weinen wie diesem Chapelle Christophes nur weiter
wachsen. Ca. 25.000 Flaschen überhaupt liefert der
Chapelle-Chambertin, aufgeteilt unter 12 Besitzer (Christophe
selbst erzeugte 1.152 Flaschen). Die 25.000 in Totalität aller Besitzer
des Chapelle-Chambertin erzeugten Flaschen entsprechen 1/12 der allein
auf Château Mouton-Rothschild erzeugten Menge.
2008:Chapelle-Chambertin kann
verdammt fein sein, wundert sich Allen
Meadows ein wenig angesichts des 2007er Exemplars
Christophes (91-93). Nun ja. Das ist die Art dieses Terroirs! Zusammen
mit dem Griotte das Grand Cru Terroir Gevreys der größten
Verfeinerung des Stoffes, einer hierduch bewirkten fast magischen
Attraktivität, zu bilden. 50-55 Jahre alte Reben hier und die Reben
befinden sich im historischen Teil der Lage.
Jean-Francois Bazin, Kenner Burgunds und nicht einfach nur Schreiber
über Burgund, notiert:Ein wenig reicher ist der Boden als im
benachbarten Griotte, die Exposition ist die gleiche. In der Nase ähnelt
der Chapelle einem Clos de Bèze, aber er besitzt nicht ganz dessen
Körper und dessen schlußendliche Größe. In den besten
Fällen von erstaunlicher Finesse, altert dieser Wein
hervorragend. Jacky Rigaux,
Kenner auch er, hält den Chapelle-Chambertin für einen der
sinnlichsten Weine Burgunds, für einen Wein
exquisiter Finesse.
Nun, sucht man in einem Wein eher Verführung, sinnliche Art, als
beeindruckende Imposanz, Überwältigendes, dann ist man mit einem
Chapelle superb aufgehoben. Und der Wein Christophes hat mehr
Statur als mancher hochgepriesene Chambolle. Das ist die
Gevrey-Seite der Herkunft. Etwas mehr als 1.000 Flaschen dieses Nektars
erzeugte Christophe, der coup de coeur von Bourgogne aujourd'hui ist ganz berechtigt.
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6er
Kiste |
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| Stephen Tanzer, The International Wine Cellar
03/2009 , 91-94/100 über den 2007er Chapelle-Chambertin
Christophe Perrot-Minots |
| "Bright red-ruby. High-pitched aromas of blackberry,
violet, minerals and spices. Delicate and lacy, with sharply delineated but
reticent dark fruit and mineral flavors. Penetrating, classy wine if youthfully
closed today. Stands out in this line-up for its finesse and refinement."
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| Allen Meadows, Burghound Issue 33, Januar 2009
, 91-93/100 über den 2007er Chapelle-Chambertin Christophe
Perrot-Minots |
| "A subtle hint of wood combines with bright and very
pretty yet youthfully unevolved red berry fruit and underbrush hints that
precede supple, elegant, refined and round medium full flavors that display a
discreet mineral streak on the surprisingly refined and focused finish that
oozes class and sophistication. Chapelle can be quite fine in certain hands,
especially when its from Chapelle proper as this lovely example
is." |
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| Neal Martin, erobertparker.com,
92-94/100 über den 2007er Chapelle-Chambertin Christophe
Perrot-Minots |
| "Tasted at the Domaine. This has a very pure nose, not
a million miles away from the Mazis-Chambertin, but with more apricot and
tangerine scents on the nose. Very attractive but slightly less minerally than
the Mazis. The palate is very supple with good acidity, great balanced and
focus, pure blackberries, a touch of dried orange peel, apricot, and red
cherries. Gentle grip towards the finish. Excellent. Drink 2010-2025+ Tasted
November 2008." |
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| Stephen Tanzer, The International Wine Cellar
03/2010 , 90-93/100 über den 2008er Chapelle-Chambertin
Christophe Perrot-Minots |
| "Good deep red-ruby. Musky aromas of redcurrant, dark
cherry, smoke and animal fur, lifted by a hint of peony. Juicy, tight and
imploded, with its serious density and underlying personality hidden today. But
this wine's lovely harmonious acidity and definition, in conjunction with its
ripe tannins, suggest it will blossom beautifully with seven or eight years of
cellaring." |
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| Allen Meadows, Burghound Issue 37, Januar 2010
, 91-94/100 über den 2008er Chapelle-Chambertin Christophe
Perrot-Minots |
| "A more elegant and airier nose of lightly spiced
purple fruit that displays hints of briar and crushed herbs merges into rich,
full and beautifully delineated big-bodied flavors where there is an overt
minerality on the tension-filled, pure and driving finish that possesses
excellent length. I very much like the delivery here as there is a real sense
of harmony of expression. |
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Mazoyères-Chambertin Grand Cru Vieilles
Vignes, A.C.
Pinot Noir; Rebalter: ~75 Jahre; Boden: Kalkstein, auch
Kies und Steine; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert;
Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).
2008: 1,38 ha groß ist die
Parzelle Christophes im Mazoyères. Sie ist situiert im
oberen, zur Route des Grands Crus gewandten Nahe Morey gelegenen Teils
der Appellation, von der über die Hälfte sowohl als
Charmes-Chambertin als auch als Mazoyères verkauft werden
kann. Die Erlaubnis, dies zu tun, verstößt ganz unburgundisch und
kommerziell begründet (Charmes läßt sich besser
verkaufen als Mazoyères, was mancher gar nicht erst aussprechen
kann...) gegen die Unterschiedlichkeit der Lagen. Denn Mazoyères
ist ein klar anderes Terroir als Charmes-Chambertin (was nicht
heißt, es gäbe keine grandiosen Charmes), basiert weitgehend
auf dickem Kies als Oberboden, besitzt ein anderes Mikroklima, bringt anders
strukturierte Weine hervor. Insofern ist Christophes Weigerung, seinen
Mazoyères als Charmes vorzulegen, konsequent der
Philosophie des Terroirs verpflichtet.
Je mehr man am Hang aufsteigt [die Ebene wird gebildet durch
die RN74, der Verf.], um so mehr drängt sich die Finesse auf, um so mehr
gewinnen die Weine an Festigkeit...selbst wenn er sehr tanninreich ist
gemäß dem Jahrgang, ist dies ein Cru, der sehr elegant bleibt mit
schöner Rundheit des Geschmacks. Mit Lagerung gewinnt er an
Intensität und an Länge des Geschmacks, schreibt den Kern
der Dinge treffend beschreibend Jacky
Rigaux. Der Bau des Mazoyères, seine Komplexität,
sind berückend. Stets herrschen die Noten dunkelbeeriger Pinotfrucht vor
in diesem Wein von wirklich rarer nobler Festigkeit. Ein Grand Cru zeigt seinen
Rang von Beginn an und die Appellationsstufen sind sehr klar deutlich in
2008 und dieser Mazoyères erklärt in all
seinen Fasern, daß er ein kompletter Wein. Sicher in China nicht so
bekannt wie Lafite-Rothschild (das größte Flaschenkontingent
von Lafite geht mittlerweile ins Reich der Mitte) und sicher bei weitem nicht
so hoch bepreist. Aber das ist dann eine andere Diskussion. Der
Mazoyères Christophes jedenfalls ist ein Wein unbestreitbarer
Autorität des Geschmacks da wiederhole ich mich gerne - , der sich
ins Gedächtnis brennt. Ab 2015.
| Stephen Tanzer, The International Wine Cellar
03/2010 , 93-95/100 über den 2008er Mazoyères-Chambertin
Christophe Perrot-Minots |
| "Dark red-ruby. Deep aromas of black raspberry, animal
fur and game; this smells powerful! Then sweet, silky and very ripe, with
terrific grip and verve-not to mention peppery lift-to the black raspberry and
spice flavors. This very complex but youthfully reticent wine build inexorably
on the back end, ultimately showing explosive fruit on the finish. Perrot-Minot
picked until October 7, noting that the top sites in Gevrey-Chambertin came in
at the end. |
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| Allen Meadows, Burghound Issue 37, Januar 2010
, 92-94/100 über den 2008er Mazoyères-Chambertin
Christophe Perrot-Minots |
| "A discreet application of wood allows the less elegant
but more complex nose ripe dark berry and black raspberry fruit aromas that
also possess plenty of Gevrey character merge into rich, full and very generous
sweet and textured medium full-bodied flavors that deliver plenty of punch and
outstanding length. While presently very approachable, there is a firmer core
of buried tannins supporting the tautly muscular mid-palate that will probably
cause this to close up once in bottle. |
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Clos Vougeot Grand Cru
Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ~55 Jahre; Boden:
Kalkstein, auch Kies und Steine; aus einer Parzelle benachbart zur Parzelle
Maupertui im oberen Drittel ; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt
noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).
2003:Auch dieser Wein, der aus einer Reblage benachbart zur
berühmten Parzelle Montpertuis in der Nähe des Château aus der
obersten Partie (der Legende nach wurde der Ertrag dieser Reben den
Päpsten und Königen vorbehalten) stammt, vereint alle
Größe dieses Terroirs. Insgesamt wurden 640 Flaschen dieses Weines
erzeugt, der Ertrag liegt bei 12 hl/ha (1/4 bis 1/5 der durchschnittlichen
Erntemenge der größten Bordeaux-Châteaux bei geringerer
Pflanzdichte), das Rebalter beträgt ca. 55 Jahre. Nachverkostet in
Grafschaft, beweist der Wein, warum das Terrain von Clos Vougeot nicht nur
einst von den Mönchen besondere Wertschätzung erfuhr, sondern auch
als Tête de Cuvée gleichrangig zu Romanée-Conti, den beiden
Chambertins, Richebourg, Clos de Tart, Musigny, Romanée St. Vivant, La
Tâche und den besten Cortons im 19. Jahrhundert eingestuft wurde. Die
Tatsache, daß sich noch immer zu viele Besitzer einer Clos
Vougeot-Parzelle auf diesem Image ausruhen, ändert nichts an der
Größe des Terroirs. Ist dies der Clos Vougeot des Jahres?
Mazis-Chambertin
Grand Cru Vieilles Vignes, A.C., 2008
Pinot Noir; Rebalter: ~50
Jahre; Boden: Kalkstein, auch Kies und Steine; aus einer Parzelle benachbart
zur Parzelle Maupertui im oberen Drittel ; Ausbau in 50% neuem Holz; weder
geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).
2008: Von
Mazis-Bas, uralten Reben, sehr kleinbeerigen Trauben. Der Mazis
muß allein einem (großen) Chambertin und Clos de
Bèze den Vortritt lassen, kann dabei in Intensität gar beide
überragen: Kräftig, voll und opulent, ein Mazis versteht es,
aufzutrumpfen. Er kann seinem Nachbarn Clos de Bèze mit vollem Recht
direkt in die Augen zu sehen (Jean-Francois
Bazin). Ja! Erst seit 2007 erzeugt Christophe den
Mazis und der 2008er ist großartig. Die Energie und
Komplexität der Aromen machen ihn zu einem Erlebnis, enormer
Trockenextrakt hier. Ganze zwei Fässer des Mazis bei Christophe
(er zahlt für drei Fässer, um alle Freiheit im Weinberg zu
haben), aber die seltsame Angewohnheit mancher Zeitgenossen, etwas Rares per
se für besonders interessant zu befinden, hat mich nicht dazu
gebracht, den Wein ins Angebot aufzunehmen. Allein die sehr deutliche
Fühlbarkeit, daß es sich um einen großen Wein handelt. Und er
sollte problemlos zwei Dekaden und länger prachtvoll reifen.
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2008 |
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| Stephen Tanzer, The International Wine Cellar
03/2010 , 92-95/100 über den 2008er Mazis-Chambertin
Christophe Perrot-Minots |
| "Good deep red. The wild nose certainly caught my
attention, offering Cote-Rotie-like notes of violet pastille, smoked meat, mint
and pepper and a powerful impression of sweetness. Then creamy and sweet in the
mouth, but with a powerful sappiness to the flavors of blackberry, violet and
pepper. This doesn't show quite the thrust of a few of these 2008 examples but
it offers a wonderfully silky texture for the vintage and finishes with sweet
tannins. A beautiful showing, and different in texture and style from most of
these 2008s. Perrot-Minot indicated that he'd probably bottle most of his wines
in January, and this one seems almost finished today. |
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Chambertin Grand Cru
Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 50 Jahre; Boden:
untergründiger Kalkstein, weißer Mergel, Lehm und Kies an der
Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert;
Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).
2004: Aus Trauben der Domaine Rossignol-Trapet. Nicht verkostet,
da nur ein einziges Faß (300 Flaschen). Aber hier kann man die Ausnahme
von der Regel machen, da die Erfahrung mit den Chambertins Christophes seit
1999 und Christophes Erklärungen mir ausreichen. Für Denis Mortet
z.B. und viele andere sind die Chambertins der Clos de Bèze darf
als Chambertin verkauft werden, umgekehrt nicht die komplettesten Weine
Burgunds. Dies ist ein majestätischer Wein:Er konstituiert im
höchsten Maße alle Qualitäten, die einen Wein perfekt machen,
Körper, Farbe, Bukett, Finesse. (Jules Lavalle,1855) Noch heute
- wie stets nur bei den besten Adressen - gilt dies.
| Zweithöchste Bewertung Appellation
Chambertin Revue du vin de france 6/01 - vor Leroy und Trapet über den
2000er |
| "Ein Festival von Aromen (Rauchnoten, Gewürze,
Lakritze und dunkle Früchte) umwickeln den weitläufigen Stoff, der
kräftig extrahiert ist, aber so ausgestattet ist, daß die Tannine
verkraftet werden können. Tannine, die unter der kolossalen Kraft des
Weines verschwinden. Das Ganze, perfekt ausgewogen, erlaubt es, die Zukunft in
Ruhe anzugehen." |
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| Stephen Tanzer, The International Wine
Cellar 4/2002, 91-94 über den 2000er |
| "Mittleres Rot. Heftige Aromen moschusartiger roter
Früchte sowie von Erde. Sehr dicht und süß im Geschmack aber
aktuell in sich verschlossen. Ziemlich mächtig, ja sogar streng, dennoch
stilvoll, mit Anklängen an Lakritze und Minze. Endet mit superb-feiner
Nachhaltigkeit." |
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| Allen Meadows, Burghound 5,1/02,
91-93 über den 2000er |
| "Extremely ripe, beautifully complex aromas of
roasted earth, chocolate and game with big, firm but not hard flavors and
tannins that are completely coated in pinot extract. The length here is first
rate and there is no question that this delivers grand cru size and weight.
This will take its time maturing." |
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Chambertin Clos de Bèze
Grand Cru Vieilles Vignes, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ca. 55
Jahre; Boden: untergründiger Kalkstein, weißer Mergel, Lehm und Kies
an der Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch
gefiltert; Höhepunkt: nach 10 Jahren (bis 20 Jahre+).
2004: Der markanteste Unterschied zum Chambertin ist,
daß der Clos de Bèze seine immense Delikatesse bereits sehr
früh offenbart, während dies beim Chambertin schon ein paar Jahre
braucht. Es gibt vermutlich kein anderes Terroir in Burgund, bei dem die
Verquickung von Rebe und Boden so sehr vorangeschritten ist Weine werden
hier nachweislich seit 621 gemacht. In Burgund nennt man solche Weine 'vins de
grande famille'. Glücklich ist, wer zumindest einmal einen Probeschluck
geniessen durfte, bei dem klar wird, was großer Wein ist, ein sinnliches
Vergnügen, das einen berührt.