Domaine Jean-Marie Fourrier, Gevrey-Chambertin - die Weine
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Der entscheidende Vorteil der viticulture artisanale - von der Familie Fourrier seit jeher praktiziert - ist der sorgsam gepflegte Weinberg (ausschließlich sélection massale)mit einem sehr hohen Durchschnittsalter der Reben (Rotweine) - die allerjüngsten Reben datieren hier von 1966, ansonsten sind alle Reben zwischen 50 und 100 Jahren alt.
| Die Weine | |
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Bourgogne blanc, A.C. ,
Chardonnay; Rebalter: < 10 Jahre; Boden: neuerworbene Parzelle
bei Chambolle-Musigny auf der 'falschen' Seite der RN74; Ausbau ohne neues
Holz; traditionelle Eiweiß-Schönung, keine Filtrierung;
Maturität: nach 2 Jahren
2006:Erstmals in 2004 erzeugt (ein Weißweinterroir auf der 'falschen Seite' der RN 74 bei Chambolle-Musigny nach Jean-Marie).. Öliger, fettiger, eichenholzbetonter Chardonnay, da gibt es eine schwindende Anhängerschaft für.. Aber das ist nicht das Konzept Jean-Maries. Ein génériique hat die Aufgabe, einen schönen, ausgewogenen, durstlöschenden, appetitanregenden Alltagswein guter Substanz abzugeben, bei dem man nicht merkt, wie schnell die Flasche geleert ist und Lust hat, eine weitere zu öffnen.. Viel zu viele Bourgogne, auch bekannterer Erzeuger, erfüllen diesen Anspruch nicht. Sehr moderat im Preis. Warum fiindet man so etwas dieser Art - einen ebenso guten, köstlichen wie preiswürdigen Burgunder - so selten auf den Weinkarten selbst ambitionierter deutscher Restaurants ?
Gevrey-Chambertin Vieilles Vignes,
A.C. ,
Pinot Noir; Rebalter: 75 Jahre; Boden: Kalkstein mit
höheren Kiesanteilen in der Tiefe; Ausbau in 20-25% neuem
Allier/Troncaisholz; traditionelle Eiweiß-Schönung, keine
Filtrierung; Maturität: nach 5-7 Jahren (bis 12 Jahre+).
2004:Nach jahrelangem Bohren endlich in 2004 eine akzeptable Menge unseres Lieblingsvillage bei Jean-Marie zu bekommen, ist schön. 75 Jahre alte Reben, ein Côte de Brochon-Terroir (Champs Perriers). Diese nördliche Seite von Gevrey liefert vielleicht die komplettesten Villages überhaupt der Côte d'Or. Ich ziehe diesen Village stets dem Gevrey 'Échezaux' Jean-Maries vor, er ist tiefer im Geschmack, kraftvoller, besitzt mehr Volumen und Länge, hat viel Fleisch, aber auch eine bezaubernde burgundische Delikatesse an sich, die die Kraft des Weines wünschenswert verfeinernd austariert. Problemlos entwickelt er sich ca. 10 Jahre lang, aber wer z.B. den 2000er jetzt trinkt, ist begeistert. Den 2004er stelle ich etwas über den 2000er, er ist rassiger.
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Gevrey-Chambertin 1er Cru 'Les
Champeaux', A.C., 2004
Pinot Noir; Rebalter: 85 Jahre; Boden:
terrassierter felsig-steiniger Grund, Untergrund Kalkstein; Ausbau in 20-25%
neuem Allier/Troncaisholz; weder geschönt noch gefiltert; Reife: nach 7-9
Jahren (bis 15 Jahre+).
Champeaux ist ein großes Terroir Gevreys, ebenfalls Côte Brochon, der Kalksteinsockel dringt hier fast bis zur Oberfläche, die Reben verschwinden sehr schnell in den Verästelungen des Kalksteins. Der dünne Oberboden ist sehr kieselreich. Am nördlichen Hang stellt sich der Champeaux als natürlicher Rivale des Chambertin auf, notiert Jacky Rigaux und Denis Mortets und Jean-Marie Fourriers Exemplare würden sich sicher prachtvoll plazieren in einer Blindverkostung von Grand Crus aus Gevrey. 80 Jahre alte Reben hier. Es ist schade, daß dieses mineralische Terroir in Deutschland unterbewertet oder unbekannt ist, denn die Dichte, die Definition und der Schwung dieses Weines sind bemerkenswert. Ein wirklich prächtiger Wein befindet auch Meadows und das steht außer Zweifel.
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Gevrey-Chambertin 1er Cru 'Combe aux
Moines'
Pinot Noir; Rebalter: 77 Jahre; Boden: terrassierter
felsig-steiniger Grund, Untergrund Kalkstein; Ausbau in 20-25% neuem
Allier/Troncaisholz; weder geschönt noch gefiltert; Reife: nach 7-9 Jahren
(bis 15 Jahre+).
2004: "Die erste Appellation Gevreys, die fähig ist, einen Liebhaber Bordeaux' zu Burgund konvertieren zu lassen, meint Fourrier zum Combe aux Moines. Die 1928 gepflanzten Reben ergeben hier stets einen aufgrund seiner Rondeur, seiner mundfüllenden Art, unmittelbar einnehmenden Wein, der sehr dicht fließt. Brombeere, Kirsche, Cassis, Blaubeere ein Strauß von Früchten in den Aromen des jungen Weines, die sich im Alter zu animalischen und Pflaumennoten erweitern. Auch verführerisch an Gewürznelke erinnernd. Lebendig, intensiv und langanhaltend im Geschmack wie der Champeaux, vielleicht etwas süßer als dieser vom Faß. Ein herrlicher Gevrey 1er Cru.
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Gevrey-Chambertin 1er Cru 'Clos
St. Jacques'
Pinot Noir; Rebalter: 95 Jahre; Boden:
weißer Mergel; Ausbau in 20-25% neuem Allier/Troncaisholz; weder
geschönt noch gefiltert; Reife: nach 8-10 Jahren (bis 20 Jahre+).
95 Jahre alte Reben hier. Nur der royalistische Starrsinn des seinerzeitigen Eigentümers, des Conte de Moucheron, der seinen Clos St. Jacques (Monopol bis 1954) 'St. Jacques Chambertin' nannte, verhinderte dessen Einstufung als Grand Cru. Lavalle plaziert die Lage 1855 direkt hinter Clos de Bèze und Chambertin. Bewundernswert direkt nach Süden ausgerichtet, erzeugt diese Lage einen dem Chambertin vergleichbaren Wein, der jedoch etwas leichter und etwas feiner ist, schrieb Camille Rodier. Heute teilen sich nur 5 Besitzer den Clos mit der extrem positiven Eigenart, daß die Parzellen durchgängig von unten nach oben verlaufen, also ein getreues Spiegelbild des Terroirs sind. Unbestreitbar eines der größten Terroirs in Gevrey. Verglichen mit dem Champeaux und dem Combe aux Moines ist seine Textur noch feiner, seine Struktur gleichzeitig affirmierter und besser verpackt, seine Komplexität größer. Das ist der Unterschied der Terroirs!
Griottes-Chambertin Grand Cru
Pinot Noir; Rebalter: 77 Jahre+; Boden: Boden: Kreide auf
Kies-Felsgestein; Ausbau in 20-25% neuem Allier/Troncaisholz; traditionelle
Eiweiß-Schönung, keine Filtrierung; Maturität: nach 8-10 Jahren
(bis 20 Jahre+).
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