Denis Mortet, Gevrey-Chambertin - Die Weine
| Neal Martin, Wine-Journal,
erobertparker.com , 2010 |
| "Der
selbstsichere
Arnaud Mortet macht große Dinge auf der Domäne Denis Mortet
seit dem verfrühten Tod seines Vaters. Er verwendet generell weniger Holz
(25-50% mit Ausnahme der Grand Crus) und extrahiert weniger.
Sehr strenge Auslese hat in 2008 wunderbare Weine
erzeugt."
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| Michel Bettane/Thierry Desseauve, Le
Grand Guide des Vins de France 2010 |
| "Bereits in den letzten Jahren hatten sich die zu
Anfang der 90er Jahre etwas gestützten Tannine beachtlich verfeinert und
Arnaud Mortet, der die Nachfolge seines Vaters 2006 angetreten hat. ist fest
entschlossen in genau dieser Richtung weiterzugehen. Das Jahr 2007 hat hier
wunderbar aromatische Weine ergeben, die - dank des Talents, das Arnaud Mortet
bei der Vinifizierung zeigt - von einer seltenen formellen Perfektion sind."
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| Allen Meadows, Burghound Issue 33,
2009 |
| "Der junge Arnaud Mortet hat in Burgund bereits einen Namen
für die Qualität seiner Weinbergsarbeit gewonnen und Winzer für
Winzer sprach bewundernd darüber, wie Arnaud die Arbeit seines Vaters
fortgesetzt hat. Ich sollte hinzufügen, daß Kollegen-Komplimente
unter Winzern, wenn es um Weinbergsarbeit geht, sparsam verwendet werden, aber
die beiden Domänen die für gewöhnlich bei diesem Thema genannt
werden , sind Mortet und
Groffier."
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Arnaud Mortet bei der Verkostung der 2008er Weine (November 2009) |
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2004
| Michel Bettane/Thierry Desseauve, Le
Grand Guide des Vins de France 2008 |
| "Gestehen wir unsere Schwäche für die
wundervollen 2004er Weine hier,
unübertroffen in Gevrey-Chambertin!" |
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| Gault Millau Vin 2007, Meilleurs vins de
france - Einstufung der Domaine Mortet als außergewöhnlicher
Erzeuger |
| "Wenn die 2004er hier in der Linie der bis jetzt vollbrachten
Arbeit liegen, also reich, fett, farbtief, voller Charme, ja Sinnlichkeit sind,
so besitzt dieser Jahrgang ein weiteres Plus: eine Spur mehr Frische, eine
größere Finesse, eine Spur verspielte Art. Wir wünschen
Laurence und Arnaud, diese schöne Arbeit mit Mut weiterzuführen."
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Bourgogne blanc, A.C.,
Chardonnay;
Rebalter: 20 Jahre; Boden: Kalkstein mit Lehm und Kiesel an der
Oberfläche; Ausbau in 1-2 Jahre alten Fässern; geschönt nicht
gefiltert; trinken: 2006- 2012.
2006: Arnaud hatte hier bereits Änderungen im Jahr 2005
vorrgenommen, indem er den Anteill neuen Holzes auf 0% herunterfuhr (die
Angabe bei Meadows im letzten Jahr ist
falsch) und die Ausbauzeiitt reduzierte. In 2006 stoppte er die
malolaktische Gärung (macht einen Wein schlußendlich runder,
fülliger), um angesichts der sehr reifen Trauben Frische und Fiinesse zu
bewahren. Eine glänzende Idee! Arnaud hat Praktika u..a. auf der
Domaiine Leflaive in Pulliigny absolviert, nicht unbedingt die
schlechteste Stelle, um die Details der Weißweinbereitung zu lernen! Und
ölig-fettige, eichenholzbetonte Chardonnays zu machen,, stand dort nicht
auf dem Programm. «Dies war stets ein ungewöhnlich gutes Exemplar
seiner Art», schrieb letztes Jahr Allen Meadows, nun und hier bin ich einverstanden.
Bourgogne rouge
"Cuvée de Noble Souche", A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 30
Jahre; Boden: Kalkstein, Kies u. Lehm an der Oberfläche; Ausbau in 50%
neuer Troncaiseiche; weder geschönt noch gefiltert; trinkfertig.
2006:Der 2005er Bourgogne
rouge hier hatte jedes Wort des Lobes verdient, das in der damaligen
Subskription fiel.. Schlicht das kompletteste - zumindest eines der
allerkomplettesten - Exemplare seiner Art! Der 2006er Bourgogne nun
wiederholt die Anlagen des 2005er Exemplars mit etwas weniger kompaktem
Reichtum, aber mit mehr unmittelbarer Finesse. Ein superlatives Exemplar seiner
Stufe, bewundernswert in seiner Köstlichkeit. Arnauds Bourgogne
enthält zu 20% deklassierten Gevrey.
Marsannay "Longeroies" A.C.,
Pinot Noir;
Rebalter: ca. 50 Jahre; Boden: Kalkstein tiefgründig, Lehm und Kiesel an
der Oberfläche; Ausbau in 100% neuem Holz; weder geschönt noch
gefiltert; Höhepunkt: n. 4-6 Jahren (-10 Jahre).
«In welchem Jahr auch immer», schreibt Bourgogne
aujourd'hui zutreffend, «erzeugt Denis Mortet hier eine
fabelhafte Cuvée. Reich, samtig, seidig, lang, auf einem Fundament gut
eingewobener Tannine. Ein großer Marsannay, ein großer einfacher
Marsannay.» (Höchstbewertung) Unsere Behauptung steht, daß
sich die allermeisten Gevrey- Villages und diverse 1er Crus nicht
auf diesem Level befinden und merken schlußendlich an, daß die
Textur hier sich weiter im Laufe der Jahre verfeinert hat und die Tiefe des
Geschmacks die geläufige und überholte Vorstellung von einem
Marsannay bei weitem übersteigt. Ein großer Erfolg.
Fixin rouge,
Pinot Noir; Rebalter: 55 Jahre; Boden: Kalkstein tiefgründig,
Lehm und Kiesel an der Oberfläche; Ausbau in 100% neuem Holz; weder
geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: n. 4-6 Jahren (-10 Jahre).
2004: Eine Neuerwerbung Denis' aus der
Lage Champ Pennebaut. Wir tranken einen Fixin 1er Cru 'Clos de
la Perrière' 2000 im November, ein ordentlicher Wein, der aber die
Spannung nicht hielt, sich zunehmend monolithischer im Ausdruck darstellte und
strenggenommen deklassiert werden müßte, da ihm die Aromatik,
Sinnlichkeit und das Raffinement fehlte, die ein 1er Cru haben sollte. Bei
einer wirklich erstklassigen Domäne werden diese für einen
exzellenten Burgunder unumgänglichen Eigenschaften sogar auf Village-Level
wie bei diesem Fixin aus alten Reben (55 Jahre) sichergestellt. The producer is
paramount, wie Coates seinerzeit korrekt anmerkte. Wer das beherzigt,
kann sich viele teure Umwege sparen! Exzellenter Fixin ohne eine Spur
Rustikalität, der die Höchstbewertung der RvF verdient hat.
Leider nur in kleiner Menge verfügbar.
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Gevrey-Chambertin, A.C.,
Pinot Noir;
Rebalter: 50 Jahre+; Boden: Kalkstein tiefgründig, Lehm und Kiesel an der
Oberfläche; Ausbau in 50% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert;
Höhepunkt: n. 5-7 Jahren (-15 Jahre+).
2007: In den Jahren 2004 und 2005
war noch unter der Regie Denis' eine Gesamtcuvée
Gevrey-Chambertin 'Mes cinq terroirs' erzeugt worden. Die Idee
war, durch eine Assemblage dem dann einzig verbliebenen 'Cinq terroirs'
die größtmögliche Komplexität zu geben.
Arnaud hat ab 2007 die Gevrey-Lagen
in drei Cuvées unterteilt, die mit der 'Cinq
terroirs-Cuvée' gegebene Idee praktisch modifiziert: es
werden nun der Gevrey-Chambertin, der Gevrey-Chambertin Vieilles
Vignes sowie der Gevrey-Chambertin 'En Champs' erzeugt. Diese
Dreiteilung wird und sollte nach meinem Dafürhalten jetzt fortgeführt
werden. Die erste Cuvée, die im wesentlichen die Trauben des
früheren normalen Gevrey-Chambertin, der Parzelle Au
Vellé sowie eines Großteils der Parzelle En Motrot
(Favorit Denis' aufgrund von dessen Finesse) umfaßt -
Durchschnittsrebalter bei über 50 Jahren - zeigt eine bewundernswerte
Fülle und Dichte des Geschmacks sowie die aromatische Köstlichkeit,
zu der man im Jahr 2007 gelangen konnte, wenn man seinen Weinberg streng
geführt hatte und die Auslese allein optimal reife Trauben
übrigließ. Reduzierung des Anteils neuen Eichenholzes und quasi
"Null-Extraktion" ("Ich verzichte hier auf jede pigeage", so Arnaud)
hat hier aufgrund der erreichten größeren Purheit eine
schöne Zugänglichkeit auch bereits in der Jugend geschaffen.
Michel Bettane hatte den
2006er Gevrey-Chambertin Arnaud Mortets als "komplett"
beschrieben, der 2007er ist bei Beibehaltung der Konstitution noch
etwas purer, mineralischer und präziser im Ausdruck. Er ist ein Ausweis
der Sciherheit des Stils, zu der Arnaud gefunden hat. Es kann für
mich übrigens keine Kritik sein, sondern ein Lob, wenn die
RvF den Villages Arnauds
"Verführungskraft" attestiert.
Wer einmal einen gereiften Gevrey-Chambertin Mortets
getrunken hat, wie der mir noch immer erinnerliche 1996er nach 10
Jahren, der allein weiß, wohin die außergewöhnliche Reife der
Frucht, die das Markenzeichen dieser Domäne viel eher als alles andere
ist, einen nominellen Village Mortets führen kann. Noch immer
könnte eine Großzahl an Erzeugern von Gevrey Grand Crus stolz
sein, wenn sie diese ihre Weine auf ein solches Level bringen könnten.
Es ist fast unmöglich, ein solches Ausmaß an Gegenwert wie bei
den Weinen dieser Domäne bei irgendeinem anderen Erzeuger zu
erhalten.
| Neal Martin, Wine-Journal, erobertparker.com ,
2009 über den 2007er Gevrey-Chambertin Arnaud Mortets
(90-92) |
| "Tasted at the Domaine...It has a lovely, perfumed nose with
redcurrant, strawberry, red cherries and a touch of peony. With aeration, there
is a very faint whiff of seaweed but just fleeting. The palate has very
fine tannins, quite compact and showing good density for a Village Cru, no
doubt due to the respectable vine age. Nice sense of minerality on the
mid-palate whilst the finish has a tinny accent. Very fine. Drink 2010-2018.
Tasted January 2009.". |
| Michel Bettane/Thierry Desseauve, Le Grand
Guide des vins de France 2009 über den 2006er
Gevrey-Chambertin Arnaud Mortets |
| "Ein kompletter Wein, bemerkenswert in seiner Harmonie
und Länge. Und würdig der Berühmtheit der Domäne." |
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Gevrey-Chambertin 1er Cru, A.C.,
2004
Rebalter: ~ 65 Jahre; Boden: Kalkstein, Kies, Steine und Lehm;
100% neue Troncaiseiche; 8-10 J. (-25 J.) Eine Assemblage aus vier die Grand
Crus Gevreys umgebenden Premier Crus (Bel-Air, Champonnets, Petite Chapelle,
Cherbaudes), das Alter der Reben liegt bei ca. 65 Jahren.
2004
Die spannende Frage bei der Verkostung der 2004er war, wo die 1er Crus
im Vergleich zur neuen Ausnahmecuvée Gevrey-Chambertin stehen?
Diese Assemblage aus verschiedensten kleinen Parzellen der 1er Cru-Lagen
(Cherbaudes, Champonnets, Bel-Air u. Petite Chapelle) rechtfertigt ihren
Status und Preis durch mehr Druck am Gaumen, mehr Volumen, mehr Distinktion und
etwas mehr Länge. Stilvoller, überaus eleganter und
verführerischer Wein. Unmißverständlich Gevrey im
Charakter!
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2004 |
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6er
Kiste |
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Gevrey-Chambertin 1er Cru "Les Champeaux", A.C.,
Rebalter: 70 Jahre; Boden: Kalkstein, Kies, Steine und Lehm; 100%
neues Holz; 8-10 J. (-25 J.)
Der grandiose 2004er Champeaux besitzt mehr Biß, mehr Verve
als die 1er Cru-Assemblage, in seiner räuchrig, fast ledrigen
Kirscharomatik besitzt er mehr mineralische Spannkraft, mehr Linearität.
Das ist das Terroir! Vielleicht auch etwas mehr Tiefe vorhanden. Ein Flagschiff
bei Denis, ein Flagschiff der Appellation, ein sehr großer Wein im
Entstehen!
Gevrey-Chambertin 1er Cru "Lavaux St.Jacques", A.C.,
Rebalter: 50-60 Jahre; Boden: Kalkstein, Kies, Steine und Lehm; 100%
neue Troncaiseiche;8-10 J. (-25J.)
2004: »Der Lavaux St. Jacques ist ein extrem komplexer,
manchmal geradezu verwirrender Wein, der die Zartheit eines La Romanée
(1er Cru in Gevrey, der Verf.) mit der Kraft eines Chambertin
verbindet», schreibt zurecht Jacky
Rigaux. (übrigens jemand, dessen Arbeiten man hierzulande
aufnehmen sollte, wenn man Burgund verstehen will, Punktelisten helfen da
wenig!) Denis' 2004er Lavaux ist reiner Samt, überaus reich
im Stoff, sehr präsent, lebendig und lang. Rivalisiert wie der
Champeaux mit den größten Weinen Burgunds. Wunderbar.
| Denis Mortet |
| "Der Lavaux St. Jacques ist in seiner Jugend stets
zurückhaltender als meine anderen Premier Crus. Sein Stoff ist von
exquiser Samtigkeit. Er ist konsistent und zeigt sich immer schlanker im
Ausdruck, sehr elegant, sehr nahe an dem, was man von einem Grand Cru
erwartet..." |
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| James Turnbull über Mortets Lavaux
St. Jacques |
| "Ein Meisterwerk an Eleganz und Finesse, die Aromen
sind von perfekter Definition, Konzentration und Ausgewogenheit sind
untadelig." (So ist es!) |
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Chambolle-Musigny 1er Cru "Aux Beaux Bruns", A.C.,
Rebalter: 20 Jahre; Boden: Kalkstein, Kies, Steine; 100% neues Holz;
8-10 J. (-20 Jahre)
2004:Die eigentliche Überraschung der Probe neben dem
großen Erfolg der neuen Village- Assemblage bot dieser
phänomenale mit Abstand der beste Chambolle bei ihm bis
dato! - Chambolle. »Mit dem Chambertin der Wein mit der
größten Finesse des Kellers», merkt Denis korrekt
an. Daß Denis in 2004 diesen Wein 'en vendanges entiers'
vinifiziert und großartig reüssiert hat, rief in anderen Kellern
Verblüffung hervor und wird den Respekt vor Denis bei seinen
Winzerkollegen mit Sicherheit weiter steigern...
Clos Vougeot Grand Cru, A.C.,
Rebalter: ~
35 Jahre; Boden: Kalkstein, Kies, Steine und Lehm; 100% neues Holz; weder
geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 8-10 Jahren (bis -15
Jahre+)