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Domaine René Bouvier (Bernard Bouvier), Gevrey-Chambertin - die Weine


Bernard Bouvier




















 Die Weine

Zu entdeckender Wein:
'Gevrey-Chambertin 'Racines du temps' Très Vieilles Vignes. Bernard hat verschiedene Filetstücke von der Côte de Brochon, an der nach unserer Auffassung die großartigsten Villages der Côte d'Or heranwachsen können, Weine, die woanders als 1er Crus eingestuft würden, in dieser Cuvée zusammengefaßt. Daß z.B. der 2004er "pures Vergnügen" (Bourgogne aujourd'hui) darstellt, faßt die Größe, zu der der Pinot Noir fähig ist, zusammen.
 

 

Bourgogne rouge 'Montre Cul', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 40 Jahre+; Boden: tonhaltiger Kalkstein von sandigem Gelb, mittlere, südlich ausgerichtete Hanglage; Ausbau während 12 Monaten in 1-2 Jahre alten Holzfässern; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 2 Jahren (bis 6 Jahre+)

2004: 12.5° natürlicher Alkohol, ohne neues Holz ausgebaut. Stammt von einer recht steilen Hanglage der (ehemaligen) Côte Dijonnaise, die belegtermaßen seit altersher außerordentlich vinöse, feurige und langelebige Weine liefert. Bernards 2004er ist da keine Ausnahme mit seiner rassigen und mundfüllenden Art. Burgund beginnt mit einem Bourgogne und ein solcher von einem Spitzenerzeuger (nicht aus dem deutschen Supermarkt) ist heute fast immer spannender als ein Bordeaux und italienischer Wein auf ähnlichem Preislevel, jedenfalls, wenn man Nuanciertheit, Delikatesse und Frische der Frucht als Charakteristika eines guten Weines zu schätzen gelernt hat.


 

Côte de Nuits Villages, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 20-40 Jahre; Boden: tonhaltiger, kieselreicher Kalkstein, südöstliche Hanglage auf dem Brochonhügel neben Gevrey 1er Cru-Parzellen; Ausbau während 18 Monaten in 30% neuem Eichenholz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 3-4 Jahren (bis 10 Jahre+)

Bouvier hat sich seinen Namen nicht zuletzt mit seinem Côte de Nuits Villages gemacht. Auf den 2003er kann er zurecht ausnehmend stolz sein! Die Parzelle liegt direkt neben dem 1er Cru 'Clos de la Perrière' aus Fixin, es ist ein kühles und kieselreiches Terroir. Funkelnde tiefrote, fast schwarze Farbe, aus dem Glas springend mit Noten von Cassis und schwarzer Brombeere, schwungvoll, mit großer Energie besetzt, saftig, dicht und pointiert mit klarer Aussage. Charakterstark. Bouviers 2003er sind eben nicht einfach füllig, sie haben Rückgrat, Elan, Rasse und Länge. Der 2003er Côte de Nuits Villages ist ein sehr großer Erfolg innerhalb seiner Kategorie.



 

Marsannay 'Champs Salomon', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 50 Jahre+; Boden: tonhaltiger Kalkstein, mittlere, südöstlich ausgerichtete Hanglage; Ausbau in 30% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 4 Jahren (bis 10 Jahre+)

Marsannay vermag Weine von Rasse und Finesse hervorzubringen! Champs Salomon zählt zu den allerbesten Lagen in Marsannay. Ein ausgewogener und köstlicher Wein, dessen Tannine samtig sind und der eine schöne Spannung des Geschmacks (rote wie dunkle Früchte) ausweist. Leichte Lakritznoten verweisen auf die Reife des Materials. Dicht und frisch im Finale wie alle Weine Bouviers, in der Tat ein moderner Burgunder im besten Sinne des Wortes!

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu gebratenem rotem Fleisch mit Sauce
 

 

Marsannay 'En Ouzeloy', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 55 Jahre+; Boden: tonhaltiger Kalkstein, kieselhaltig, mittlere Hanglage; Ausbau in 30% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 4 Jahren (bis 10 Jahre+)

Bernards Marsannays 'En Ouzeloy' und 'Clos du Roy' sind in 2003 wahre Lektionen über die noch weitestgehend unentdeckte Güte dieser Appellation. Bouvier hat an der Entwicklung seiner eigenen Weine aus Mitte der 90er Jahre gelernt, daß ein zu viel an Extraktion den Weinen auch nach ein paar Jahren noch den Stempel in Form einer gewissen Gezerrtheit und mangelnder Harmonie aufdrückt. Beim 'En Ouzeloy' 2003 – bereits der 2001er wurde vom Verkostungskommittee von Bourgogne aujourd'hui als bester Marsanny überhaupt bewertet – hat Bernard alles richtig gemacht. Substanzreich, elanvoll, mit schönen dunklen Fruchtnoten besetzt, rassig und zugleich fein zeigt sich dieser Marsannay, dessen Frische erfreut - auch durch die natürlichen Umstände begünstigt, die Terroirs Marsannays zählen zu den kühleren und später reifenden an der Côte d'Or, in 2003 sicher kein Nachteil!


 

Marsannay 'Clos du Roy'
Pinot Noir; Rebalter: ~ 70 Jahre; Boden: tonhaltiger Kalkstein, sandig-leichter Obergrund, südöstliche Hanglage; Ausbau in 30% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 3-5 J. (bis 10 J.+).

2004: „Von altersher gehörte die Parzelle Clos du Roi der Krone und die hier erzeugten Weine hatten stets eine sehr hohe Reputation“, schreibt Jules Lavalle 1855. 13° natürlicher Alkohol hier. Wer den 2004er Weinen Dichte und Länge abspricht, mag bei der 2. und 3. Winzergarde recht haben, Bouviers Clos du Roy lehrt, daß mit entsprechender Anstrengung es eben doch möglich war, konzentriert-lange Weine zu erzeugen. Bernard hat perfekt verstanden, daß man angesichts der (noch) geringen Reputation Marsannays nur mit höchster Qualität überzeugen kann. Dies ist ein Wein auf 1er Cru-Level, lebte man im 19. Jh. würden auch auf Reputation fixierte Weinliebhaber hier sicher zugreifen...


 

Fixin 'Crais de Chêne', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ~ 50 Jahre; Boden: tonhaltiger Kalkstein, mit viel Kieseln, südöstliche Hanglage; Ausbau in 30% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 3-5 J. (bis 10 J.+).

2004:Eine mittlere Hanglage in Südost-Exposition mit viel Kieselanteil. Schon im März 2005 bei der ersten Verkostung der Weine Bernards stand dieser Fixin ganz oben auf der Wunschliste. Tiefes Rubinrot, Kirsch- und Cassisnoten in der Nase, eine Spur Rauchigkeit, der Stoff ist dicht, von schöner Süße, der Wein besitzt Tiefe und Tannine, die rund und voller Schwung sind. Erstaunlich lang. Ziemlich perfekter Fixin (19/20), kompletter als der 2003er! Die Höchstbewertungen von Bourgogne aujourd'hui und RvF sind korrekt.


 

Marsannay blanc 'Le Clos' (Monopole), A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ~ 60 Jahre; Boden: tonhaltiger Kalkstein, mit viel Kieseln, südöstliche Hanglage; Ausbau in 30% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 3-5 J. (bis 10 J.+).

2006: Ein 3 ha-Monopol der Domäne. Die Trauben sind hier von solch hoher Güte, daß ein Grégory Patriat schon seit längerem versucht, eine kleine Menge für sich abzuzweigen...High praise indeed! Vom charme fou, der interessanten Rasse dieses Weines habe ich schon früher berichtet. Weißen Burgundern aus erster Quelle gelingt in der Tat geradezu die Quadratur des Kreises, sie sind aromatisch sehr reich, aber nie füllig-breit, denn die besten Weiine sind dabei durch Mineralität (die stellt sich nur bei traditioneller Bodenbearbeitung, Ertragsbegrenzung und exzellenter Reife ein!) präzise defiiniert, so auch hier. Ein feiner Erfolg iin einem Jahr, in dem zu spät gerrntete Weiißweine (in 2006 mußte man früh, in 2007 spät ernten, was Weißweine anging) zu alkoholisch, zu füllig geraten sein können. Der Le Clos öffnet sich mit Luft. Marsannay kann in allen drei Farben brillieren!


Gault Millau Vin 2009 über den 2006er Marsannay blanc 'Le Clos' Bernard Bouviers (16/20)
"Auf den schönen Marsannay blanc Le Clos ist hinzuweisen. Der Wein wurde erarbeitet wie ein großer weißer Burgunder."
 

 

Gevrey-Chambertin 'Jeunes Rois' , A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: ~ 40 Jahre; Boden: tonhaltiger Kalkstein, mit viel Kieseln, südöstliche Hanglage; Ausbau in 30% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Maturität: nach 4-5 J. (bis 15 J.+).

2004:„Ein superber Wein, sehr harmonisch“, deklamiert absolut zutreffend das Degustationskomitee von Bourgogne aujourd'hui (Höchstbewertung). Die Parzelle von der grandiosen Côte de Brochon – hier stammt auch der ganz überwiegende Teil des Village von Denis Mortet her – liefert hier einen mustergültigen Gevrey, dem es an nichts mangelt, weder an Konzentration noch an frischer, komplexer Frucht, an Köstlichkeit des Stoffes noch an erstaunlich rassigen Tanninen. Nicht zuletzt ist der Wein bewundernswert lang. Bernard hat sich in 2004 mit einigen seiner Weine selbst übertroffen, im Pantheon der großen Winzer Burgunds ist er nun endgültig zu Hause! Bravo!


 

Gevrey-Chambertin 'Racines du temps', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 80 Jahre+; Boden: tonhaltiger Kalksteinfels in südöstlicher Hanglage, vereint einige der besten Villageparzellen des berühmten Brochon-Hügels; Ausbau in 50% neuem Holz und 50% in 1-Jahre alten Fässern; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 5-6 Jahren (bis 20 Jahre+).

2004

Eine großartige Assemblage uralter Reben von der Côte de Brochon, deren Weine in bester Form stets eine unnachahmliche Verbindung von Festigkeit und Köstlichkeit, Tiefe des Geschmacks und Delikatesse sind. Diese Weine besitzen aufgrund ihrer Dichte und ausgewogenen Art eine große Langlebigkeit. Die Verbindung von floralen Aromen wie Rose mit fruchtigen wie Cassis und schließlich einer Lakritzseite verleiht dem Wein hohe Nuanciertheit, der Stoff ist imposant dicht u. konzentriert, die Tannine rassig und fein, die Persistenz mustergültig. Dies ist in der Tat auch in 2004 ein Wein, der «es mit den größten Exemplaren in Gevrey aufnehmen kann» (Vinifera). «Ein pures Vergnügen» konstatiert Bourgogne aujourd'hui. Wenn ein Wein richtig gut ist, tut er genau dies – größtes Vergnügen bereiten!


 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Rehragout
 

Gevrey-Chambertin 1er Cru 'La Petite Chapelle', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 80 Jahre+; Boden: tonhaltiger Kalksteinfels in südöstlicher Hanglage, vereint einige der besten Villageparzellen des berühmten Brochon-Hügels; Ausbau in 50% neuem Holz und 50% in 1-Jahre alten Fässern; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 5-6 Jahren (bis 20 Jahre+)


 

Vosne-Romanée 1er Cru 'Les Chaumes', A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 45-55 Jahre+; Boden/Lage: Lage direkt ggü. von La Tâche, Kalkstein mit Lehmanteilen, feines Geröll an der Oberfläche; Ausbau in 60% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; geniessen: nach 5-6 Jahren (-20 J.+)

2002:Die Café- und Röstaromen der Nase bezaubern hier (natürlicher 13.3° Alkohol), Kakao- und Heidelbeeraromen verführen und künden ebenso von großer Reife sowie der natürlichen Noblesse des Terroirs. Wie stets bei Bouvier besitzt der Wein eine schöne Spannkraft, ist lebendig und beschwingt und endet mit großer Nachhaltigkeit. Selbstverständlich sind die rassigen Tannine herrlich im Stoff des Weines aufgehoben und das Holz ist in keiner Weise prominent. Ein exemplarischer Chaumes!

Guide des sommeliers 2006 über den 2002er Chaumes Bernard Bouviers
"Ein schöner Wein, der ganz in Eleganz und Finesse aufgeht, erzeugt von einer Domäne, die aktuell auf dem Gipfel ihrer Kunst angekommen ist."
 

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Wildgeflügel

Echézaux Grand Cru, A.C.,
Pinot Noir; Rebalter: 50 Jahre+; Boden: Kalkstein mit bedeutendem Tonanteil, feines Geröll an der Oberfläche; Ausbau in 70% neuem Holz; weder geschönt noch gefiltert; Höhepunkt: nach 6-7 Jahren (-15 J.+)

Unsere Nachverkostung im März bestätigte in vollem Umfang unseren Eindruck aus dem November: dies ist ein faszinierender, ein großer Wein ("un très grand vin", deklamiert der Guide Fleurus des Sommeliers 2006 mittlerweile). . Raffinement und Sinnlichkeit bezaubern ebenso wie die Fülle des Stoffes, die schöne Frische, die Klasse der Tannine und der große Nachhall des Geschmacks. Burgunder wie dieser beweisen die Überlegenheit der Terroirs Burgunds für Pinot Noir ggü. jedem anderen Wein aus dieser Traube von anderswo und das liegt nicht zuletzt an dem Umstand, mit dem Burgund immer herausragen wird, der Verwurzelung der Reben in Kalkstein (übrigens basieren 50% aller französischen Weinberge auf Kalkstein, in der übrigen Welt sind dies nicht einmal 10%), einem Nährboden, der einem Pinot Noir in Burgund nicht nur saftige Fülle und Kraft, sondern immer Spannkraft und Lebendigkeit gibt, eben Reichtum des Geschmacks und noble Aromatik ohne jede Schwere. Ein wahrhaft magischer Wein, ein Erlebnis der taktilen Sonderklasse, so sehr streichelt dieser Wein die Sinne.

 
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