Wein-Informationen 
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Richard
Lafarge

Domaine Louis Carillon, Puligny-Montrachet - die Weine


Remington Norman, Côte d'Or. Die großen Weingüter im Herzen Burgunds, 1996
"Die Carillons sind eine prachtvolle Familie - freundlich, entgegenkommend, enthusiastisch -, und überdies produzieren sie einige der feinsten Weine in Puligny."
 

2004 wird hier als eine Art Mix zwischen 2000 und 2002 gesehen, als „typisch“ (Jacques Carillon). Rar bei den Carillons wurde eine Behangausdünnung vorgenommen, der Chardonnay verträgt größere Erntemengen als der Pinot Noir, aber keine x-beliebige. Den Carillonweinen muß man ein paar Jahre Lagerung zur Reifung geben, (nur) dann wird man diese in der Tat „köstlichen Weine“ (James Turnbull) ganz erfassen.

Klassisch-verfeinerte weiße Burgunder wie die der Carillons sind die besten Begleiter für ein feines Essen.


 Die Weine


Puligny-Montrachet, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 25-35 Jahre; Boden: weißer Mergel, kalkreiche Erde; Ausbau in 10% neuem Holz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Höhepunkt: nach 4-5 Jahren (bis 8 Jahre+). Der Wein geht, wie Jacques Carillon mir erklärte, nach einer gewissen Zeit auf der Flasche in eine verschlossene Phase (2. - 4. Jahr). Erst danach sollte man ihn öffnen.

An diesem Village bewundern wir sein wundervolles Spiel zwischen saftiger Fülle und superbem Schwung aufgrund seiner Mineralität. Hier ist nichts breit oder gar eichenholz-vanillebetont. Der Wein ist geschmeidig ohne einer schönen Energie und Lebendigkeit zu entbehren, was ihn spannend über den ganzen Abend macht.

Potentiell ist Puligny zwar die Quelle der aufregendsten trockenen Weißweine der Welt. Mancher Winzer im Dorf profitiert von diesem Image, vertraut auf die Etikettentrinker, die nicht so genau hinsehen. Den Carillons ist diese Haltung fremd, man spürt hier die Passion, mit der man z.B. einen der 2,3 aufregendsten Puligny tout court erzeugt (Höchstbewertung Bourgogne aujourd'hui). Der 2003er Village ist mehr fruchtig-füllig als mineralisch-intensiv, 2004 ist hingegen „ein sehr klassisches Beispiel, beeindruckend fruchtig und mineralisch im Finale“, (Marsh).

Clive Coates, The Vine10/03 über den 2002er
"...ein Wein von herrlicher Reintönigkeit, Konzentration und Finesse. Sehr gute Tiefe des Geschmacks. Wunderbar", schreibt Coates, dessen mal zutreffende, mal rätselhaft irreführende Beurteilungen uns immer wieder in ihrer Abwechslung verblüffen. Hier kann man zustimmen. Dies ist ein Wein, den einige Jahre Kellerreife zur Vollendung bringen, der aber bereits jetzt enorm verführerisch ist.
 

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu geräuchertem Lachs
 

 

Puligny-Montrachet 1er Cru "Les Champs Canet", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ca. 40 Jahre; Boden: weißer Mergel, kalkreiche Erde; Ausbau in 15% neuem Holz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität:nach 5-6 Jahren (bis 12 Jahre).

2004:Immer der 1er Cru der Carillons, der sich zuerst ganz entfaltet, in keiner Weise standardisiert im Geschmack von neuem Holz – die letzten Monate vor Abfüllung verbringt der Wein im Stahltank, zuvor sieht er max. 15% neues Holz – liefert er eine berückende Transparenz ggü. diesem nach Meursault gewandten Terroir: fein-delikat gewebter Stoff, Zitrus- u. Akazienaromen, nobel-rein in der Frucht, wunderbar balanciert, fest im mineralischen Finale. Kein Wuchtwein, mittelgewichtig, aber so unendlich schön ausgefeilt in seiner Finesse. Trinkt man diesen 1er Cru vor dem 5. Jahr, verpaßt man das Beste an ihm.

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu gegrilltem Wolfsbarsch mit Fenchel
 
Stephen Tanzer, The International Wine Cellar, 10/2004 über den 2002er(Faßprobe), 90+
"Zurückhaltende, holzbetonte Aromen von Nußöl, Marzipan, Gewürznelke und Rauch. Dicht, floral und ziemlich fein im Geschmack, mit mineralischen wie Anklängen an Akazien, die durch klare Säure belebt werden. Heute nicht besonders streng im Geschmack, aber der Wein verbirgt heute mehr als daß er preisgibt."
 
Sarah Marsh, The burgundy briefing 12/2005 über den 2004er
"Besitzt mehr Fett und Tiefe als der Village mit wunderbar durchdringender Säure. Mehr Tiefe in der Mitte des Geschmacks. Festes und mineralisches Rückgrat. Ab 2009. Fein ?"
 
 


 

Puligny-Montrachet 1er Cru "Les Perrieres", A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 15-35 Jahre; Boden: weißer Mergel, kalkreiche Erde; Ausbau in 20% neuem Holz; mit Eiweiß geschönt, nicht gefiltert; Maturität: nach 6-8 Jahren (bis 15 Jahre).

2004:Wie stets spektakulär, das Musterbild eines Perrières. Fester aufgestellt in der Struktur und im Gewicht als der Champ Canet – das ist der Unterschied der Terroirs – doch nicht weniger mineralisch, nicht weniger nobel im Ausdruck. Phantastische Tiefe des Geschmacks hier für einen 1er Cru und bewundernswert lang. Close to perfection on this level for this taste. Sollte prachtvoll altern. Die Pfirsichnote, die zarte Würzigkeit in den Aromen ist hier stets berückend. "Feiner bis sehr feiner Wein mit gutem Alterungspotential." (Marsh)

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Rotbarbe
 
 
 
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