Wein-Informationen 
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Henri Boillot Carillon Dureuil Jacob Lafarge Benjamin Leroux Parigot &
Richard
 

Domaine/Maison Henri Boillot, Volnay/Meursault - die Weine


Henri Boillot
Henri Boillot
"Wenn mir mein Bourgogne blanc gelingt, gelingt mir auch alles andere."



























Schaumwein/Die Weißweine
Die Rotweine

Schaumwein/Die Weißweine

Crémant de Bourgogne Blanc de Blancs A.C. Extra brut
Der neue Crémant Henri Boillots ist ein Zero-Dosage Crémant, also ohne jeden Likörzusatz, also auch für Diabetiker kein Problem - im Unterschied zu den allermeisten sonstigen Schaumweinen (ein Champagner enthält in der Regel immerhin 12g Restzucker/pro Liter). Boillots Ziel dabei ist klar, dieser nach allen Regeln der Champagnerzubereitung (allein die Trauben müssen selbstredend aus Burgund stammen) erarbeitete Schaumwein soll maximal pur sein, luftig und unschwer. Hier soll ein Glas das nächste geben, Schaumwein (wie jeder andere Wein), der nicht belebt, hat sein Ziel verfehlt. Es ist schön, daß Burgunds beste Winzer wie ein Henri Boillot daran so unbeirrt gegen jede Imposanzmode festhalten. Boillots Crémant ist als Blanc de Blancs ausschließlich aus Weißweintrauben erzeugt.

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Bourgogne blanc, A.C.,
Zusammen mit Coche-Durys und Leflaives Bourgogne blanc das schönste, was mir bis jetzt auf dieser Stufe untergekommen ist. Eine der schönsten Einführungen in die Weißweine Burgunds, die es aktuell gibt.


 

St. Romain blanc, A.C.,


 

Meursault, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ~ 40 Jahre; Boden: Kalkstein mit Lehmanteilen im Oberboden; Ausbau in 25% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 4-6 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2008: Eine Assemblage aus den Hanglagen Narvaux, Tillets, Chevalières, Clos du Cromin. Henri Boillots Meursault ist eine verführerische Kombination von würzigen und saftigen Orangenaromen, köstlich in der Textur, ein Wein, der mit „sehr guter Länge und Biß“ endet (Tanzer, 87-89). 12.9° Alkohol hier. Sehr gute Balance zwischen Reichtum des Geschmacks und Azidität. Dezidiert Meursault, im Gleichgewicht zwischen Mineralität und köstlichem Stoff. Mustergültig. Im Halbflaschenformat sehr gut bereits trinkbar (über mehrere Tage...).




Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Meursault Henri Boillots - 90/100 TOP VALUE
"An airy and relatively densely fruited nose of pear, hazelnut and discreet hints of orange peel complements the detailed, energetic and delicious medium weight flavors that possess seriously impressive length for a villages level wine. One to consider."
 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Z.B. zu einer Seezunge
 

 

Chassagne-Montrachet, A.C., 2009

Chardonnay; Rebalter: ~ 40 Jahre; Boden: Kalkstein mit Lehmanteilen im Oberboden; Ausbau in 25% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 4-6 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

Chassagne-Montrachet ist eine der drei großen Appellationen für weißen Burgunder an der Côte de Beaune. Daß man hier einerseits flaches, tieferes, produktiveres Terrain und andererseits eher für Pinot Noir geeignetes Land für Weißwein ausgewiesen hat – mit entsprechenden Resultaten – kann nichts an der Exzellenz dieser Appellation, so denn die Vorraussetzungen stimmen, ändern. Lebendig, mit einem puren, frischen Finale versehen, so sollte auch ein Chassagne blanc, der zu einer gewissen Exotik, zu berückend-würzigen Noten neigt, sein. Elegante Ausgewogenheit über einem Körper, der deutlich reicher, voller ist als der St. Romain, so präsentiert sich Henri Boillots 2009er Beispiel. Und das Finale endet – nichts deplazierter und entlarvender in einem, zumal jungen, weißen Burgunder als ein müdes Finale! - „mit festem Zitrusbiß und klarer, frischer Säure“ , so bereits nach der ersten Verkostung Tanzer, 87-89, der - wie so oft - bei der Nachverkostung des Weines höher bewerten muß (fast zwangsläufig, denn Tanzer verkostet im ersten Durchgang die Weine zu früh). Ein seidig-samtiger Chassagne blancWein voller Köstlichkeit mit einer feinen durchgängigen mineralischen Linie. Eine Referenz.

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Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 158 /2011 über den 2009er Chassagne-Montrachet Henri Boillots - 89/100
"Frische Aromen, ein frischer Geschmack von Pfirsich und weißen Blumen. Klar und intensiv im Geschmack mit wunderbarer Länge und Biß für das Jahr."
 
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Z.B. zu Wolfsbarsch, Barsch mit Basilikum u. Olivenöl angerichtet,
auch zu hellem Fleisch mit Sauce, Kalbsschnitzel mit Sauce, Forelle mit Mandeln
 

 

Puligny-Montrachet, A.C.,

Chardonnay; Rebalter: ~ 40 Jahre; Boden: Kalkstein mit Lehmanteilen im Oberboden; Ausbau in 25% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 4-6 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

Vom elterlichen Weinberg. Assemblage der lieux-dits Enseignières, Charmes und Houillères. „Es gibt einige wunderbare Villageweine“, schreibt Sarah Marsh zutreffend über Puligny 2008, „die späte Ernte hat hier die Festigkeit abgemildert, aber die Weine bleiben sehr gut definiert.“ Feuerstein-, Honig- und Lindenbütennoten hier. Reserviert und nobel, elegant, unschwer, mit exzellentem Geschmacksdruck für einen Village. 25% neues Holz hier wie bei allen Villages Boillots. Meadows gibt hier eine treffende Beschreibung.



Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Puligny-Montrachet Boillots - 90/100 TOP VALUE
"A very pretty and lightly perfumed nose of acacia, honeysuckle and lightly spiced pear aromas is followed by rich, full and delicious flavors that manage to retain a good sense of underlying detail and tension on the stylish and lingering finish. An excellent villages and worth considering."
 
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Z.B. zu Jakobsmuscheln, Krebsen, feinen Fischen, auch zu einem guten Comté
 

 

Savigny les Beaune 1er Cru 'Les Vergelesses', A.C., 2006/2008

Chardonnay; Rebalter: ~ 20 Jahre; Boden: sandiger, steiniger mergeliger Kalkstein; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre (bis 15 Jahre). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2005: Ein Wein « strukturierter Finesse» , so ist dieser weiße Savigny genannt worden, und das ist den Nagel auf den Kopf getroffen. Aus diesem allgemein als erste Lage Savignys anerkanntem Terroir gewinnt der in Sachen Rigorosität der Traubenselektion nicht zu übertreffende Henri Boillot – ein wesentliches 'Geheimnis' der Güte aller Boillotweine: Eingang in den Wein finden nur die perfektesten Trauben - einen Wein von Biß, Länge, perfekt-harmonischem Süße-Säureverhältnis. Wenn man wissen will, wie gut ein weißer Savigny werden kann, hier ist m.E. einer der absoluten Referenzweine. Tanzer: "Saftig und pur im Geschmack, mit guter Dichte für einen Savigny, aber ebenso gutem Biß und Länge. Sehr vielversprechend.." (87 -90 )

2006: "Der Savigny blanc steht nicht hoch im Kurs, dabei kann er von einem guten Erzeuger ein echter Genuß sein – mit einem Hauch gôut de silex und viel reifer, voller Frucht“, schrieb schon vor über 10 Jahren Remington Norman. An der Aussage hat sich in beiden Teilen nichts geändert: Savigny ist nicht fashionable – und hat es in seinen besten Erzeugnissen absolut nicht verdient.. „Erinnert mich an eine Juniorversion eines Corton-Charlemagne“, schreibt Tanzer (88-91) korrekt über diesen Wein. Von solcher Qualität bei solchem Preis können Nicht-Etikettentrinker profitieren!

2008: Erlaubter Höchstertrag hier – Weißweine - 55 hl/ha, Henri Boillot fuhr 34 hl/ha ein. „Savigny-les-Beaune", so sehr zurecht Clive Coates, "ist ein idealer Jagdgrund für jene, die guten, günstigen Burgunder suchen." Boillots Vergelesses, ca. 22.000 Flaschen werden aus dieser Lage insgesamt an Weißwein erzeugt, besitzt jenes zusätzliche Moment an Geschmacksdruck und komplexer Art, die einen Premier Cru von einem Village unterscheidet (besser gesagt: unterscheiden sollte). Dieser Premier Cru verfügt stets über einen Hauch aufregender Würze neben Noten von Orange, Anklängen an weiße Blumen und Biß gebender Mineralität. Ein aufregender Wein, der zusammen mit Simon Bizes Exemplar der mit Abstand spannendste weiße Premier Cru Savignys, der uns bekannt ist.



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Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 134 /2007 über den 2006er Savigny-les-Beaune 1er Cru blanc 'Les Vergelesses' Henri Boillots - 88 -91/100
"Apple, spices, charred oak and nut oil on the nose. Juicy and concentrated, if a bit youthfully imploded. This was the first wine I tasted at Boillot's house immediately after we finished the negociant cellar with the Corton-Charlemagne, and this tactile but suave Savigny reminded me of a junior version of that wine. Finishes with a sexy spice character and noteworthy persistence. "
 

Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Savigny-les-Beaune 1er Cru 'Les Vergelesses' Henri Boillots - 89/100 TOP VALUE
"A more serious and much earthier nose reflects aromas of toasted almonds, crushed herb and a sauvage hint that is also picked up by the textured, rich and relatively full-bodied flavors that evidence a touch of minerality on the racy, focused and beautifully intense finish. I like this and it’s more elegant than usual."
 

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Z.B. zu gegrillter Seezunge, Fisch in Sauerampfersauce, weißem Fleisch, einer Terrine
 

 

Chassagne-Montrachet 1er Cru "Les Chenevottes", A.C., 2006/2008/2009

Chardonnay; Rebalter: ~ 40 Jahre; Boden: Kalkstein tiefgründig, Steine und Lehm; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2006: Chenevottes, benachbart zum großen Montrachet, liegt auf einer Höhe von 240m.. In Chassagne werden diie Weinberge übrigens bereits seit längerem nach dem ertragsmindernden cordon de royat-System erzogen, besonders in ertragsreichen Jahren eiin Vorteil.. Goldreifer Pffirsich, eine fast cremige Mineralität hier, reich und leicht zugleich. Kein breites oder gar schweres Profil hier, was in manchen Jahren in Chassagne ein wenig die Tendenz ist.. „Klassisch trocken mit beachtlicher Klasse“ (Tanzer, 89-92). Ja. Ab ca. 2010/11.

2007/2008: Weshalb die Notizen von Sarah Marsh uns oft vertrauenswürdiger erscheinen als die eines Stephen Tanzer, mag das Beispiel Chenevottes 2007 illustrieren: „Chenevottes war in 2007 wunderbar und mineralisch mit Clementinen- sowie würzigen Noten“, schrieb seinerzeit Sarah Marsh. Im Herbst 2009 und nach nochmaliger Verkostung, schreibt Tanzer zu Boillots 2007er Exemplar: „I particularly liked the impression of tension on the long finish. Seriously good wine, and way better than a barrel sample I tasted last spring.“ (91/100) Immerhin hat der Mann soviel Selbstbewußtsein, daß er seine ursprüngliche Auffassung korrigiert. In einem Mailing aus 2008 hatte ich bereits Tanzers damalige Ausführungen zum Chenevottes kritisiert. - Wie bereits in 2007 sind die steileren Hanglagen wie Chenevottes (das gilt auch für die anderen Appellationen!) begünstigt in 2008. Mandeln, weiße Blumen, Trockenfrüchte, Honig hier in den Aromen – in der Tat findet man oft Honignoten in einem guten Chassagne – nicht der Biß der 1er Crus von Puligny, sanfte Verführung des Stoffes auf einem zurücktretenden mineralischen Bett. Nahezu in jedem Jahr kommt die Reife in Chassagne relativ schnell, d.h., der optimale Erntezeitpunkt ist genau abzupassen. Boillot ist in Sachen Erntezeitpunkt überaus fähig, was sich in seinen 2008er Chassagneweinen in ihrer Verbindung von Chassagne-typischer Akzessibilität und jenem Muß an mineralischen Biß, der einen weißen Burgunder nie einfach in fruchtiger Süße aufgehen läßt, zeigt. Die frühe Akzessibilität eines weißen ChassagneCoates hat ganz recht, die Weißweine Chassagnes sind qualitativ klar besser als die dort erzeugten Rotweine – verhindert nicht deren ausgezeichnete Alterungsfähigkeit.

2009: Chenevottes, benachbart zum großen Montrachet, liegt auf einer Höhe von 240m, das ist eine steile Hanglage. Der '09er ist stilistisch nicht arg weit entfernt vom Puligny Caillerets, ist also ein Wein hoher Eleganz und sanfter, einnehmender Mineralität, wohl aber nicht ganz so komplett wie der genannte Puligny 1er Cru. Mandeln, weiße Blumen, Trockenfrüchte, Honig hier in den Aromen, keine tropischen Früchte. Der Wein ist nicht kompakt, relativ offen und läßt im Finale jenes mineralische Rückgrat weiterklingen, das allen 2009er Weißweinen Boillots eigen ist. Es gibt eher solide, festgefügte Chenevottes oder auch von exotischer Frucht geprägte Beispiele. Boillots Exemplar gehört weder in die eine noch in die andere Kategorie. (Tanzer: 89-92)

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Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 134 /2007 über den 2006er Chassagne-Montrachet 1er Cru blanc 'Les Chenevottes' Henri Boillots - 89-92/100
"Anklänge an Menthol, weiße Blumen und Haselnüsse in der Nase. Voluminös, sinnlich-fein und recht reif, mit dichterem Stoff als der Chaumées. Vermittelt eine kräftige saline Qualität sowie einen Geschmack von Nußöl. Ein weitläufiger, klassisch trockener Wein beachtlicher Klasse."
 

Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 146 /2009 über den 2007er Chassagne-Montrachet 1er Cru blanc 'Les Chenevottes' Henri Boillots - 91/100
"Verführerische, fast überraschend zugängliche Aromen von Pfirsich, weißen Blumen, Honig, Geräuchertem und Trüffel. Geschmeidig und seidig im Geschmack, zeigt gutes Volumen und weit mehr Biß als der Puligny Village zuvor. Ich mochte hier besonders die Spannung im Finale des Weines. Ein ernsthaft guter Wein, und um einiges besser (warum wohl, Steve !? Der Verf.) als das Faßbeispiel im letzten Frühjahr."
 

Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 152 /2010 über den 2009er Chassagne-Montrachet 1er Cru blanc 'Les Chenevottes' Henri Boillots - 89-92/100
"Klares Gelb. Anklänge an Ananas, Kokosnuß und Blätterteiggebäck. Saftig, fruchtig und konzentriert im Geschmack mit mineralischen sowie Zitrusnoten, die die Ananasfrucht beleben und das Finale ausweiten. Sehr ausdrucksstarker Wein, etwas höhertonig."
 
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Z.B. zu Fisch in Sauerampfersauce, Jakobsmuscheln, auch zu Geflügel
oder zu weißem Fleisch
 


 

Chassagne-Montrachet 1er Cru "Les Chaumées", A.C., 2008

Chardonnay; Rebalter: ~ 45 Jahre; Boden: Kalkstein augeprägt mit Anteilen roten Mergels; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2006: Allgemein haben in 2006 die mittleren und oberen Hanglagen die besten Resultate hervorgebracht, ihre größere Mineralität aufgrund ihrer Bodenstruktur ging eine schöne Allianz mit dem Reichtum des Jahres ein. Chaumées, eine Hanglage benachbart zu St. Aubin, beweist diesen Satz aufs Neue. Der Boden hier ist sehr kalkreich und mit rotem Mergel versetzt. Eine Spur exotische Frucht hier in den Aromen und auch wieder Pfirsich. Stahlige oder gar herbe Art findet man woanders, der Wein hat eine wundervoll samtige Textur. Es ist interessant, daß den weißen Chaumées größere Haltbarkeit attestiert wird als den roten, dann ist es wohl eher eiin Weißweinterroir!

2008: Chaumées, eine Hanglage - die besten Hanglagen Chassagne-Montrachets sind für den Chardonnay reserviert - benachbart zu St. Aubin, ist ein prononciertes Kalksteinterroir, mit rotem Mergel versetzt. Ostexposition. Auf gleichem Level wie der 08er Chenevottes, mit wunderbarer Rasse des Geschmacks, dabei köstlich-einladend wie alle diese Crus Henri Boillots aus Chassagne-Montrachet. Chaumées wie Chenevottes sind Lagen im Norden der Appellation Chassagne-Montrachet, angrenzend an Puligny-Montrachet, diese Lagen besitzen eine an Puligny erinnernde Finesse und Eleganz, das sind in der Tat "außerordentlich reizvolle Weine" (Christopher Fielden). Beide unten - auf dieser Website werden nur Zitate wiedergegeben, die uns nachvollziehbar erscheinen - notierten Anmerkungen Allen Meadows sind treffend.



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Allen Meadows, Burghound Issue 31, 2008 über den 2006er Chassagne-Montrachet 1er Cru 'Les Chaumées' Henri Boillots - 91/100
"The Chassagne villages is ripe but this is riper still with a beguiling and highly complex mélange of peach, pear, apricot and citrus aromas giving way to gorgeously intense flavors that stain the palate with dry extract and then explode on the strikingly long finish. This offers more minerality than usual and the overall sense of balance here is really lovely."
 

Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Chassagne-Montrachet 1er Cru 'Les Chaumées' Henri Boillots - 91/100
"This is notably more restrained with a pure and layered nose of yellow and white peach, pear and a hint of spice that introduces cool and admirably well-detailed medium-bodied flavors that are wonderfully complex, all wrapped in an utterly delicious finish where a hint of minerality adds lift. Well worth considering."
 

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Z.B. zu Krustentieren, Fischen mit einer leichten Sauce
 

 

Chassagne-Montrachet 1er Cru "Les Embrazées", A.C.,

Chardonnay; Rebalter: ? Jahre; Boden: Kalkstein tiefgründig, sehr steinig, wenig Lehm; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2006: Embrazées (auch Embazées) ist ein 1er Cru genau am anderen Ende Chassagnes, direkt an der Grenze zu Santenays größter Rotweinlage, La Comme, am Bois de Chassagne in ca. 300m hoher Hanglage. Glorios saftig-frische-nuancierte Frucht (Mandeln, Pfirsich,, Trockenfrüchte), Süße der Frucht, trocken im Finale, noch nicht ganz balanciert, die malolaktische Gärung war zum Zeitpunkt der Verkostung, im Juni 2007, gerade erst 2 Wochen her. Sollte ein weiterer hocklassiger Chassagne 1er Cru werden.

2008: Embrazées wie Baudines und Bois de Chassagne selbst bildet Teil der Appellation Bois de Chassagne, kann als solcher aber auch unter dem Namen Embrazées (oder Embazées) verkauft werden. Das ist Burgund. Dies sind Hanglagen auf der Seite nach Santenay in etwa 250 m Höhenlage und Südost-Exposition. Mancher spricht vom besten Teil der Premier Crus in Chassagne-Montrachet. Aber das Exemplar Bernard Moreys fanden wir in der Vergangenheit arg dicklich-füllig, wie immer spielt der Winzer mehr als eine „Rolle“. Antithese zum füllig-dicksuppigen Chassagne blanc hier, Rasse und Finesse, Distinktion. Die drei Chassagne-Montrachet 1er Crus Boillots verdienen defintiv weit mehr Beachtung als eine Vielzahl von 1er Crus aus Meursault und auch Puligny. Sie sind allesamt herausragend.

Allen Meadows, Burghound Issue 31, 2008 über den 2006er Chassagne-Montrachet 1er Cru 'Les Embrazées' Henri Boillots - 92/100 SWEET SPOT
"This the purest and finest of this trio of Chassagne 1ers with is citrusy green fruit and herbal notes that are trimmed in an almost invisible oak influence that complement to perfection the rich, full and sweet flavors that cut like a knife on the powerful, stony and palpably vibrant finish. This is an explosive and remarkably intense wine and as mineral-infused as the Chaumées is, one expects that from Embrazées and it absolutely delivers. Great."
 

Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Chassagne-Montrachet 1er Cru 'Les Embrazées' Henri Boillots - 91/100
"Here the nose is also cool and restrained with pretty yellow fruit aromas that reveal citrus undertones that can also be found on the rich, detailed and stone-driven flavors that culminate in a linear, driving and palate staining finish. A classic example of the vineyard with a lemony finish."
 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Z.B. zu einer Poularde mit Morcheln
 

 

Meursault 1er Cru "Les Poruzots", A.C.,

2006: Was für Savigny gilt, trifft auch für den Poruzots zu – eine zu Unrecht wenig beachtete Schönheit darzustellen.Und die Parallele geht weiter, auch der Poruzots weist Feuersteinnoten (gôut de silex) auf! Im allerbesten Sinne trocken, also erfrischend ist ein Poruzots, großer Extrakt, zurückhaltend, ungeforrmt (im Juni 2007 ) aber beeindruckend die Sinne besetzend. Getrocknete Blumen. Wir wissen, wohin gereifte Poruzots Boillots gehen können und empfehlen deshalb auch diesen Wein miitt Nachdruck. (Tanzer: 89-92) Ab 2010 z.B. zu Fisch mit Safransauce oder hellem Geflügel



Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Fischsuppe aus Süßwasserfischen (Pouchouse), Seezunge mit weißer Sauce
 

 

Meursault 1er Cru "Les Charmes", A.C.,

Chardonnay; Rebalter: ~ 50 Jahre; Boden: Kalkstein tiefgründig, kieselreich, Eisenanteile; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

Kenner Burgunds wissen, daß es einen Unterschied zwischen der Hanglagen-Parzelle Charmes-Dessus und dem sich in abflachender Hanglage befindlichen Teil Charmes-Dessous gibt. Boillots Anteil befindet in Charmes-Dessus, also dem (potenziell) größeren Terroir des Charmes, das an Pulignys 1er Cru Combettes grenzt. In einem großen Charmes ist die Mineralität stets sanft zurückgenommen, es ist ein bestechend köstlicher Wein, der einen zu lehren vermag, was Sinnlichkeit in einem Wein ist. Subtil und lang zugleich, ist das ein Wein, der wie Tanzer (91 -94 ) zutreffend notiert, „mit außergewöhnlichem Schwung und Nachhaltigkeit endet. “ . „Bemerkenswert harmonische Charmes in 2008“, notiert Sarah Marsh, zweifelsfrei eine auch für Boillots Exemplar zutreffende Erkenntnis.



Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 146, 2009 über den 2008er Meursault 1er Cru 'Les Charmes' Henri Boillots - 91-94/100
"Musky, highly complex aromas of lemon, lime and hazelnut. Sweet on entry, then impressively tensile in the middle palate, offering superb intensity to its citrus, spice and mineral flavors. This tactile, penetrating wine builds impressively toward the back end and finishes with outstanding lift and persistence. Rigorous, almost painful, wine, but wonderfully rich for chardonnay with barely 13% alcohol. These vines are in the upper portion of Charmes, next to the top of Puligny-Montrachet Combettes."
 

Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Meursault 1er Cru 'Les Charmes' Henri Boillots - 92/100 SWEET SPOT
"As one would reasonably expect, this is much more elegant with an ultra pure nose of apricot, peach, lemon and toasted nuts that slides seamlessly into supple and very seductively textured medium-bodied flavors brimming with dry extract that really coats the mouth on the almost painfully intense finish. This is exceptionally well-balanced and will age though the extract is such that it will be enjoyable young.
 

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Auch zu Jakobsmuscheln in Orangen-Basilikumbutter, Steinbutt-Fricassee mit Gemüse,
Hechtklösschen, Fischen mit kräftiger Sauce
 

 

Meursault 1er Cru "Les Genevrières", A.C.,

Chardonnay; Rebalter: ~ 55 Jahre; Boden: Kalkstein-Mergel tiefgründig, etwas Kies; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

Die subtile Nervosität eines Genevrières (ja, hier soll es früher Wacholderbüsche gegeben haben - genevriér = Wacholderstrauch) hat uns schon immer begeistert. Seine Substanz ist so herrlich in Finesse aufgehoben, ein Lehrstück in Sachen großer weißer Burgunder. Remington Norman – von der 2010er Neuauflage seines sehr kenntnisreichen und gut recherchierten Werkes von 1996 hätte man sich weit mehr versprechen können - erkennt im Genevrières völlig zurecht „einen mustergültigen Meursault“. Ein (großer) Genevrières hat eine wunderbare Vornehmheit des Stoffes, ist dabei dicht, die Mineralität bildet auch hier das Rückgrat, um das die Aromatik (Lindenblüte, Honig, Ananas, Orange u.a.m.) gewebt ist.



Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 152, 2010 über den 2008er Meursault 1er Cru 'Les Genevrières' Henri Boillots - 93/100
"Good pale yellow. Aromas of orange creamsicle, orange oil and spices. The palate boasts lovely spicy intensity and energy, not to mention sharp definition and an enticing sweetness of fruit. This very tactile, strong wine really excites the taste buds on the finish.
 

Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Meursault 1er Cru 'Les Genevrières' Henri Boillots - 93/100 SWEET SPOT
"There is a vaguely exotic character to the superbly elegant nose of white flower, apricot and delicately spiced pear that is in keeping with the cool, precise, intense and stony medium-bodied flavors brimming with both extract and a natural sweetness before finishing with an exceptionally pure and lengthy finale. A classic, and altogether gorgeous, example of a fine Genevrières."
 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Hecht in Buttersauce, Jakobsmuscheln
 

 

Meursault 1er Cru " Les Perrières", A.C.,

Boillots 2003er Meursault Perrières hatte eine so fantastische Entwicklung genommen von einem durch das Jahr geprägten fast an Tokaj erinnernden Wein (Faßprobe) hin zu einem klassischen Perrières großen Formats, daß die Relativität einer Faßprobe einerseits, die Überlegenheit des Terroirs über den Jahrgang andererseits überdeutlich wurde. Boillots so unendlich sorgfältige Arbeit wird in der messerscharfen Differenzierung seiner Weine deutlich und dieser Perrières, das größte Terroir Meursaults, bildet da keine Ausnahme. Hubrecht Duijker schrieb 1981: "Der erste Platz in Meursault gebührt dem Wein von Perrières...ihn kann man nur mit Superlativen beschreiben. Hier kostet man den körperreichsten, den üppigsten, den nachhaltigsten und den vollendetsten aller Meursault." Die Lage ist erster Anwärter aller 1er Crus auf Grand Cru-Status.


 

Puligny-Montrachet 1er Cru "Perrieres" , A.C.,

2003: Es gibt keinen Grund, die Beschreibung Tanzers auszulassen, sie ist hier schlicht punktgenau: "Pfirsich, Anklänge an gepuderten Stein und würziges Holz in der Nase. Fett, süß, sinnlich und tief im Geschmack. Viel zu Kauen und reich im Geschmack, aber nicht schwer. Das sehr lange Finale bildet Aromen aus, die an staubigen Stein und Pfirisch erinnern." (Tanzer, 91-94)

2004: Guy Renvoisé (Berater der großen Gastronomie und Kenner des französischen Weinbergs) schreibt: „Puligny hat die Ehre, einen großen Prozentsatz der größten und aromatischsten trockenen Weißweine der Welt zu erzeugen. Allein der Hermitage, einige hervorragende Rieslinge, und 2 oder 3 außergewöhnliche Graves können, wenn aus einem außerordentlichen Jahr stammend, den Pulignys das Wasser reichen.“ Woraus - für den weißen Hermitage können wir die Aussage aus eigener Erfahrung bestätigen – deutlich wird, auf welchem Level man sich hier befindet. Der Puligny Perrières Boillots hat eine bilderbuchmäßige Rasse, Pfirsich, Aprikosen, ein würziges Element in den Aromen. Erstklassiger 1er Cru von größerer Intensität als das Exemplar der Carillons, aber von geringerer Akzessibilität, wenn jung. Ab 2009

2005: Pfirsich- und Karamelnoten finden sich charakteristischerweise in den Weinen dieser Lage, so auch hier. Eine festgezurrte mineralische Struktur, «ein langes, steiniges Finale» (Sarah Marsh, 18/20) ist zu konstatieren. In der Tat «ein wunderbarer Wein» (Meadows, 92/100) Ab 2010 z.B. zu einem Steinbutt.


Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Steinbutt mit Weißweinsauce, Räucherlachs
 

 

Puligny-Montrachet 1er Cru "Clos de la Mouchère", A.C.,

Chardonnay; Rebalter: ~ 68 Jahre; Boden: Kalkstein-Mergel tiefgründig, sehr viele Steine; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.


Clos de la Mouchère ist eine Monopolparzelle Henri Boillotsinnerhalb des 1er Crus Perrières in Puligny. Ein Wein außergewöhnlicher Tiefe des Geschmacks, vibrierender Kraft und Lebendigkeit. Atemberaubende Eleganz hier, ein Wein, der allein die Reise nach Burgund wert ist.

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Räucherlachs, Fischauflauf mit Krebsbutter
 

 

Puligny-Montrachet 1er Cru "Les Folatieres", A.C.,

Chardonnay; Rebalter: ? Jahre; Boden: Kalkstein-Mergel tiefgründig, Steine, Kies, Lehm; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2003: Les Folatières erfreut sich derselben Sonnenexposition und Hanglage wie ein Chevalier-Montrachet. Er besitzt etwas weniger Fülle als ein Pucelles, begeistert aber durch seine Rasse, seine Spontaneität und seine Fähigkeit, großartig zu altern. Wunderbar sinnlicher, großer Wein. Wir gestehen also einen gewissen Faible für die besten Weine aus dieser 1er Cru Lage. Elegant, beschwingt, seidig im Stoff und voll nobler floraler Aromatik können diese Weine sein, sie besitzen eine klar definierte unverwechselbare Persönlichkeit und sind wie alle großen weißen Burgunder wirklich trocken. Boillots Beispiel ist eines der allerbesten, die man finden kann und bei diesem Wein zeigt sich Tanzer schwer in Form: "Klassisch-typische Puligny-Aromen von weißen Blumen. Süß, dicht und harmonisch, mit Pfirsich-, würzigen und floralen Aromen. Auch dieser Wein vermeidet jeden Eindruck von Schwere oder exotischer Reife. Endet lang und reif im Geschmack." (Tanzer, 90-93))

 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Krustentieren, Fisch in Sahnesaucen
 

 

Puligny-Montrachet 1er Cru "Les Pucelles", A.C.,

Chardonnay; Rebalter: 46 Jahre; Boden: Kalkstein-Mergel tiefgründig, Steine, Kies, Lehm; Ausbau in 60% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 20 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

Die Domaine Leflaive hat diesen 1er Cru sehr bekannt gemacht und es kann auch keinen Zweifel geben, daß ein Pucelles einer der großen 1er Crus in Puligny ist - in den Händen eines großen Winzers aufregender als mancher Grand Cru - so begünstigt wie er liegt, nämlich in gleicher Hanglage wie der Bâtard-Montrachet. Der Pucelles Boillots ist nichts für Liebhaber honigsüßer, simpler Chardonnays. Alles ist hier Noblesse, Raffinesse und, nicht zuletzt, Rückgrat gebender Mineralität. Ein großer Wein in jedem Jahr seit 2000.


 

Corton-Charlemagne Grand Cru, A.C.,

2004: "Fantastischen Biß" attestiert Tanzer diesem Corton-Charlemagne zurecht und wer wie wir die Reihe der Charlemagnes bei Boillot seit 2000 verfolgt hat, weiß was gemeint ist. Es gibt wohl sehr, sehr wenige Weißweine in Burgund, die die Intensität, die Verve dieses Weines aufweisen. Die Reben wachsen hier in der privilegierten Südexposition der Parzelle 'En Charlemagne', die "die dichtesten und würdigsten Weine der Appellation erbringt" (Jacky Rigaux). In der Tat benötigen diese Weine "eine bedeutsame Alterung, um ihre außergewöhnliche Finesse und die ganze Komplexität ihres Terroirs zu enthüllen" (ders.). Wen die Bewertung des Weinjournalismus interessiert, Tanzer wertet mit 92-95, damit in der absoluten Spitze des Jahres. Grand vin.


Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Lachs- und Hummergerichten mit Sauce, Steinbutt in Weißweinsauce, gereift auch zu Gänseleberpastete
 

 

Bienvenue-Bâtard-Montrachet Grand Cru , A.C.,

Es war ein 82er Bienvenue von Ramonet, der uns lehrte, welche Subtilität und Klasse ein weißer Burgunder erreichen kann. Zusammen mit dem Chevalier-Montrachet der weiße Burgunder der größten Finesse. Die Nuanciertheit hier steht über jener der meisten Bâtard. Das Problem ist nur, daß man den Wein kaum findet, ca. 1200 Kisten werden pro Jahr aus diesem zweitkleinsten Satelliten des Montrachet (3,68 ha) hergestellt.

Bienvenue ist eine Enklave des Bâtard, es ist der zweitkleinste Grand Cru (3,68 ha), gerade mal 23.500 Flaschen werden hier insgesamt erzeugt, fast ein Drittel der Reben der Appellation (1,15 ha) gehört der Domaine Leflaive aus Puligny-Montrachet. Bienvenue wird oft als feiner, distinguierter beschrieben als Bâtard, und das mag auch für manches Exemplar so gelten. Hängt wie stets (nicht nur in Burgund) der Charakter und die Güte eines Weines nicht linear vom Terroir ab, Vitikultur, Güte des Rebmaterials, Striktheit der Auslese, Intelligenz der Vinifikation in der Anpassung ans Jahr, langer Ausbau etc. etc. besitzen erhebliche, eher entscheidende Bedeutung. Es wäre einfach, den Bienvenue als 'kleinen' Bâtard abzutun, aber dies ist er sicher nicht und Bill Nansons (burgundy-report) Qualifizierung des Bienvenue als “schwerer” als der Bâtard, ist, basierend auf meinen Verkostungen über die letzten 25 Jahre, irreführend. Ein exzellenter Bienvenue ist, nur übertroffen von einem Chevalier, ein Wein filigranster Delikatesse, besitzt davon so viel, daß die Franzosen ihn gerne als 'aéré' bezeichnen, was mit 'luftig' übersetzt es nicht richtig trifft, völlige Unschwere wäre korrekter. Man findet oft ein wenig Zimt, Menthol- und Honignoten hier. Ab 2015 z.B. zu Hummer , einer Languste



Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Bienvenue Bâtard-Montrachet Grand Cru Henri Boillots - 94/100 D'ONT MISS WINE OF THE YEAR
"This is notably cooler and more elegant with an interesting mix of lime, honeysuckle, citrus peel and a trace of menthol that is followed by rich, generous and seductive middle weight flavors that are not nearly as big or powerful but there is a good deal more refinement present. The focused, intense and delicious finish is every bit as persistent and I very much like this understated effort."

 

Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru , A.C., 2006 (MAGNUM)

2003: Es ist so wie Oz Clarke einmal schrieb, an wirklich feine weiße Burgunder erinnert man sich, als ob es gestern gewesen wäre, auch wenn man den Wein bereits vor 20 Jahren getrunken hat. Woran das liegt? Es ist die perfekte harmonische Konstitution eines solchen Weines, die seine Persönlichkeit so deutlich hervortreten läßt, daß diese sich tief in der Erinnerung festsetzt. Criots, die kleinste Grand Cru- Appellation (1,57 ha), kann einen der exquisitesten Weine überhaupt hervorbringen, wie immer ist der Erzeuger auf dem Etikett das entscheidende Kriterium. "Klassisch und konzentriert. Blumig, klar konturiert und fein. Sehr schöne Harmonie. Mittlerer Körper. Lang, intensiv und sehr fein", wirkte der 2003er Criots Boillots auf Coates. Dies ist eine, wenn auch mit britischem Understatement formulierte, gute Beschreibung. Auch für Meadows einer der komplettesten Weißweine des Jahres (92) Ja, der Wein ist wunderbar.

2004: Criots, die kleinste Grand Cru-Appellation (1,57 ha), liegt ganz auf dem Gebiet von Chassagne-Montrachet. 2,3 ausgereifte Criots haben uns gelehrt, wohin dieser Wein gehen kann. Die ca. 30% Tonanteil des Bodens sorgen hier für "das exquisite Fleisch" (Jacky Rigaux) des Weines und machen ihn früher akzessibel als z.B. den Corton-Charlemagne. Tanzer berichtet zurecht von "faszinierender Zucker-Säure Balance" und von der "unwiderstehlichen Süße des Finales" (92-94). Wir notierten Mandel-, Orangenblütenaromen. Grand vin.

2006: Der einzige weiße Grand Cru, der komplett auf dem Boden Chassagnes liegt, mit 1,57 ha zudem der kleinste, 7 Eigentümer teilen sich die Reben. 2 Fässer chez Henri. Der Boden hier ist sehr steinig, Criots tendiert also stets Richtung Finesse und Mineralität, ja Nervosiität (gereifte Beispiele der Domaine Belland, des größten Eigners, zeigten das) - “Es gibt eine Menge Kies im Criots. Sie erwärmen den Boden, beschützen die Reben, beugen der Erosion vor, und geben dem Wein jene schöne Nervositätt” (Jacky Rigaux) - als Richtung Opulenz. Die Rasse diieses Weines ist unbestreitbar, seine Viskosität, seine explosive Länge ebenso. Die Energie, die Tiefe des Geschmacks dieser weißen Grand Crus belegen auch nach x-Jahrhunderten diie akkurate Appelllationsabstufung der Mönche. Das Etikett hier löst sein Versprechen ein. (Tanzer: 91-94) Ab 2014 (MAGNUM).

2008: Der sehr steinige Boden führt beim Criots zu einem unerhört finessenreichen, elegant-betörenden Wein. Weniger dramatisch in der Mineralität als der Corton-Charlemagne, doch Energie und Sinnlichkeit des Stoffes sind in ihrer wundervollen Verbindung, die auch diesen großen Wein so unwuchtig erscheinen läßt, die herausragenden Merkmale hier: “Es gibt eine Menge Kies im Criots. Sie erwärmen den Boden, beschützen die Reben, beugen der Erosion vor, und geben dem Wein jene schöne Nervosität” (Jacky Rigaux). “Endet mit betörender würziger Nachhaltigkeit und großer Duftigkeit”, notiert Tanzer (91-94), zurecht schreibt Schildknecht (Wine Advocate) über den 07er Criots Boillots (95/100), daß “man bei diesem Wein 12 Jahre und länger sehr belohnt werden wird”. Nach einer Dekade getrunkene Criots zählen zu jenen raren Weinerlebnissen, die wohl für immer im Gedächtnis werden haften bleiben. Ein exquiser Wein für Weinästheten. Ab 2015 - 2030.


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Allen Meadows, Burghound Issue 31, 2008 über den 2006er Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Henri Boillots - 95/100 D'ONT MISS WINE OF THE YEAR
"Impressively, this is even more complex though distinctly less elegant and refined with a very fresh and layered nose of very ripe orchard and slightly exotic fruit to include notes of mango, papaya and coconut that complement the tautly muscled and powerful big-bodied flavors that detonate like a vinous bomb on the palate staining finish. There is dry extract to burn here and this provides plenty of aromatic fireworks of its own plus more size, weight and depth as well. A knockout Criots."

Allen Meadows, Burghound Issue 39, 2010 über den 2008er Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Henri Boillots - 94/100 D'ONT MISS WINE OF THE YEAR
"As one would reasonably expect given Criots’ natural tendency to high ripeness levels, the nose is notably riper than that of the Caillerets with ample amounts of highly complex yellow orchard fruit where a hint of exoticism comes into play. The equally ripe, rich, powerful and sappy full-bodied flavors display impressive size, weight and volume yet the finish remains focused and even reasonably well detailed with so much extract that there is the impression of chewiness. As is usually the case, this is not as refined as the rest of the grands crus but this is imposing."

Neal Martin, erobertparker.com 2010 über den 2008er Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Henri Boillots - 94-96/100
"The Criots has a very tight but well defined bouquet: superb expression of minerality, limestone and dewy morning lawn. Unfurling in the glass with hints of apricot, coconut and passion fruit. The palate is medium-bodied with good weight and depth, fine acidity, subtle lemon zest and dried apricot flavours, wonderful definition and persistency towards the finish. This has a lovely caressing finish. Drink 2012-2025. Tasted January 2010."


 

Bâtard-Montrachet Grand Cru , A.C.,


 

Chevalier-Montrachet Grand Cru, A.C., 2003

Henri Boillot hat ab Jg. 2008 den Chevalier-Montrachet verloren für sein Portfolio, was wenig glücklich macht. Der noch verfügbare 2003er Chevalier, über dessen Langlebigkeit sich niemand Sorgen machen muß (vielleicht das größte falsche Urteil bei Wein ist das vom einheitlichen Jahrgangscharakter der Weine, tatsächlich ist jedes Jahr die Spannweite der erzeugten Güte schlicht enorm), sollte in der Dekade zwischen 2010 und 2020 seinen Höhepunkt erreichen.

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Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 10/2004 über den 2003er Chevalier-Montrachet Henri Boillots , 93-96/100
"Lebendige Aromen von Apfel, Mineralien und Frühlingsblumen [ja!]. Wundervoll präzise und pur im Mund, mit einem Geschmack ähnlich dem der Aromen. Ein erstaunlich solider, sinnlicher Wein von nahezu kristalliner Reintönigkeit und herausragender Lebendigkeit im Mund. Baut sich enorm auf und setzt sich immer weiter im Mund fort. Ein Hammerwein und besonders beeindruckend innerhalb des Jahres. Sollte wahrscheinlich mindestens 5-6 Jahre eingekellert werden."
 

Allen Meadows, Burghound Issue 19, 2005 über über den 2003er Chevalier-Montrachet Henri Boillots , 93/100
"The nose is ultra elegant and pure with virtually no trace of oak yet curiously, the crystalline and mineral-driven flavors presently display more than a trace of wood toast. That niggle aside, this is an explosive effort with near perfect balance and huge length. This is my favorite of all the Boillot ‘03s, not because it is necessarily qualitatively superior but in terms of sheer class it has no equal."
 
Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Z. B. zu Steinbutt in Blätterteig
 

 

Montrachet Grand Cru, A.C., ,

"Der Montrachet vereinigt alle Qualitäten, die einen Wein perfekt machen", notierten Chronisten im 19. Jahrhundert bereits. Und wer heute einmal von einem großen Montrachet wie diesem, der weniger ein Wein als ein Erlebnis ist, kosten durfte, wird obigen Hinweis verstehen. „Immer wenn man eine Reihe von Grand Crus verkostet, gibt es einen enormen step-up nach einem Chevalier, selbst wenn der Chevalier zweimal so gut wie der Bâtard ist. Im Montrachet gibt es ein Extra-Element von Kraft, Konzentration, Intensität und Biß, und zwar in einem solchen Maß, das es manchmal unmöglich ist dies ernsthaft zu quantifizieren oder qualifizieren“, schreibt Coates wirklich punktgenau. Montrachet ist die Überschreitung einer weiteren Grenze nach dem Chevalier, ein Vorstoß in eine Weindimension, der schwer in Worte zu fassen ist, weil die herkömmlichen Parameter zu blaß sind, um die Empfindung zu skizzieren. Es gibt keinen trockenen Weißwein auf der Welt, nicht einmal der Chevalier-Montrachet, der mit dem Montrachet rivalisieren kann. Typisch Montrachet zu diesem Stadium, war der 2004er, in voller malolaktischer Gärung, der unentwickelteste Wein des Kellers im Juni 2005, Wachs- und Kokosaromen ließen sich in dem brodelnden Naß identifizieren, was lt. Boillot "absolut normal für einen Montrachet in diesem Stadium ist." Ein Wein außerhalb der Norm.

Stephen Tanzer, The International Wine Cellar 10/2003 , 95-98/100 über den 2002er Montrachets Boillots
"Likörähnliche Aromen von Mirabelle und Vanille. Ein gewaltiger und machtvoller Wein, nahezu exotisch im Ausdruck; hier ist alles Mineral und Jod. Wie ein Mundvoll an flüssigem Stein [wunderbar ausgedrückt, der Verf.]. Könnte schwerlich verschiedener im Stil vom Chevalier sein. Ein wenig phenolisch am Ende, aber dann hat dieser Wein mehr den Stoff eines Rot- als den eines Weißweins. Eine Spur an Apfelsäure blockiert aktuell die Perzeption der Länge des Weines, sollte aber groß werden."

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Hechtklösschen mit Weißweinsauce, Languste,
Krebsschwänzen, Hummer
 

 

Rotweine


 

Savigny-les-Beaune 1er Cru rouge "Les Lavières", A.C.,

Pinot Noir; Rebalter: ~ 60 Jahre; Boden: Brauner Kalkstein tiefgründig, sehr viele Steine, sehr dünner Oberboden (30 cm); Ausbau in 50% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 15 Jahre+). Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2006:Wirkliche (Rot-) Fruchtintensität hier, „feine Tannine“ (Sarah Marsh, burgundy-briefing), nichts Aggressives, würzige Noten. Feuersteinnoten im Alter lt. Boillot. Lavières gilt neben 'La Dominode' als die Spitzenlage in Savigny. Ab 2012. Nur für Leute, die bereit sind, weniger ausgetretene Pfade zu betreten.

2008: “Henri Boillot ist die Domaine de la Romanée-Conti der Côte de Beaune“, so Jean Francois (Tonnelerie Francois Frères). Hohes, aber berechtigtes Lob. Wenn die Auslese sich nicht an finanziellen Kriterien, sondern an maximaler Güte orientiert, gewinnt der Pinot stets eine Vornehmheit, die so keine andere (Rotwein-)Rebsorte aufweist. Daß solche Weine nicht an der Straßenecke zu finden sind, ist überflüssig zu betonen.

Lavières gilt neben 'La Dominode' als die Spitzenlage in Savigny. Die nicht gewaltige Reputation Savignys verführt so manchen, diese Weine recht früh zu trinken – ein Fehler. Ein 1er Cru Savignys eines erstrangigen Erzeugers besitzt ausgezeichnete Lagerfähigkeit. Jung verkostet, bedarf der Wein eines Minimums von einer Stunde Öffnungszeit. Es ist schon interessant, wenn ein Michel Bettane bei einem Henri Boillot von „exemplarischer Vinifikation“ (Rotweine) spricht, in Weinforen aber ab und an von „zu großer Extraktion“ bei Boillot (manchmal ist aber auch nicht klar, ob es Henri oder sein Bruder Jean-Marc war, der gemeint ist) die Rede ist (dem dann gleich der nächste Diskutant widerspricht). Zuweilen kann man sich da des Eindrucks nicht erwehren, daß es wie es eine Welle zu mehr Kraft (und auch jenseits dessen, was die Traube hergibt) in den 90er Jahren gab, heute es schlicht umgekehrt ist. Heute ist es einfach en vogue, zu viel Extraktion zu bemängeln. Das Kind ist aber nicht mit dem Bade auszuschütten, Fond, Stoff, braucht auch ein Burgunder und es wäre eine Läßlichkeit des Winzers, diesen Stoff des Weines nicht zu extrahieren. Der bildet nämlich u.a. die Basis für eine langlebige Entwicklung. Und ob ein Burgunder zu extrahiert ist, bemerkt man daran, daß er seine Sinnlichkeit verliert, wie ein Block, wie ein festgefügter Klumpen ohne Nuancen daher-kommt, monoton wie ein schlechter Bordeaux wird. Tatsächlich fehlt manchem heute zuweilen hochgelobten super-feinen und akzessiblen Burgunder die Dichte, die Substanz, um eine große Zukunft zu haben. Ein junger Burgunder muß bei aller Balance, die ihn akzessibel macht, aller Finesse, die ihn betörend macht, auch Substanz des Stoffes und nicht zuletzt Länge des Geschmacks haben. Sonst verfehlt er den Beruf eines Burgunders, der sein Bestes eben nicht nach einem Jahr auf der Flasche gibt (geben sollte). Jungweintests, bei denen fast instinktiv der akzessibelste Wein auch zum "besten" gekürt wird, führen da oft in die Irre.




Sarah Marsh, The burgundy briefing Issue 9, 2007/2008 , very good + (16.5/20) über den 2006er Savigny 1er Cru Lavières Henri Boillots
"Crunchy red fruit runs throughout the wine with added complexity from a touch of spice. The tannins are fine and the fruit/acid balance on the mid-palate is good. Very good+. From 2009."

Allen Meadows, Burghound Issue 30, April 2008 , 88/100 über den 2006er Savigny 1er Cru LavièresHenri Boillots
"A nicely elegant nose features plenty of Savigny style earth on the mostly red pinot fruit aromas that display a touch of wood that can also be found on the forward, fresh, sweet and rather suave CENTER weight flavors that culminate in a delicious, dusty and mocha-infused finish. This is very pinot and is quite ripe.."

Neal Martin, erobertparker.com 2010 über den 2008er CSavigny-les-Beaune 1er Cru 'Lavières' Henri Boillots - 89-91/100
"This has a beautiful bouquet, supremely well defined with raspberry, wild strawberry, Morello and a touch of apricot. Very precise. The palate is medium-bodied, fine tannins, taut at the moment with great verticality, the finish focused with almost Barolo in style. Lovely. Drink 2011-2020 Tasted January 2010. "

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Z.B. zu einer Taube mit Steinpilzen
 

 

Volnay 1er Cru rouge "Clos de la Rougeotte", A.C.,

Pinot Noir; Rebalter: ~ 45 Jahre; Boden: Brauner Kalkstein tiefgründig, viele Kiesel ; Ausbau in 50% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 15 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

"Ohne Volnay zu trinken, kann man nicht fröhlich sein" (Trinkspruch zu Zeiten der französischen Könige, die große Liebhaber der Weine Volnays waren)

2008: “Vielleicht sind die Weinberge Henri Boillots die am besten geführten in Volnay“, notiert Michel Bettane. Volnay ist der Sitz der elterlichen Domäne (vormals Jean Boillot & Fils, ab Jg. 2005 Henri Boillot) und aus Volnay stammen entgegen einer stets aufs Neue breitgetretenen Auffassung, die hier die Côte de Nuits weit vorne sieht, Weine, die allemal so langlebig sind wie ein Vosne, Nuits oder Gevrey. Volnay, das ist für mich der Ursprungsort der feinsten Rotweine der Côte de Beaune (von einigen Cortons, Pommards und Beauneweinen abgesehen). Seit 2004 liegt der Clos de la Rougeotte, ein Monopol, in den Händen Henri Boillots. Es handelt sich um eine 0,51 ha-Rebfläche, die sich direkt unter dem berühmteren 1er Cru Clos des Ducs befindet. Ein reicher, rassiger, komplexer Volnay wunderschöner Vinosität. Die Textur ist samtig, das Ganze sehr aromatisch, elegant und frisch. Erlaubte Erntemenge: 48 hl/ha, Boillots Erntemenge liegt bei 24 hl/ha. Ich wage kühn die Vermutung: irgendwas könnten diese geringen Erträge mit dem Erfolg hier zu tun haben...




Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 149, 2010 über den 2008er Volnay 1er Cru 'Clos de la Rougeotte' - 89-92/100
"Bright ruby-red. Very ripe aromas of black raspberry, meat and smoky oak. Silky and thick but not heavy, with firm acidity and solid minerality giving definition to the black cherry fruit. Finishes with firm but ripe tannins.
 
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Z.B. zu einem Entrecôte, auch zu Geflügelfrikassee
 

 

Volnay 1er Cru rouge "Les Fremiets", A.C.,

Pinot Noir; Rebalter: 39 Jahre; Boden: Brauner Kalkstein tiefgründig, Kiesel u. Steine; Ausbau in 50% neuem Holz (Rest in 1 Jahr-alten Fässern, 350 l); leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 25 Jahre+). Profitiert von Sauerstoffzufuhr.

2008:Ca. 1/3 dieses Volnay 1er Crus der nach Pommard weisenden Seite der Appellation gehören Boillot, der in 2008 hier die ungeheure Erntemenge von 18 hl/ha realisierte. Für hartnäckige Anhänger der falschen 'Aziditäts-Theorie', sprich der Jahrgang sei sehr säurebetont, hier zur Abwechslung mal ein paar Zahlen; die Werte des Frémiets: 2007: 6,15 g/l; 2008: 5,88 g/l. Und wer will behaupten, in 2007 sei die Säure dominierend! Es müßte doch zudem einleuchten, daß erst recht in einem heterogenen Jahr wie 2008 die Führung des Weinbergs, die damit erzielte Reife und die sich anschließende Auslese von großer Bedeutung sind, in der 'Aziditätstherorie' setzt sich eben der Grundfehler von einem irgendwie einheitlichen Jahrgangsprofil weiter fort, ein Fehler, der von Unterschieden zwischen Erzeugern wenig bis nichts wissen will. Wer spät (und optimal) erntete, wer seine Erträge meisterte, seine Auslese konsequent betrieb, der sieht final, und darauf kommt es an, nicht auf Verkostungsimpressionen vor oder während der Malo, gleichgewichtige Weine. Schon wieder ist Abstraktion und (begründete) Zurückhaltung in der Beurteilung von Wein gefragt!

Zurück zum Frémiets: dem eisenhaltigeren Boden hier entspringt stets ein kräftiger, voller Volnay, der auch bereits im Juni '09 Noten von Kakaobohne, Cassis, Kirschen zeigte. Auch der Frémiets zeigt jene Tiefe des Geschmacks und jene Länge, die allein eine konsequente Beschränkung auf optimales Traubengut zuwege bringt. 12.95° natürlicher Alkohol, keiner der 2008er Rotweine Henri Boillots ist chaptalisiert. Die Tannine sind samtig. Ein wunderbarer Frémiets. Ab 2013/14 etwa zu gebratenem Perlhuhn.



Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 149, 2010 über den 2008er Volnay 1er Cru 'Frémiets' - 91-93/100
"Dark red-ruby. Spicy aromas of dark plum, currant and chocolate. More spicy but less fat than the Chevrets, conveying an impression of firmer acidity. An enticing black cherry perfume emerges as the wine opens in the glass. Supple, elegant, beautifully balanced wine with no heaviness, and very long on the aftertaste."
 
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Z.B. zu einem Wildschweinschinken oder einen gebratenen Rebhuhn
 

 

Volnay 1er Cru rouge "Les Chevrets", A.C.,

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Zu Hasen
 

 

Volnay 1er Cru rouge "Les Caillerets", A.C.,

Für Dr. Lavalle (1855), der das Standardwerk über Burgund des 19. Jahrhunderts schrieb und ebenso heute für Henri Boillot wie viele andere ist Cailleret die tête de cuvée in Volnay, die potentiell größte Lage der Appellation.

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu gefüllten Wachteln, Charolais mit Steinpilzen
 

 

Clos Vougeot Grand Cru, A.C.,

2006: M.E. lehrt u.a. Henri Boillot uns, was diie von der Natur gesegneten Côte d'Or-Lagen liefern können. Die nachfolgenden Clos Vougeot, Charmes-Chambertiin und Chambertin aus 2006 haben dieselbe Quelle: Boilllot kauft, wenn er Trauben überragender Güte fiindet, solche an. Wenn man akttuell von Burgund spricht, sollte man sich in der Gegenwart befinden - und nicht in derr Vergangenheit. Das gilt in erster Linie für Professionelle in derr Weinszene.. Das gilt auch, was die grundlegende Veränderung der Appellation Clos Vougeot angeht (Bourgogne aujourd'hui hat hier völlig recht): „Wenn Clos Vougeot vor 15 Jahren eine der heterogensten Appellationen Burgunds war (in der Tat!), ist sie dabei, eine der homogensten zu werden.“ Und wie immer ist das auf eine wachsende Zahl an Qualitätswinzern zurückzuführen. Tiefer im Geschmack, konzentrierter und länger als die sublimen Volnays und Beaunes hier, eiin powerhouse, ein größeres Maß an Extrakt – ist dies doch ein Grand Cru! Die Tannine sind kondensiert und fein-abgerundet und nicht wie z..B. bei so manchem Barolo/Barbaresco leicht trocknend, ein Umstand, der, pardon liebe piemonteser Winzer, nichts, gar nichts mit der Nebbiolo-Traube per se zu tun hat.

Allen Meadows, Burghound Issue 30, April 2008 , 93/100 über den 2006er Clos Vougeot Grand Cru Henri Boillots- Auf der Liste der 38 "D'ont Miss" Weine des Jahres
"A superbly complex and notably ripe nose of earthy red berry fruit and attractive floral notes where there is also a bass note of something slightly sauvage that continues onto the intense, detailed and unusually fine flavors that don’t lack for power, depth and excellent length. Still, this is on the refined side for a young Clos de Vougeot with less finishing austerity than one usually finds. Terrific."

Charmes-Chambertin Grand Cru, A.C.,

2006: Die Fläche des Charmes- Chambertin ist nahezu so groß wie die aller anderen Gevrey Grand Crus zusammen. Es ist unweigerlich - weil es nie nur erstklassige Winzer geben wird - daß insofern die Zahl weniger überzeugender Charmes ein Image erzeugt hat, nach dem der Charmes - der Name bezieht sich übrigens wohl nicht auf den Charme des Weines, sondern auf den Umstand, daß hier früher Weißbuchen (frz. 'charme') wuchsen - per se nur schwerlich Grand Cru-Format erreichen könne. Dem ist nicht so! Wie immer ist das Wirken des Winzers von entscheidender Bedeutung und dabei sind das Alter der Reben, die Pflanzdichte (5.000 Stöcke an der Ahr, 10.000 Stöcke hier) und die zugelassenen Erträge, die viel über die mögliche Reife entscheiden, nur zwei Gesichtspunkte, die ganz verschieden ausfallen können je nach Verfassung des Weinbergs und nach Ambition. Zudem weiß man, daß je höher man am Hang in der Lage Rtg.Chambertin (direkt oberhalb des Charmes) gelangt, wie das bei Henri Boillots Charmes der Fall ist – es gibt Charmes-Parzellen, die touchieren die RN74 - um so größer die Finesse und vollendeter die Struktur eines Charmes wird, kurzum umso mehr gewinnt er eine - immer relative - Ähnlichkeit zu einem Chambertin. Nicht einmal die Lage selbst zeigt also in Burgund vom Boden her absolute Gleichartigkeit. Henri Boillot ist nicht der Winzer, der halbe Sachen macht: nicht nur ist die Lage der Parzellen außerorsdentlich gut, es ist Boillot selbst, der den Weinberg ab dem Zeitpunkt der Blüte bis zur Ernte vollständig kontrolliert. Die Fluidität so manchen Charmes' - hier ist sie einfach nicht zu finden. Der Wein endet sehr lang und ganz in Finesse, Kennzeichen eines großen Weines. Ab 2014.


Stephen Tanzer, The International Wine Cellar Issue 137, 2008 über den 2006er Charmes-Chambertin Grand Cru Henri Boillots - 91-94/100
"Boillot notes that this fruit comes from a little dip in the hillside, just below Chambertin) Deep, bright red. Captivating, highly complex aromas of maraschino cherry, rose petal, mocha and smoke. Quite fine and perfumed in the mouth, offering red fruit flavors enlivened by juicy acidity and nuances of rose petal, minerals and orange peel. This is almost Chambolle-like in style. Finishes sappy, crisp and very long, with firm but fine tannins and lovely lingering perfume. When I mentioned to Boillot that I found more aromatic precision in this sample than in the 2005 version at the same stage, he responded that the 2005 is more compact, and that the extravagant ripeness of '05 has blocked the terroir a bit." .

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Z.B. zu Morchelgerichten mit Fleisch, Hasengerichten
 

 

Mazis-Chambertin "Cuvée Madeleine Collignon" Grand Cru, A.C.,

2001:(nur 2001) Während der Versteigerung der Hospices de Beaune-Weine des Jahrgangs 2001 gab es ein einhelliges Urteil aller Fachleute, es war dieser Wein, der die Rotweine des Jahres klar überragte. Henri Boillot hat 15 der 18 Fässer dieses Weines, der unter superben Bedingungen und bei perfekter Reife geerntet wurde, ersteigert – und zwar jene, die in dem mit Abstand besten Holz Burgunds (Troncais, 3 ½ Jahre luftgetrocknet, Tonnellerie Francois Frères) ihr Leben begannen und bei Boillot auch fortsetzten.

Für uns ein magischer Wein, in der Tat die "Essenz eines Pinot" (Meadows). Jedenfalls stimmte bei dem von uns in 11/02 verkosteten Exemplar einfach alles. Versteigerungswein des Hospices de Beaune.

Allen Meadows, Burghound Issue 10 , 04/2003, höchstbewerteter roter Burgunder überhaupt!, 92-95/100
"Dicht, reintönig und reif im Geschmack mit Aromen von dramatisch komplexer und kraftvoll-reifer dunkler Frucht. Der Geschmack ist gewaltig, fest und konzentriert, schlicht die Essenz eines Pinot. Trotz des enormen Volumens und des Gewichts des Weines bleibt er bemerkenswert ausgewogen und der großartige Saft puffert komplett das beachtliche Tanninrückgrat. Extrem beeindruckender Wein und er wird über Jahre ausgezeichnet altern."
 

Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Entensalmis, Wildschweinkeule m. Sauce
 

 

Chambertin Grand Cru, A.C.,

2006: Ich habe beim Chambertin bei Henri Boillot ausschließlich das die Flaschenreifung begünstigende Flaschenformat der Magnum gewählt. In Burgund wird dies zu wenig genutzt, doch gerade im Alter können diie Differenzen der Güte zu normalem Flaschenformat beträchtlich sein! Für Denis Mortet ließ – und damit ist er nicht allein in Burgund – diese Lage den größten Wein Burgunds entstehen und ganz zweifelsfrei kann selbst der kritischste Verkoster nur seine Bewunderung über die Komplettheit eines großen Chambertin ausdrücken. „Am mittleren Hang situiert,, mit einer bemerkenswerten Fähigkeit, Wasser zu absorbieren, ist es das majestätischste Terroir, das man sich für den Pinot Noir vorstellen kann“, notiert Jacky Rigaux. Seine Qualifizierung als „König der Weine“ erhielt der Chambertin im 18. Jahrhundert, also bereits vor der Reputationssteigerung durch Napoleon: „Wenn der Chambertin perfekt von seinem Winzer verstanden wird,, gibt es keinen Wein, der ihn zu dominieren weiß.“ (Jacky Rigaux).Ab 2016.

Allen Meadows, Burghound Issue 30, April 2008 , 93/100 über den 2006er Chambertin Grand Cru Henri Boillots - - Auf der Liste der 38 "D'ont Miss" Weine des Jahres
"(Boillot has leased this parcel and now will have a Chambertin every vintage). Here the nose is even riper with ample oak notes setting off mocha, plum, warm earth and wood spice aromas that precede rich, suave and round bigbodied flavors that retain a fine sense of detail on the moderately austere, powerful and ultra intense finish that explodes with backend minerality. Despite the austerity of the finish, there is a fruit-forward character though make no mistake, this should age for at least two decades, perhaps longer. While the two wines are quite different in terms of their respective personalities, qualitatively they are essentially equivalent – a choice."
 
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