
Domaine William Fèvre, Chablis - Die Weine,
Jahrgang 2003
| Die Weine |
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- Chablis Grand Cru
Bougros 'Côte Bouguerots', A.C.,
- Chablis Grand Cru
'Vaudésir', A.C., 2003
- Chablis Grand Cru 'Valmur',
A.C.,
- Chablis Grand Cru 'Les
Preuses', A.C.,
- Chablis Grand Cru 'Les Clos', A.C.,
- Zu entdeckender Wein der Domaine
Fèvre
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| Zu entdeckender Wein: |
| Grand Cru 'Bougros Côte de Bouguerots'.
Der Wein stammt von einer ganz besonderen Parzelle des
Grand Cru-Terroirs Bougros. Dieses
spezielle Terroir sollte man unbedingt entdecken,
Fèvres Exemplar empfehle ich
mit großem Nachdruck allen Chablis-Passionierten. Dieser
Wein hat absolut nichts von der leicht robusten Seite eines normalen
Bougros, eines Grand Cru, den
manche (zu) kritischen Beobachter eher auf 1er Cru-Level sehen. Auch bei
Fèvre ist der
Bougros selbst, obgleich sehr, sehr
gut, nicht auf dem Level der anderen Domänen-Grand
Crus, den Côte de Bouguerots
allerdings kann man nur mit Superlativen beschreiben, als
"Archetypus eines Chablis Grand
Cru" (Bourgogne aujourd'hui, absolute
Höchstbewertung aller verkosteten Chablis für
Fèvres 2004er Exemplar).
Andrew Jefford (Le nouveau visage du
vignoble francais, 2003) schreibt völlig zurecht:
"Der Chablis Côte Bouguerots, der auf den
steilsten Hängen der Bougros-Lage entsteht, zeigt verschiedenste Facetten,
Eleganz und Länge des Geschmacks. Das (Fèvre-Exemplar, der Verf.)
ist sicher der größte Wein dieser Grand-Cru-Lage." |
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"Wenn die restlichen 85% der Eigentümer der Grand
Crus in Chablis ihre Winzerarbeit doch nur jener Fèvres angleichen
könnten! (Andrew Jefford, Le nouveau visage
du vignoble francais, 2003)
Didier Séguier, der régisseur der Domaine, hat hier
carte blanche. Alles, was zwecks Steigerung der Güte erforderlich
ist, wird getan. Und nicht immer wie die Reduzierung neuen Holzes auf 0%
in 2003 zeigt muß dies mit Mehrkosten verbunden sein. Das
Gespür des Bordelaisers Séguier, eines Maniacs in Sachen
Wein, für die Typizität Chablis ist phänomenal. Purheit
des Ausdrucks und Harmonie der Weine erlauben hier eine wirklich rare
Wiedergabe der unterliegenden Terroirs. Ein radikal anderer Ansatz eben als der
Versuch, den Weinen einen Stempel aufzudrücken, wie es heute (fast) normal
ist. Der Ansatz des Teams von Févre ist so kristallklar in der
großen burgundischen Tradition, wie nur irgendmöglich: "Was uns
hier am meisten verblüfft ist, daß die Weine hier absolut ohne
Signatur sind...die Teile des Geschmacks, die auf Vinifikation und Ausbau
zurückzuführen sind, verschwinden zugunsten einer unglaublichen
Transparenz des Ausdrucks der Mineralität der Terroirs von Chablis."
(Bettane/Desseauve, Classement 2005)
2003
"Die 2003er hier sind ebenso beeindruckend wie die
2004er, denn eine gute Anzahl von Weinen transzendiert dieses enorm heiße
Jahr." (Stephen Tanzer, The International Wine
Cellar, Juli 2005)
"Dank bedeutsamer Weinbergsarbeit unterdrücken
die 2003er Fèvres absolut nicht ihre Terroirs, sie sind von sehr
homogener Qualität..." (Classement der Revue
du vin de france 2006, Burtschy, Gerbelle, Poussier)
Lassen wir 2,3 Weine außen vor, die nicht in unserem Angebot
auftauchen (u.a. der viel nach England verkaufte 1er Cru Vaillons), so
zählen die 2003er hier zu jenen allerdings wohl raren Weinen in diesem
Jahr, die den lebhaften Zitruscharakter, den floralen Schwung und die
durchdringende Mineralität der klassischen Jahre (Tanzer)
besitzen ein größeres Kompliment kann man der Arbeit auf der
Domäne schwerlich machen. Unser Verkostungszeitpunkt im November 2004
erlaubte es uns, die Weine in jener Phase der Entwickung zu sehen, in der sich
die den Terroirs innewohnende Mineralität bereits wundervoll
gegenüber der Fülle des Jahres in Szene gesetzt hatte. Was uns noch
einmal mit Nachdruck klarmachte, wie vorsichtig man gegenüber frühen
Notizen sein muß die eigenen eingeschlossen! Die besten 2003er
Chablis haben die für sie typische mineralische Spannung erst nach und
nach wiedergefunden und worauf etwa Vincent
Dauvissat hinweist - dieser Prozeß wird sich bei den besten
Chablis des Jahres mit der Reifung auf der Flasche weiter fortsetzen. Auch die
feinsten 2002er übrigens haben jetzt zumeist ihre einschmeichelnde
Honigphase hinter sich und werden ihre ganze Definition erst im Laufe der
nächsten Jahre gewinnen werden. Die 2003er Févres sind aus
Erträgen von 20-30 hl/ha hervorgegangen, ihre Balance zwischen reichem
Stoff und mineralischer Spannung konnte man jedenfalls im November nicht anders
als untadelig qualifizieren. Angesichts des Perfektionismus hier wundert uns
nicht, daß von der Domaine Fèvre verschiedene der komplettesten
Weine in diesem Jahr stammen, die entgegen allen zirkulierenden Gerüchten
über das Jahr 2003 bei allem besonderen Reichtum des Stoffes keineswegs
das Terroir oder Frische ausblenden. Und dies ist ein so enormer Erfolg in
2003, daß man hierfür nur Respekt zollen kann.
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Chablis, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 30 Jahre; Boden: abwechselnd mergelhaltiger Kalk,
kalkhaltiger Lehm und Mergel; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien
Edelstahltanks; traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte
Filtrierung; Maturität: 2-4 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei
12°/14°; Profitiert von längerer Sauerstoffzufuhr.
2008: Ein guter Wein besitzt
Nachhaltigkeit, er schmeichelt nicht vorne mit fruchtiger Süße, um
ab Geschmacksmitte zu zerfliessen. Ein guter Wein ist also konsistent
von Beginn bis zum Ende. Die Persistenz, die Nachhaltigkeit des Geschmacks, ist
Resultat der Konzentration der Reife wie der Mineralität der Böden.
Dieser «sehr ernsthafte Village» (Tanzer,
89+) hält die genannte Geschmacksfestigkeit auch im Finale, was
u.a darauf verweist, daß er nicht in die Kategorie der zum möglichst
schnellen Konsum fabrizierten Weine gehört. «Dem Chablis sollte
man stets mindestens ein Jahr Lagerung auf der Flasche geben», so
Régisseur Didier Séguier.
Dieser «saftige und zugleich feste Wein» (Tanzer) stammt von den historischen Terroirs
Chablis', also Böden des Kimmeridgien, versehen mit einer idealen
Exposition. Gleich hier zeigen sich die Züge des Jahres, Attacke wie
Finale sind energisch und frisch, die Geschmacksmitte bringt angenehme stoffige
Süße an den Gaumen, aber die Süße ist nur eine Note des
Ensembles der Aromen, die klassischen Noten nach Austernschalen und Jod sind
da, Anklänge an Zitrus. Pur und luftig bei aller Festigkeit des Stoffes.
Höchstes Level der aktuellen Weinkultur, was einen Chablis
générique angeht. Ein solcher Chablis, auch wenn ich mich
wiederhole, hat nichts, rein gar nichts mit den x-tausend gleichnamigen
Exemplaren zu tun, die überall zu finden sind. Er ist also nur für
jene, die wissen wollen, wie weit ein perfekter normaler Chablis
tatsächlich gehen kann. Ab Sommer 2010-2016+.
2009: Viel saftige Frucht in dem
2009er Chablis Fèvres, im Unterschied zu 2007 ist der Wein nicht
strukturbetont, alle Strukturelemente eines Chablis, die leicht saline
Mineralität, die elegante Säure, all das ist da, aber fruchtbetonter
eingebunden. So wird dieser seit Jahren herausragende Village ab Sommer 2011
sofort viel Freude bereiten, das erforderliche Jahr zur Abrundung der
Wein kommt stets nach 6,7 Monaten auf die Flasche hat er dann ebenso
hinter sich. Wie immer beruht die Güte dieses Weines sowohl auf
natürlichen Vorraussetzungen er stammt von Kimmeridgienböden
des historischen Teils Chablis' (die Appellation Chablis ist nach dem Krieg
stark ausgeweitet worden, was ihrer Reputation geschadet hat) in idealer
Exposition als auch der Ambition und dem Können der Équipe
um Didier Séguier. Es ist immer der
beste Beleg für die Qualität eines Erzeugers, wenn der Beginn der
Reihe an erzeugten Weine ausgezeichnet ist. Nichts schwieriger als den
Anfangswein richtig gut zu machen! - Die Internetrecherche ergibt wieder
wunderbar Kurioses: ein deutscher Anbieter, der 16,25 für diesen
Wein verlangt, preist den Wein auch zu Hummer. Nein, das sollte man
Weißweinen größerer Dimension überlassen, einem gereiften
Corton-Charlemagne, einem Bâtard-Montrachet etc. Ein Chablis wie dieser
ist aber u.a. ein perfekter Begleiter zu gegrilltem Fisch und natürlich
Meeresfrüchten und Austern. Eine geniale Kombination. Wunderbar auf diesem
Level.
| Andres Jefford, Le nouveau visage du
vignoble francais, Paris 2003 |
| Der Chablis von William Fèvre ist
jetzt ein Modell für die Appellation: klar im Geschmack, mit Zitrusaromen
und mineralischen Noten." |
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| John Gilman, View from the cellar, Issue
30, 12/2010, 88/100 über den Chablis 2009 der Domaine
Fèvre |
| The Chablis AC from the domaines own
vines is also outstanding in 2009, with perhaps just a bit more cut and grip on
the finish than the Champs Royaux (weiterer Village Fèvres, der aber nie
das Level dieser Cuvée erreicht. Der Verf.) bottling. The bouquet is
superb, as it offers up scents of lime, green apples, wet stone minerality,
citrus peel and a floral topnote. On the palate the wine is deep, fullish,
crisp and focused, with fine cut and grip on the snappy and soil-driven finish.
Really a fine villages.2010 - 2025. |
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Unsere Speisenempfehlung |
| Zu Austern, Meeresfrüchten (nicht gegrillt), zu
Spargel und natürlich als durstlöschender Apéritif |
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Chablis 1er Cru 'Les Lys', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 60 Jahre+; Lage: linkes Serein-Ufer,
nördlich von Vaillons, einst königliches Eigentum; Boden: lehmiger
Hang auf einem Unterboden aus dem Kimmeridge; 6-12 monatiger Ausbau in
rostfreien Edelstahltanks, teilweise in 1-3 Jahre altem Eichenholz;
traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung;
Maturität: 3-5 Jahre (bis 10 Jahre). Optimal zu trinken bei
12°/14°; Profitiert von längerer Sauerstoffzufuhr.
2008: Les Lys, vermutlich die
älteste, bereits im 13. Jh. von den Zisterziensern angelegte Parzelle
Chablis', ist ein kühles Kimmeridgien-Terroir mit Nordost-Exposition mit
der Besonderheit, daß hier die (jeweils) sanfte Morgen- wie Abendsonne
scheint. Unter Franz I ging die Lage seinerzeit in den Besitz der frz.
Krone (lys=Lilien) über. Über 60 Jahre alt sind die Reben hier.
Allen Meadows nimmt mir zumindest in diesem
Fall die Mühe der Beschreibung ab, sie läßt hier kaum etwas zu
wünschen übrig: » A classic Les Lys is always about elegance
and refinement and that is certainly the case in 2008 with the refined, pure
and airy nose of citrus, sea breeze and white flower aromas that are followed
by precise and cuts-like-aknife flavors that culminate in a crisp and equally
pure finish. This is also an understated effort that offers excellent balance
and an overall sense of harmony. Worth a look. » (90-92) Les Lys ist ein Teil Vaillons,
Didier Séguier könnte den Wein auch im Vaillons
aufgehen lassen, so respektiert er die Besonderheit dieser Parzelle und
dafür muß man ihm dankbar sein.
"In den großen Jahren kann dieses Climat den Gipfel der
Finesse erreichen", schreibt der Grand Bernard des vins de france. So scheint
es zu sein!
Chablis 1er Cru
Montée de Tonnerre, A.C.,
Chardonnay;
Rebalter: 35 Jahre+; Lage: Rechtes Serein-Ufer in der Verlängerung der
Grand Crus 'Les Clos' und 'Blanchots'; Boden: große Ähnlichkeit mit
den Merkmalen der Grand Crus, Hanglage mit maximaler Sonneneinstrahlung.
Weiße Steine, wenig Geröll, nur geringe Tiefe. Unterboden aus dem
Kimmeridge; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien Edelstahltanks, teilweise in
1-3 Jahre altem Eichenholz; traditionelle Schönung mit Eiweiß,
leichte Filtrierung; Maturität: 4-5 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu
trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer
Sauerstoffzufuhr.
2006: Montée de Tonnerre
zählt mit Vaulorent, Mont de Milieu und Fourchaume zu
den vier Premier Crus, die alle Kenner des 19. und 20. Jahrhunderts an die
Spitze 1er Cru-Hierarchie gesetzt haben. Montée de Tonnerre in
Süd-, Südwest-Exposiition ist ein kühles Terroir mit
pronconcierter Hanglage.. Stets voluminöser und dichter iim Stoff,
kraftvoller in der Attacke hier ist wieder diie fabelhafte Energie
dieser 2006er! - als der Les Lys. Ein de facto Grand Crru in der
Komplettheit seinerr Anlagen wie in deren Abgestimmtheiit. Energisch, taktil
und tief im Geschmack zugleich, langes frisches reintöniges Finale.
«This wine impressed me to no end for sense of balance and
harmony, meint Meadows, ja, aber
dies nicht mehr als bei den anderen Fèvre-Weinen des Jahres. Wenn
man die tatsächliche Klasse eines Montée de Tonnerre
kennenlernen will,, sollte man zu einem solchen Exemplar greifen, zweitrangige
Exemplare mögen ein paar günstiger sein, aber verhindern,
daß man erfährt, zu welcher Größe ein Montée de
Tonnerre fähig ist. Immer wieder faszinierend: die klaren Unterschiede
der Terroirs chez Fèvre. .
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Chablis 1er Cru 'Vaulorent',
A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 40 Jahre+; Lage: Noch zu Beginn des
20. Jahrhunderts wurden Vaulorent (nur 17 ha der Gesamtlage von 115 ha!) und
Fourchaume als zwei unterschiedliche 1er Crus betrachtet, die Lage befindet
sich am rechten Serein-Ufer direkt benachbart zum Grand Cru Les Preuses,
Ost-Südost-Hanglage wie die der Grand Crus; Boden: Mergel mit ziemlich
großer Tiefe; inböden; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien
Edelstahltanks, teilweise in 1-3 Jahre altem Eichenholz; traditionelle
Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 4-5 Jahre
(bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser
bei längerer Sauerstoffzufuhr.
Richtigerweise gibt es ab Jg. 2008 einen 1er Cru 'Vaulorent' bei
Fèvre (der ehemalige Fourchaume Vignoble de Vaulorent). Klargestellt
wird damit, ganz in Anlehnung an die Historie, in der Vaulorent stets
ein besonderes Terroir innerhalb des 1er Cru Fourchaume war und auch nur
als Vaulorent verkauft wurde, die Exzellenz dieses Terroirs. Die hier
angebotene Cuvée Vaulorent ist die Selektion der besten und
bestplazierten Reben der Parzelle Vaulorent innerhalb des Fourchaume (3,63 ha
innerhalb von 17 ha Vaulorent), zwei Fußbreit getrennt vom Grand Cru
'Preuses' sind die Rebzeilen. Vaulorent stammt vom lateinischen 'vallis aurum',
also Goldtal. Didier Séguier nennt den Vaulorent den achten Grand
Cru Chablis'. Der '08er Vaulorent ist in der Tat «ein
fantastischer Wein» (Meadows,
92-95, D'ont Miss Wine des Jahres), der « leicht für
einen Grand Cru durchgehen kann.» Im direkten Vergleich mit dem
Fourchaume zeigte sich der Vaulorent eleganter, reintöniger,
vielschichtiger und mineralischer, m.a.W. aufregender. Wenn sich Eleganz,
Mineralität und Energie so wie hier verbinden, ist das jeden Umweg
wert.
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Chablis Grand Cru Bougros
'Côte Bouguerots', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 35-45
Jahre; Lage: 2,11 ha große spezielle Parzelle dieses 12,62 ha
großen Grand Crus an der Westsüdwestspitze des Grand Cru-Hanges, auf
stark abschüssigem Gelände kann die Sonneneinstrahlung maximal
genutzt werden, Südhanglage; Boden: Mischung aus Lehm und Steinen auf
einem nicht sonderlich dichten Boden, diese Bodenstruktur wirkt sich
einschränkend auf die Wuchskraft der Rebe und damit auf den Ertrag aus;
10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu
(in 2003 kein neues Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß,
leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 15 Jahre+). Optimal zu
trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer
Sauerstoffzufuhr.
Chablis in seiner besten Form ist der vornehmste trockene
Weißwein in der Welt, schreibt Allen
Meadows u.E. zurecht. Der Fokus bei einem Chablis liegt auf Purheit,
Eleganz und Finesse und dem Durchscheinen des Terroirs. Exzellentes Beispiel
für die faszinierende Unterschiedlichkeit der Terroirs ist der 'normale'
Grand Cru Bougros im Vergleich mit dem 'Côte de
Bouguerots'. Ersterer, öfters ein wenig solide, mangelt es m.E. selbst
in den überaus fähigen Händen des Fèvre-Teams ein
wenig an Vornehmheit und Finesse, um mit den anderen Grand Crus rivalisieren zu
können. Der 'Côte de Bouguerots' dagegen ist nicht
annähernd mit einem Bougros gleichzusetzen, es kommt nicht von
ungefähr, daß seit altersher diese Parzelle unterschieden wird!
2003
2003: Der Unterschied zwischen
einem Bougros Grand Cru und einem Côte de Bouguerots Grand Cru
ist sehr offensichtlich. Meadows
(deutlich eleganter und feiner als der Bougros,
90-93) als auch Tanzer
(...so reich wie der normale Bougros, besitzt aber mehr Leben und
Mineralität, ebenso wie mehr Säure und Biß. Endet würzig
und lang., 91) konstatieren dies
zurecht. In Deutschland ist diese Lage kaum jemandem bekannt, in Chablis
selbst gibt es niemanden, der mit den Lagen hier vertraut ist, der die
Überlegenheit des Bouguerots ggü. dem Bougros
anzweifelt.
2008:Côte de Bouguerots ist
eine 2,11 ha-Parzelle innerhalb des Grand Crus Bougros. Sie besitzt eine
über 30%ige Hangneigung mit voller Südneigung. Die Reben 'sitzen'
hier direkt auf dem Kimmeridgien-Kalkstein, der Oberboden ist sehr karg, was
die Produktivität der Rebe stark hemmt. Im Vergleich zeigte sich der
normale Bougros Grand Cru reich und voll, doch von minderer mineralischer
Energie als der Bouguerots, den wir seit 2001 lieben, gegenüber dem
Bougros bevorzugen und der für uns damals eine Neuentdeckung war.
Bouguerots sollte vielleicht einen anderen Namen erhalten, damit er
populärer wird, aber wer von dem ganzen Drumherum beim Wein zu
abstrahieren vermag (tatsächlich: auch beim Wein sind
Abstraktionsleistungen verlangt, die allererste ist die, Vorurteile
Image, Bekanntheit, Gelesenes etc. da hinzutun, wo sie hingehören, in die
hinterste Ecke des Kellers, von Unbefangenheit ist hier die Rede) sollte wie
ein Stephen Tanzer bei dem '08er Bouguerots
einen Wein «unglaublicher Tiefe des Geschmacks, von
außergewöhnlicher Länge» (95-97) erkennen. Allen Meadows (der für meinen Geschmack a) zu
viele Weine mag/lobt und b) zu viele Weine, die qualitativ real
auseinanderliegen, zu gleichartig bewertet der gerechtfertigte Respekt
vor der Intensität seiner Arbeit relativiert sich hierdurch): «
Der 2008er Bouguerots ist schlicht ein Riesenerfolg, der einem ein 'Wow'
entlockt.» (94-96, D'ont Miss Wine des Jahres). Aber dieser flotte
Spruch trifft es an dieser Stelle durchaus, Allen. Grand vin.
2009: Seit 2001 bereits werde ich
nicht müde, die enormen Qualitäten des Côte de
Bouguerots hervorzuheben. Ähnlich wie beim Vaulorent handelt es
sich um eine spezielle, 2,11 ha große Parzelle innerhalb einer
größeren Lage, hier des Grand Crus Bougros. Die Côte de
Bouguerots besitzt eine über 30%ige Hangneigung mit voller
Südneigung. Die Reben 'sitzen' hier direkt auf dem Kimmeridgien-Kalkstein,
der Oberboden ist sehr karg, was die Produktivität der Rebe stark hemmt.
Schon immer haben wir den Wein dieser Parzelle der normalen Cuvée
Bougros bei Fèvre vorgezogen. - Côte de Bouguerots, Preuses,
Valmur das sind die drei großen Grand Crus chez Fèvre (was
nicht heißt, Vaudésir und Bougros seien keine kompletten Weine).
Allein der Montrachet Chablis', der Les Clos, setzt sich dagegen noch etwas ab.
So empfinden wir es in den Jahren seit 2005 jedenfalls. Es ist zumindest
interessant, daß Meadows und Tanzer das (mittlerweile) genauso sehen. - Bei
Meadows ist übrigens «a big
step up», den der Côte de Bouguerots ggü. dem
Bougros nach seinen eigenen Aussagen ausmacht, ein Unterschied von 91-93
(Bougros) und 92-94 (Côte de Bouguerots). Mmmh. Wenig nachvollziehbar,
den konstatierten großen Unterschied so in die von manchen allein
für wichtig genommenen Punkte zu übersetzen...Was 2009 in diesem Terroir angeht, wiederhole ich meine
Empfehlungen der Vorjahre nach unserer Verkostung am 05.11.10. Definition,
Struktur, Energie und vor allem die außerordentliche Länge machen
den 09er Bouguerots zu einem exemplarischen Grand Cru. Wunderbar, ein
tatsächlich besonderer Wein.
| Allen Meadows, Burghound, Issue 16, 2004
über den 2003er Côte de Bouguerots , 90-93/100 der
Domaine Fèvre |
| "Ein großes Stück eleganter und feiner
als der Bougros mit einem fast unmerklichen Holzeinfluß in der Nase. Der
Geschmack liefert wirkliches Volumen, Gewicht, Kraft und Dichte jedoch zeigt er
dabei feine Detailliertheit und Abstufung. Ein schöner Erfolg, der von ein
paar Jahren Flaschenlagerung profitieren wird, aber bereits jung
genießbar sein wird." |
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| Stephen Tanzer, The International Wine
Cellar, Juli 2005 über den 2003er Côte de Bouguerots ,
91/100 der Domaine Fèvre |
| "Alle diese 2003er (gemeint sind die 2003er Weine
Fèvres, der Verf.) können schon früh genossen werden, selbst
wenn die besten von ihnen durch ihre Langlebigkeit überraschen werden.
Wenn der 'normale' Bougros eher in einem Cote d'Or Stil ist, ist dies ein sehr
klassischer Chablis." |
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| John Gilman, View from the cellar, Issue
30, 12/2010, über den 2009er Côte de Bouguerots ,
96/100 der Domaine Fèvre - |
| "The 2009 Côte de Bouguerots is another
great grand cru in the making, but it is a tad more reserved on both the nose
and palate than the beautiful Valmur. The bouquet offers up a stunning aromatic
mélange of lime, green apple, a touch of pear, stunning, chalky
minerality and a lovely floral topnote of white flowers. On the palate the wine
is deep, full-bodied, pure and absolutely rock solid at the core, with crisp
acids, impeccable focus and balance and a very, very long and youthful finish.
A great wine. 2018-2045+. |
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| La Revue du vin de france 09/2011
über den 2009er Côte de Bouguerots , 18.5/20 der
Domaine Fèvre |
| "Wie stets ist der Côte de Bouguerots einer
unserer großen Lieblingsweine. Purheit ist hier die entscheidende
Charakteristik des Geschmacks." |
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Chablis Grand Cru
'Vaudésir', A.C., 2003
Chardonnay; Rebalter: 35-45 Jahre;
Lage: 1,20 ha große Parzelle dieses 14,71 ha großen Grand Crus
zwischen Valmur und Preuses. Auch hier stark abschüssige Hanglage, auf der
die Sonneneinstrahlung besonders intensiv ist. Boden: lehmhaltig mit Steinen
auf Kalkuntergrund; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten
Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle
Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre
(bis 12 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser
bei längerer Sauerstoffzufuhr.
2003
Vaudésir liefert wohl den subtilsten Ausdruck eines
Chablis, köstlich in seiner Kombination von nerviger Spannung und
unerhörter Feinheit. Bereits seine Vornehmheit sichert ihm den Rang eines
Grand Cru, dieser Zug wird aber noch ergänzt durch seine wundervolle
Duftigkeit und die meisterliche Konsistenz, die ihm die Domäne
Fèvre zu geben vermag. Wundervoll.
Frühverkoster hatten beim 2003er Vaudésir dasselbe
Problem wie beim Preuses, hier ist die Mineralität sehr
spät gekommen und nach 3-4 Jahren auf der Flasche gewinnt ein
Vaudésir typischerweise weiter daran. (Alain Marcuello, Caveau Fèvre, Chablis) Tanzer unterschätzt
auch nach der neuesten Verkostung diesen Wein, dessen Charakter (s.o.) man
einfach verstehen muß. Es ist interessant zu sehen, daß allein
Sarah Marsh (s. Zitat unten)
davon weiß, daß die mehr sonnigen Lagen Chablis' ihre
Mineralität erst über die Zeit komplett ausbilden.
Den Mangel an Zuverlässigkeit von Urteilen über
jung verkostete Terroirweine hat Jean-Marie
Fourrier einmal zugespitzt so ausgedrückt,
daß in einer Reihe von ungaren Hähnchen
nun einmal stets das bestgewürzte am besten abschneide...
Was ich sehen möchte
von Kritikern ist, daß sie a) dem breiten weininteressierten Publikum
(auch wenn bekannt ist, daß dieses das höchste Interesse an
möglichst schneller Orientierung hat) gegenüber stets klarstellen,
daß Verkostungen, gerade in einer frühen Ausbauphase des Weines
Momentaufnahmen sind und b) daß Kritiker ihr hier einmal
unterstelltes Wissen um die Entwicklung eines Terroirs nicht bei ihrer
Beschreibung ausblenden. Etwa so wie es Sarah Marsh
in der Beschreibung des 2004er Vaudésir
tut. Gerade Tanzer (s.
zuletzt seine Korrektur hinsichtlich der 2005er Weißweine in
Burgund) laboriert an diesem Fehler, Momentaufnahmen vom Faß
für das ganze Bild zu halten. Auch wenn ein auf schnelle Wertungen
drängendes Publikum dem Kritiker gegenübersteht - Mitte August
wird da schon mal die Frage nach dem neuen Jahrgang gestellt (zuletzt
gesehen im August 2008 im Parker-Weinforum) - darüber sollte nicht
die Bereitschaft aufkommen, schnell simple Antworten liefern zu wollen, will
man seriös bleiben. Selbst wenn zwei Jahre später niemand mehr danach
fragt, ob die ursprüngliche Kritikereinschätzung eines Weines auch
wirklich ins Schwarze getroffen hatte...
2004
Südexposition und ein mehr ton- als kalksteinhaltiger Boden in
diesem stets am ehesten zugänglichen Grand Cru, dessen Charme und
geschmeidig-subtiler Feinheit man sich jung schwer entziehen kann. Wie Les
Preuses braucht Vaudésir ein paar Jahre Flaschenreife, um
seine Mineralität ganz zu entfalten, wird also gerne jung ggü. einem
Valmur oder Les Clos falsch eingeschätzt und -
unterschätzt. Fèvre besitzt eine größere Parzelle
aus dem Herzen der Lage, woraus der feinste Ausdruck dieses Grand Cru stammt.
Dies ist sicher ein Grund mit, warum der Vaudésir Fèvres
aktuell für unseren Gaumen das feinste Exemplar aus diesem Terroir
darstellt. Die konstatierte «beeindruckende Länge»
(Tanzer/Meadows) sagt mehr über diesen
Wein und dessen Entwicklungsmöglichkeiten aus als viele vermutlich
annehmen.
| Sarah Marsh MW, The burgundy briefung Issue 1,
10/2005 18/20 über den 2004er Grand Cru Vaudésir
der Domaine Fèvre |
| "With its south exposure and early maturity, Fèvre
begin the harvest with their Vaudésir. Floral, blossomy and more
feminine. Lifted, good intensity and more finesse with a racy core. More
delicate, subtle, poised and savoury. Not a lot of minerality at present, but I
think this will come with a little bottle age. Fine. From 2010 . |
| Allen Meadows, Burghound Issue 24, 2006
über den 2004er Vaudésir, 94/100 der Domaine
Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres |
| "This is aromatically quite a bit riper with
peach, pear and subtle exotic notes yet this remains extremely fresh while
introducing spicy, rich and full flavors that display a bit of pain
grillé and vanilla on the big, powerful and punchy finish that goes on
and on seemingly without end. This possesses lots of personality and while the
Valmur, for all its purity and grace makes for an understated effort, the
Vaudésir is far more expressive, indeed showier though by no means
vulgar or common. A completely different expression from the Les Clos and
Valmur and in short, this is a real stunner of a wine." |
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2003 |
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Chablis Grand Cru 'Valmur', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ca. 40 Jahre; Lage: 1,15 ha große
Parzelle dieses 13,19 ha großen Grand Crus zwischen Vaudésir und
Les Clos. Süd-, Südostexposition. Boden: lehmig, kalkhaltig auf
tiefem Mergelgrund; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten
Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle
Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre
(bis 12 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser
bei längerer Sauerstoffzufuhr.
2006::Im November 2007 nicht zu
verkosten,, da seine finale Assemblage beginnend.» A very dense, fresh
wine with a brisk, palate-staining back end», notierrt Tanzer
(92-94) und jedenfalls das beschreibt
richtig den Charakter dieses Grand Crus, den man den typischsten aller Grand
Crus nennt, «Valmur schreit förmlich Chablis», merkt
Meadows zurecht an.. Aus 30 hl/ha erzeugt,,
sollte das ein weiterer enormer Erfolg sein. Stets einer unser absoluten
Favoriten in Chablis.
2008: »Quasi-perfekt»
seien die 2008er Trauben im Valmur gewesen, so Alain Marcuello, Chef des
Caveau Fèvre in Chablis. Graublauer Mergelboden liefert die seidige
Textur hier, die in Kombination mit seiner überragenden Mineralität
die besondere Anmut, die Verführungskraft des Valmur ausmacht. Ein Wein
besetzt die Sinne, spricht sie an, vermag zu fesseln, im besten Fall zeigt sich
keinerlei Makel, ist der Wein so perfekt ausgewogen, daß die
Identität seiner Herkunft glasklar ist so wollen wir die Weine des
Angebots. Oft ist der Valmur der Lieblingswein der
Chablis-Passionierten, Kraft gepaart mit Mineralität (die die Kraft nicht
plump wirken läßt, sondern geradezu schwerelos) und einer einnehmend
seidigen Textur Valmur ist schlicht berückend; « This
impressively broad yet weightless wine finishes with palate-staining length and
grip. A great Chablis grand cru in the making», notiert
Tanzer (94-97). Oder: « When Valmur is really good, it
rivals Les Clos for the best grand cru in Chablis and this 2008 is really good
», so Meadows (93-96, D'ont Miss
Wine des Jahres). Grand Vin.
| Allen Meadows, Burghound Issue 28, 2007
über den 2006er Valmur, 92-94/100 der Domaine
Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres |
| "Here the beautifully expressive nose is even
more elegant but as Valmur almost always is, the aromas are restrained, cool,
refined and practically shout Chablis as the saline and oyster
shell notes add real depth to the classic green fruit and floral aromas. As the
low yields would suggest, this is one concentrated wine with an opulent mouth
feel yet no loss of detail on the iodine-infused and austere finish that seems
to go on and on. Terrific and by the standards of this wine, it should be
approachable a year or two sooner than usual." |
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| Allen Meadows, Burghound Issue 36, 2009
über den 2008er Valmur, 93-96/100 der Domaine
Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres |
| "The reflections are the classic light gold-green
hues of a fine Chablis. The barest touch of oak highlights the green fruit,
menthol, saline and iodine aromas that precede the extremely stony,
concentrated and driving flavors that are also blessed with ample amounts of
dry extract that provides a much needed balancing element to the ripe acid
backbone on the chalky and sappy finish. When Valmur is really good, it rivals
Les Clos for the best grand cru in Chablis and this 2008 is really
good." |
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| Stephen Tanzer, The International Wine
Cellar, Issue 145, 2009, über den 2008er Valmur ,
94-97/100 der Domaine Fèvre |
| "Pale, green-tinged yellow. Brisk, high-pitched
aromas of lime, powdered stone and quinine. Densely packed and silky but still
youthfully taut, with terrific energy and inner-mouth lift to its citrus,
mineral and fresh herb flavors. This impressively broad yet weightless wine
finishes with palate-staining length and grip. A great Chablis grand cru in the
making." |
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| John Gilman, View from the cellar, Issue
24, 12/2009, 94+/100 über den Chablis Grand Cru Valmur 2008 der
Domaine Fèvre |
| The 2008 Valmur from William Fèvre
was bottled only a week prior to my visit, but was showing absolutely
brilliantly despite the recent mise. The bouquet is deep and electric, as it
jumps from the glass in a blaze of grapefruit, lemon, very complex, chalky
minerality, a touch of white flowers and incipient notes of beeswax in the
upper register. On the palate the wine is deep, full-bodied and flat out
stunning, with great mid-palate depth, brisk acids and great length and cut on
the complex and very intensely flavored finish. A great bottle of
Valmur. |
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Chablis Grand Cru Les Preuses,
A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 32-48 Jahre; Lage: Südwest
für die nördlichsten Parzellen, Süd-/Südost für die
anderen Parzellen; Boden: dichter, kompakter Lehm auf Kalkunterboden, was
außergewöhnliche Lagerfähigkeit bedingt; 10-14 monatiger Ausbau
in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues
Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung;
Maturität: 5-7 Jahre (bis 12 Jahre+). Optimal zu trinken bei
13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.
2006:Dichter
Lehmobergrund auf Kimmeridgien-Kalkstein-Untergrund. Les Preuses besitzt
immer eine besondere Textur, eine streichelnde Abgerundetheit.. Eiine Partie
der Fèvre-Parrzelle ist kieselreicher, was dem Wein Festigkeit
gibt, eine andere Partie ist reicher, was dem Wein Samtigkeit, Rondeur
verleiht. Preuses ist eiin Grand Cru großen Raffiinements,,
subtiler Schichten, die man entdecken kann. Insgesamt ein Spiel zwischen
Festigkeit und Rondeur,, Verfeinerung und mineralischem Zug. Ein Grand Cru par
excellence!! «Absolut großartig,, sowohl absolut gesehen als
auch besonders im Kontext des Jahrres», meint Meadows (92-95) und hier stimme ich zu, nicht nur,
weil der Wein ein «explosives Fiinale» (Meadows) hat. Noch ein wirklich großer Wein
chez Fèvre!
Dem 07er Preuses war Sarah Marsh
verfallen und gab die bei ihr extrem seltene absolute Höchstbewertung
(20/20). Noch liegen Sarahs Notizen zu den 2008er Weinen Fèvres mir
nicht vor, aber, was Marsh über den 2007er anmerkte, der Wein sei
überaus stilvoll und äußerst komplex, trifft auch auf den
2008er Preuses zu. Der Preuses Fèvres - immerhin 22% der Appellation
nennt die Domäne ihr eigen, ein großer Vorteil! - gewinnt seine
Größe aus der paradoxen Verbindung von Raffinement und Eleganz auf
der einen, fester Mineralität auf der anderen Seite, Reflex der
Kombination unterschiedlicher Bodentypen. Preuses, das ist stets eine besondere
Portion Floralität unter den Grand Crus (dann Vaudésir), was ihm
nach meiner Erfahrung stets eine heftige Liebe unter femininen Verkostern
sichert. Das unmittelbarere Streicheln der Sinne ist jedenfalls Domäne
eines Preuses und man wäre ein Tor, würde man dem Wein dieses
Charakteristikum der Lage vorwerfen. Umgekehrt ist es das größte
Lob, das man Didier Séguier machen kann, wie typisch und unterschiedlich
die Weine hier schmecken. Das ist es, das Refugium Burgund im See des
önologisch Korrekten überall!. Oder in den Worten eines Kritikers:
« Sehr Preuses-typisch und sehr klassischer Wein.» (Meadows, 93-95, D'ont Miss Wine des Jahres). Encore
un Grand Vin.
| Allen Meadows, Burghound Issue 28, 2007
über den 2006er Grand Cru Preuses , 92-95/100 der
Domaine Fèvre- D'ont Miss Wine des
Jahres |
| "A touch of wood spice with subtle anise, clove
and saline notes add nuance to the pretty and elegant mix of white and yellow
fruit aromas that introduce round and generous flavors that offer up real
volume and mid-palate density, all wrapped around a firm acid spine on the
refined, pure and explosive finish. This is positively stunning, certainly in
an absolute sense but particularly so in the context of the vintage. One to
look for. |
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| Allen Meadows, Burghound Issue 36, 2009
über den 2008er Grand Cru Preuses , 93-95/100 der
Domaine Fèvre - D'ont Miss Wine des
Jahres |
| "This would be almost impossible to miss the
origins as the marine influence on the pungently mineral, airy and superbly
elegant nose is extremely strong with Chablis character to burn. The seductive
middle weight flavors brim with dry extract, which does a perfect job of
buffering the structural elements on the mouth coating and sappy finish that
seems to go on and on. About the only distinction between this and the other
grands crus is that the finish is perhaps not quite as precise as that of the
Valmur but otherwise, this is very Preuses and very classy juice." |
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| John Gilman, View from the cellar, Issue
24, 12/2009, 95/100 über den Chablis Grand Cru Preuses 2008 der
Domaine Fèvre |
| With its myriad of different exposures in
the undulating slopes of this vineyard, Les Preuses is probably the most
inherently complex grand cru in Chablis. All of this complexity is on display
in the sizzling 2008 from Domaine William Fèvre, as the wine offers up a
brilliant nose of lemon, green apple, grapefruit zest, kaleidoscopic, chalky
minerality and a topnote of white flowers. On the palate the wine is
full-bodied and dazzling, with great mid-palate depth, laser-like focus and
snappy acids honing the nearly endless finish to a razor sharp edge. A
brilliant bottle of grand cru Chablis." |
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Unsere Speisenempfehlung |
| Zu Huhn in Sahnesauce |
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Chablis Grand Cru Les Clos, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 35-50 Jahre; Lage:Südhang mit starker
Sonneneinstrahlung; Boden: felsige Böden, Mischung aus sehr weißer,
kompakter, tiefreichender Lehmerde und Konglomeraten aus Fossilien und Steinen.
Die Kalkverdichtungen im 80cm Tiefe verleihen diesem Grand Cru Aromen und einen
würzigen Geschmack, solange er jungg ist; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3
Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz);
traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung;
Maturität: 5-7 Jahre (bis 15 Jahre+). Optimal zu trinken bei
13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.
Die Reputation dieser Lage ist nicht mehr zu machen. Und im Unterschied
zu Marketingweinen wie einem Ornellaia besitzt Les Clos diese
zurecht, Komplexität, Statur und unzweifelbare Definition stellen ihn
tatsächlich an die erste Stelle der Weine Chablis' und das Alter hält
für den, der Geduld aufbringt, wahre Wunder an Sublimität bereit.
Einen furchtbaren Irrtum begeht der, der burgundische Grand Crus meint in ihren
ersten Jahren in ihrem ganzen Umfang beurteilen zu können. Womit kein
Verbot des jung-Verkostens propagiert wird die Weine haben ja auch jung
schon viel zu geben aber ein gut konstituierter Wein hat mit der Zeit
noch einiges mehr zu offerieren und das zu verpassen wie US-boys, die ihre
2000er Bordeaux und 2002er Burgunder schon getrunken haben, muß ja nicht
sein. «Ein großer Les Clos», meint Meadows (92-95), «komplett im
Geschmack» urteilt Sarah
Marsh.
| Stephen Tanzer, The International Wine Cellar,
Issue 115, August 2004, 91-95 über den 2003er |
| "Feine Aromen von gepudertem Stein, Zitrone,
Kalkstein, Mineralien und weißen Blumen. Dicht, aber in sich
verschlossen; setzt im Geschmack salzige, jodartige Mineralität frei und
zeigt beeindruckende Azidität für das Jahr. Sehr trocken und
klassisch; hätte ich niemals als einen 2003er identifziert. Endet lang und
lebhaft, mit einer Note von gepudertem Stein und ausgezeichnetem Schwung."
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