Wein-Informationen 
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Goisot Domaine Fèvre        

Domaine William Fèvre, Chablis - Die Weine, Jahrgang 2003

 Die Weine

Zu entdeckender Wein:
Grand Cru 'Bougros Côte de Bouguerots'. Der Wein stammt von einer ganz besonderen Parzelle des Grand Cru-Terroirs Bougros. Dieses spezielle Terroir sollte man unbedingt entdecken, Fèvres Exemplar empfehle ich mit großem Nachdruck allen Chablis-Passionierten. Dieser Wein hat absolut nichts von der leicht robusten Seite eines normalen Bougros, eines Grand Cru, den manche (zu) kritischen Beobachter eher auf 1er Cru-Level sehen. Auch bei Fèvre ist der Bougros selbst, obgleich sehr, sehr gut, nicht auf dem Level der anderen Domänen-Grand Crus, den Côte de Bouguerots allerdings kann man nur mit Superlativen beschreiben, als "Archetypus eines Chablis Grand Cru" (Bourgogne aujourd'hui, absolute Höchstbewertung aller verkosteten Chablis für Fèvres 2004er Exemplar). Andrew Jefford (Le nouveau visage du vignoble francais, 2003) schreibt völlig zurecht: "Der Chablis Côte Bouguerots, der auf den steilsten Hängen der Bougros-Lage entsteht, zeigt verschiedenste Facetten, Eleganz und Länge des Geschmacks. Das (Fèvre-Exemplar, der Verf.) ist sicher der größte Wein dieser Grand-Cru-Lage."
 

 

"Wenn die restlichen 85% der Eigentümer der Grand Crus in Chablis ihre Winzerarbeit doch nur jener Fèvres angleichen könnten! (Andrew Jefford, Le nouveau visage du vignoble francais, 2003)

Didier Séguier, der régisseur der Domaine, hat hier carte blanche. Alles, was zwecks Steigerung der Güte erforderlich ist, wird getan. Und nicht immer –wie die Reduzierung neuen Holzes auf 0% in 2003 zeigt – muß dies mit Mehrkosten verbunden sein. Das Gespür des Bordelaisers Séguier, eines Maniacs in Sachen Wein, für die Typizität Chablis’ ist phänomenal. Purheit des Ausdrucks und Harmonie der Weine erlauben hier eine wirklich rare Wiedergabe der unterliegenden Terroirs. Ein radikal anderer Ansatz eben als der Versuch, den Weinen einen Stempel aufzudrücken, wie es heute (fast) normal ist. Der Ansatz des Teams von Févre ist so kristallklar in der großen burgundischen Tradition, wie nur irgendmöglich: "Was uns hier am meisten verblüfft ist, daß die Weine hier absolut ohne Signatur sind...die Teile des Geschmacks, die auf Vinifikation und Ausbau zurückzuführen sind, verschwinden zugunsten einer unglaublichen Transparenz des Ausdrucks der Mineralität der Terroirs von Chablis." (Bettane/Desseauve, Classement 2005)

2003

"Die 2003er hier sind ebenso beeindruckend wie die 2004er, denn eine gute Anzahl von Weinen transzendiert dieses enorm heiße Jahr." (Stephen Tanzer, The International Wine Cellar, Juli 2005)

"Dank bedeutsamer Weinbergsarbeit unterdrücken die 2003er Fèvres absolut nicht ihre Terroirs, sie sind von sehr homogener Qualität..." (Classement der Revue du vin de france 2006, Burtschy, Gerbelle, Poussier)

Lassen wir 2,3 Weine außen vor, die nicht in unserem Angebot auftauchen (u.a. der viel nach England verkaufte 1er Cru Vaillons), so zählen die 2003er hier zu jenen allerdings wohl raren Weinen in diesem Jahr, die den „lebhaften Zitruscharakter, den floralen Schwung und die durchdringende Mineralität der klassischen Jahre“ (Tanzer) besitzen – ein größeres Kompliment kann man der Arbeit auf der Domäne schwerlich machen. Unser Verkostungszeitpunkt im November 2004 erlaubte es uns, die Weine in jener Phase der Entwickung zu sehen, in der sich die den Terroirs innewohnende Mineralität bereits wundervoll gegenüber der Fülle des Jahres in Szene gesetzt hatte. Was uns noch einmal mit Nachdruck klarmachte, wie vorsichtig man gegenüber frühen Notizen sein muß – die eigenen eingeschlossen! Die besten 2003er Chablis haben die für sie typische mineralische Spannung erst nach und nach wiedergefunden und worauf etwa Vincent Dauvissat hinweist - dieser Prozeß wird sich bei den besten Chablis des Jahres mit der Reifung auf der Flasche weiter fortsetzen. Auch die feinsten 2002er übrigens haben jetzt zumeist ihre einschmeichelnde Honigphase hinter sich und werden ihre ganze Definition erst im Laufe der nächsten Jahre gewinnen werden. Die 2003er Févres sind aus Erträgen von 20-30 hl/ha hervorgegangen, ihre Balance zwischen reichem Stoff und mineralischer Spannung konnte man jedenfalls im November nicht anders als untadelig qualifizieren. Angesichts des Perfektionismus hier wundert uns nicht, daß von der Domaine Fèvre verschiedene der komplettesten Weine in diesem Jahr stammen, die entgegen allen zirkulierenden Gerüchten über das Jahr 2003 bei allem besonderen Reichtum des Stoffes keineswegs das Terroir oder Frische ausblenden. Und dies ist ein so enormer Erfolg in 2003, daß man hierfür nur Respekt zollen kann.


 

Chablis, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 30 Jahre; Boden: abwechselnd mergelhaltiger Kalk, kalkhaltiger Lehm und Mergel; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien Edelstahltanks; traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 2-4 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von längerer Sauerstoffzufuhr.

2008: Ein guter Wein besitzt Nachhaltigkeit, er schmeichelt nicht vorne mit fruchtiger Süße, um ab Geschmacksmitte zu zerfliessen. Ein guter Wein ist also konsistent von Beginn bis zum Ende. Die Persistenz, die Nachhaltigkeit des Geschmacks, ist Resultat der Konzentration der Reife wie der Mineralität der Böden. Dieser «sehr ernsthafte Village» (Tanzer, 89+) hält die genannte Geschmacksfestigkeit auch im Finale, was u.a darauf verweist, daß er nicht in die Kategorie der zum möglichst schnellen Konsum fabrizierten Weine gehört. «Dem Chablis sollte man stets mindestens ein Jahr Lagerung auf der Flasche geben», so Régisseur Didier Séguier. Dieser «saftige und zugleich feste Wein» (Tanzer) stammt von den historischen Terroirs Chablis', also Böden des Kimmeridgien, versehen mit einer idealen Exposition. Gleich hier zeigen sich die Züge des Jahres, Attacke wie Finale sind energisch und frisch, die Geschmacksmitte bringt angenehme stoffige Süße an den Gaumen, aber die Süße ist nur eine Note des Ensembles der Aromen, die klassischen Noten nach Austernschalen und Jod sind da, Anklänge an Zitrus. Pur und luftig bei aller Festigkeit des Stoffes. Höchstes Level der aktuellen Weinkultur, was einen Chablis générique angeht. Ein solcher Chablis, auch wenn ich mich wiederhole, hat nichts, rein gar nichts mit den x-tausend gleichnamigen Exemplaren zu tun, die überall zu finden sind. Er ist also nur für jene, die wissen wollen, wie weit ein perfekter normaler Chablis tatsächlich gehen kann. Ab Sommer 2010-2016+.

2009: Viel saftige Frucht in dem 2009er Chablis Fèvres, im Unterschied zu 2007 ist der Wein nicht strukturbetont, alle Strukturelemente eines Chablis, die leicht saline Mineralität, die elegante Säure, all das ist da, aber fruchtbetonter eingebunden. So wird dieser seit Jahren herausragende Village ab Sommer 2011 sofort viel Freude bereiten, das erforderliche Jahr zur Abrundung – der Wein kommt stets nach 6,7 Monaten auf die Flasche – hat er dann ebenso hinter sich. Wie immer beruht die Güte dieses Weines sowohl auf natürlichen Vorraussetzungen – er stammt von Kimmeridgienböden des historischen Teils Chablis' (die Appellation Chablis ist nach dem Krieg stark ausgeweitet worden, was ihrer Reputation geschadet hat) in idealer Exposition – als auch der Ambition und dem Können der Équipe um Didier Séguier. Es ist immer der beste Beleg für die Qualität eines Erzeugers, wenn der Beginn der Reihe an erzeugten Weine ausgezeichnet ist. Nichts schwieriger als den Anfangswein richtig gut zu machen! - Die Internetrecherche ergibt wieder wunderbar Kurioses: ein deutscher Anbieter, der 16,25 € für diesen Wein verlangt, preist den Wein auch zu Hummer. Nein, das sollte man Weißweinen größerer Dimension überlassen, einem gereiften Corton-Charlemagne, einem Bâtard-Montrachet etc. Ein Chablis wie dieser ist aber u.a. ein perfekter Begleiter zu gegrilltem Fisch und natürlich Meeresfrüchten und Austern. Eine geniale Kombination. Wunderbar auf diesem Level.

Andres Jefford, Le nouveau visage du vignoble francais, Paris 2003
„Der Chablis von William Fèvre ist jetzt ein Modell für die Appellation: klar im Geschmack, mit Zitrusaromen und mineralischen Noten."
 

John Gilman, View from the cellar, Issue 30, 12/2010, 88/100 über den Chablis 2009 der Domaine Fèvre
„The Chablis AC from the domaine’s own vines is also outstanding in 2009, with perhaps just a bit more cut and grip on the finish than the Champs Royaux (weiterer Village Fèvres, der aber nie das Level dieser Cuvée erreicht. Der Verf.) bottling. The bouquet is superb, as it offers up scents of lime, green apples, wet stone minerality, citrus peel and a floral topnote. On the palate the wine is deep, fullish, crisp and focused, with fine cut and grip on the snappy and soil-driven finish. Really a fine villages.2010 - 2025.
 


Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Austern, Meeresfrüchten (nicht gegrillt), zu Spargel und natürlich als durstlöschender Apéritif
 

 

Chablis 1er Cru 'Les Lys', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 60 Jahre+; Lage: linkes Serein-Ufer, nördlich von Vaillons, einst königliches Eigentum; Boden: lehmiger Hang auf einem Unterboden aus dem Kimmeridge; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien Edelstahltanks, teilweise in 1-3 Jahre altem Eichenholz; traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 3-5 Jahre (bis 10 Jahre). Optimal zu trinken bei 12°/14°; Profitiert von längerer Sauerstoffzufuhr.

2008: Les Lys, vermutlich die älteste, bereits im 13. Jh. von den Zisterziensern angelegte Parzelle Chablis', ist ein kühles Kimmeridgien-Terroir mit Nordost-Exposition mit der Besonderheit, daß hier die (jeweils) sanfte Morgen- wie Abendsonne scheint. Unter Franz I ging die Lage seinerzeit in den Besitz der frz. Krone (lys=Lilien) über. Über 60 Jahre alt sind die Reben hier. Allen Meadows nimmt mir zumindest in diesem Fall die Mühe der Beschreibung ab, sie läßt hier kaum etwas zu wünschen übrig: » A classic Les Lys is always about elegance and refinement and that is certainly the case in 2008 with the refined, pure and airy nose of citrus, sea breeze and white flower aromas that are followed by precise and cuts-like-aknife flavors that culminate in a crisp and equally pure finish. This is also an understated effort that offers excellent balance and an overall sense of harmony. Worth a look. » (90-92) Les Lys ist ein Teil Vaillons, Didier Séguier könnte den Wein auch im Vaillons aufgehen lassen, so respektiert er die Besonderheit dieser Parzelle und dafür muß man ihm dankbar sein.

"In den großen Jahren kann dieses Climat den Gipfel der Finesse erreichen", schreibt der Grand Bernard des vins de france. So scheint es zu sein!


 

 

Chablis 1er Cru „Montée de Tonnerre“, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 35 Jahre+; Lage: Rechtes Serein-Ufer in der Verlängerung der Grand Crus 'Les Clos' und 'Blanchots'; Boden: große Ähnlichkeit mit den Merkmalen der Grand Crus, Hanglage mit maximaler Sonneneinstrahlung. Weiße Steine, wenig Geröll, nur geringe Tiefe. Unterboden aus dem Kimmeridge; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien Edelstahltanks, teilweise in 1-3 Jahre altem Eichenholz; traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 4-5 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

2006: Montée de Tonnerre zählt mit Vaulorent, Mont de Milieu und Fourchaume zu den vier Premier Crus, die alle Kenner des 19. und 20. Jahrhunderts an die Spitze 1er Cru-Hierarchie gesetzt haben. Montée de Tonnerre in Süd-, Südwest-Exposiition ist ein kühles Terroir mit pronconcierter Hanglage.. Stets voluminöser und dichter iim Stoff, kraftvoller in der Attacke – hier ist wieder diie fabelhafte Energie dieser 2006er! - als der Les Lys. Ein de facto Grand Crru in der Komplettheit seinerr Anlagen wie in deren Abgestimmtheiit. Energisch, taktil und tief im Geschmack zugleich, langes frisches reintöniges Finale. «This wine impressed me to no end for sense of balance and harmony“, meint Meadows, ja, aber dies nicht mehr als bei den anderen Fèvre-Weinen des Jahres. Wenn man die tatsächliche Klasse eines Montée de Tonnerre kennenlernen will,, sollte man zu einem solchen Exemplar greifen, zweitrangige Exemplare mögen ein paar € günstiger sein, aber verhindern, daß man erfährt, zu welcher Größe ein Montée de Tonnerre fähig ist. Immer wieder faszinierend: die klaren Unterschiede der Terroirs chez Fèvre. .


 

Chablis 1er Cru 'Vaulorent', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 40 Jahre+; Lage: Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Vaulorent (nur 17 ha der Gesamtlage von 115 ha!) und Fourchaume als zwei unterschiedliche 1er Crus betrachtet, die Lage befindet sich am rechten Serein-Ufer direkt benachbart zum Grand Cru Les Preuses, Ost-Südost-Hanglage wie die der Grand Crus; Boden: Mergel mit ziemlich großer Tiefe; inböden; 6-12 monatiger Ausbau in rostfreien Edelstahltanks, teilweise in 1-3 Jahre altem Eichenholz; traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 4-5 Jahre (bis 10 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

Richtigerweise gibt es ab Jg. 2008 einen 1er Cru 'Vaulorent' bei Fèvre (der ehemalige Fourchaume Vignoble de Vaulorent). Klargestellt wird damit, ganz in Anlehnung an die Historie, in der Vaulorent stets ein besonderes Terroir innerhalb des 1er Cru Fourchaume war und auch nur als Vaulorent verkauft wurde, die Exzellenz dieses Terroirs. Die hier angebotene Cuvée Vaulorent ist die Selektion der besten und bestplazierten Reben der Parzelle Vaulorent innerhalb des Fourchaume (3,63 ha innerhalb von 17 ha Vaulorent), zwei Fußbreit getrennt vom Grand Cru 'Preuses' sind die Rebzeilen. Vaulorent stammt vom lateinischen 'vallis aurum', also Goldtal. Didier Séguier nennt den Vaulorent den achten Grand Cru Chablis'. Der '08er Vaulorent ist in der Tat «ein fantastischer Wein» (Meadows, 92-95, D'ont Miss Wine des Jahres), der « leicht für einen Grand Cru durchgehen kann.» Im direkten Vergleich mit dem Fourchaume zeigte sich der Vaulorent eleganter, reintöniger, vielschichtiger und mineralischer, m.a.W. aufregender. Wenn sich Eleganz, Mineralität und Energie so wie hier verbinden, ist das jeden Umweg wert.


 

Chablis Grand Cru Bougros 'Côte Bouguerots', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 35-45 Jahre; Lage: 2,11 ha große spezielle Parzelle dieses 12,62 ha großen Grand Crus an der Westsüdwestspitze des Grand Cru-Hanges, auf stark abschüssigem Gelände kann die Sonneneinstrahlung maximal genutzt werden, Südhanglage; Boden: Mischung aus Lehm und Steinen auf einem nicht sonderlich dichten Boden, diese Bodenstruktur wirkt sich einschränkend auf die Wuchskraft der Rebe und damit auf den Ertrag aus; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 6-8 Jahre (bis 15 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

„Chablis in seiner besten Form ist der vornehmste trockene Weißwein in der Welt“, schreibt Allen Meadows u.E. zurecht. Der Fokus bei einem Chablis liegt auf Purheit, Eleganz und Finesse und dem Durchscheinen des Terroirs. Exzellentes Beispiel für die faszinierende Unterschiedlichkeit der Terroirs ist der 'normale' Grand Cru Bougros im Vergleich mit dem 'Côte de Bouguerots'. Ersterer, öfters ein wenig solide, mangelt es m.E. selbst in den überaus fähigen Händen des Fèvre-Teams ein wenig an Vornehmheit und Finesse, um mit den anderen Grand Crus rivalisieren zu können. Der 'Côte de Bouguerots' dagegen ist nicht annähernd mit einem Bougros gleichzusetzen, es kommt nicht von ungefähr, daß seit altersher diese Parzelle unterschieden wird!

2003

2003: Der Unterschied zwischen einem Bougros Grand Cru und einem Côte de Bouguerots Grand Cru ist sehr offensichtlich. Meadows („deutlich eleganter und feiner als der Bougros“, 90-93) als auch Tanzer („...so reich wie der normale Bougros, besitzt aber mehr Leben und Mineralität, ebenso wie mehr Säure und Biß. Endet würzig und lang.“, 91) konstatieren dies zurecht. In Deutschland ist diese Lage kaum jemandem bekannt, in Chablis selbst gibt es niemanden, der mit den Lagen hier vertraut ist, der die Überlegenheit des Bouguerots ggü. dem Bougros anzweifelt.

2008:Côte de Bouguerots ist eine 2,11 ha-Parzelle innerhalb des Grand Crus Bougros. Sie besitzt eine über 30%ige Hangneigung mit voller Südneigung. Die Reben 'sitzen' hier direkt auf dem Kimmeridgien-Kalkstein, der Oberboden ist sehr karg, was die Produktivität der Rebe stark hemmt. Im Vergleich zeigte sich der normale Bougros Grand Cru reich und voll, doch von minderer mineralischer Energie als der Bouguerots, den wir seit 2001 lieben, gegenüber dem Bougros bevorzugen und der für uns damals eine Neuentdeckung war. Bouguerots sollte vielleicht einen anderen Namen erhalten, damit er populärer wird, aber wer von dem ganzen Drumherum beim Wein zu abstrahieren vermag (tatsächlich: auch beim Wein sind Abstraktionsleistungen verlangt, die allererste ist die, Vorurteile – Image, Bekanntheit, Gelesenes etc. da hinzutun, wo sie hingehören, in die hinterste Ecke des Kellers, von Unbefangenheit ist hier die Rede) sollte wie ein Stephen Tanzer bei dem '08er Bouguerots einen Wein «unglaublicher Tiefe des Geschmacks, von außergewöhnlicher Länge» (95-97) erkennen. Allen Meadows (der für meinen Geschmack a) zu viele Weine mag/lobt und b) zu viele Weine, die qualitativ real auseinanderliegen, zu gleichartig bewertet – der gerechtfertigte Respekt vor der Intensität seiner Arbeit relativiert sich hierdurch): « Der 2008er Bouguerots ist schlicht ein Riesenerfolg, der einem ein 'Wow' entlockt.» (94-96, D'ont Miss Wine des Jahres). Aber dieser flotte Spruch trifft es an dieser Stelle durchaus, Allen. Grand vin.

2009: Seit 2001 bereits werde ich nicht müde, die enormen Qualitäten des Côte de Bouguerots hervorzuheben. Ähnlich wie beim Vaulorent handelt es sich um eine spezielle, 2,11 ha große Parzelle innerhalb einer größeren Lage, hier des Grand Crus Bougros. Die Côte de Bouguerots besitzt eine über 30%ige Hangneigung mit voller Südneigung. Die Reben 'sitzen' hier direkt auf dem Kimmeridgien-Kalkstein, der Oberboden ist sehr karg, was die Produktivität der Rebe stark hemmt. Schon immer haben wir den Wein dieser Parzelle der normalen Cuvée Bougros bei Fèvre vorgezogen. - Côte de Bouguerots, Preuses, Valmur – das sind die drei großen Grand Crus chez Fèvre (was nicht heißt, Vaudésir und Bougros seien keine kompletten Weine). Allein der Montrachet Chablis', der Les Clos, setzt sich dagegen noch etwas ab. So empfinden wir es in den Jahren seit 2005 jedenfalls. Es ist zumindest interessant, daß Meadows und Tanzer das (mittlerweile) genauso sehen. - Bei Meadows ist übrigens «a big step up», den der Côte de Bouguerots ggü. dem Bougros nach seinen eigenen Aussagen ausmacht, ein Unterschied von 91-93 (Bougros) und 92-94 (Côte de Bouguerots). Mmmh. Wenig nachvollziehbar, den konstatierten großen Unterschied so in die von manchen allein für wichtig genommenen Punkte zu übersetzen...Was 2009 in diesem Terroir angeht, wiederhole ich meine Empfehlungen der Vorjahre nach unserer Verkostung am 05.11.10. Definition, Struktur, Energie und vor allem die außerordentliche Länge machen den 09er Bouguerots zu einem exemplarischen Grand Cru. Wunderbar, ein tatsächlich besonderer Wein.

Allen Meadows, Burghound, Issue 16, 2004 über den 2003er Côte de Bouguerots , 90-93/100 der Domaine Fèvre
"Ein großes Stück eleganter und feiner als der Bougros mit einem fast unmerklichen Holzeinfluß in der Nase. Der Geschmack liefert wirkliches Volumen, Gewicht, Kraft und Dichte jedoch zeigt er dabei feine Detailliertheit und Abstufung. Ein schöner Erfolg, der von ein paar Jahren Flaschenlagerung profitieren wird, aber bereits jung genießbar sein wird."

Stephen Tanzer, The International Wine Cellar, Juli 2005 über den 2003er Côte de Bouguerots , 91/100 der Domaine Fèvre
"Alle diese 2003er (gemeint sind die 2003er Weine Fèvres, der Verf.) können schon früh genossen werden, selbst wenn die besten von ihnen durch ihre Langlebigkeit überraschen werden. Wenn der 'normale' Bougros eher in einem Cote d'Or Stil ist, ist dies ein sehr klassischer Chablis."
 
John Gilman, View from the cellar, Issue 30, 12/2010, über den 2009er Côte de Bouguerots , 96/100 der Domaine Fèvre -
"The 2009 Côte de Bouguerots is another great grand cru in the making, but it is a tad more reserved on both the nose and palate than the beautiful Valmur. The bouquet offers up a stunning aromatic mélange of lime, green apple, a touch of pear, stunning, chalky minerality and a lovely floral topnote of white flowers. On the palate the wine is deep, full-bodied, pure and absolutely rock solid at the core, with crisp acids, impeccable focus and balance and a very, very long and youthful finish. A great wine. 2018-2045+.

La Revue du vin de france 09/2011 über den 2009er Côte de Bouguerots , 18.5/20 der Domaine Fèvre
"Wie stets ist der Côte de Bouguerots einer unserer großen Lieblingsweine. Purheit ist hier die entscheidende Charakteristik des Geschmacks."








 

Chablis Grand Cru 'Vaudésir', A.C., 2003
Chardonnay; Rebalter: 35-45 Jahre; Lage: 1,20 ha große Parzelle dieses 14,71 ha großen Grand Crus zwischen Valmur und Preuses. Auch hier stark abschüssige Hanglage, auf der die Sonneneinstrahlung besonders intensiv ist. Boden: lehmhaltig mit Steinen auf Kalkuntergrund; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre (bis 12 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

2003

Vaudésir liefert wohl den subtilsten Ausdruck eines Chablis, köstlich in seiner Kombination von nerviger Spannung und unerhörter Feinheit. Bereits seine Vornehmheit sichert ihm den Rang eines Grand Cru, dieser Zug wird aber noch ergänzt durch seine wundervolle Duftigkeit und die meisterliche Konsistenz, die ihm die Domäne Fèvre zu geben vermag. Wundervoll.

Frühverkoster hatten beim 2003er Vaudésir dasselbe Problem wie beim Preuses, „hier ist die Mineralität sehr spät gekommen und nach 3-4 Jahren auf der Flasche gewinnt ein Vaudésir typischerweise weiter daran.“ (Alain Marcuello, Caveau Fèvre, Chablis) Tanzer unterschätzt auch nach der neuesten Verkostung diesen Wein, dessen Charakter (s.o.) man einfach verstehen muß. Es ist interessant zu sehen, daß allein Sarah Marsh (s. Zitat unten) davon weiß, daß die mehr sonnigen Lagen Chablis' ihre Mineralität erst über die Zeit komplett ausbilden.

Den Mangel an Zuverlässigkeit von Urteilen über jung verkostete Terroirweine hat Jean-Marie Fourrier einmal zugespitzt so ausgedrückt, daß in einer Reihe von ungaren Hähnchen nun einmal stets das bestgewürzte am besten abschneide...

Was ich sehen möchte von Kritikern ist, daß sie a) dem breiten weininteressierten Publikum (auch wenn bekannt ist, daß dieses das höchste Interesse an möglichst schneller Orientierung hat) gegenüber stets klarstellen, daß Verkostungen, gerade in einer frühen Ausbauphase des Weines Momentaufnahmen sind und b) daß Kritiker ihr hier einmal unterstelltes Wissen um die Entwicklung eines Terroirs nicht bei ihrer Beschreibung ausblenden. Etwa so wie es Sarah Marsh in der Beschreibung des 2004er Vaudésir tut. Gerade Tanzer (s. zuletzt seine Korrektur hinsichtlich der 2005er Weißweine in Burgund) laboriert an diesem Fehler, Momentaufnahmen vom Faß für das ganze Bild zu halten. Auch wenn ein auf schnelle Wertungen drängendes Publikum dem Kritiker gegenübersteht - Mitte August wird da schon mal die Frage nach dem neuen Jahrgang gestellt (zuletzt gesehen im August 2008 im Parker-Weinforum) - darüber sollte nicht die Bereitschaft aufkommen, schnell simple Antworten liefern zu wollen, will man seriös bleiben. Selbst wenn zwei Jahre später niemand mehr danach fragt, ob die ursprüngliche Kritikereinschätzung eines Weines auch wirklich ins Schwarze getroffen hatte...

2004

Südexposition und ein mehr ton- als kalksteinhaltiger Boden in diesem stets am ehesten zugänglichen Grand Cru, dessen Charme und geschmeidig-subtiler Feinheit man sich jung schwer entziehen kann. Wie Les Preuses braucht Vaudésir ein paar Jahre Flaschenreife, um seine Mineralität ganz zu entfalten, wird also gerne jung ggü. einem Valmur oder Les Clos falsch eingeschätzt und - unterschätzt. Fèvre besitzt eine größere Parzelle aus dem Herzen der Lage, woraus der feinste Ausdruck dieses Grand Cru stammt. Dies ist sicher ein Grund mit, warum der Vaudésir Fèvres aktuell für unseren Gaumen das feinste Exemplar aus diesem Terroir darstellt. Die konstatierte «beeindruckende Länge» (Tanzer/Meadows) sagt mehr über diesen Wein und dessen Entwicklungsmöglichkeiten aus als viele vermutlich annehmen.

Sarah Marsh MW, The burgundy briefung Issue 1, 10/2005 18/20 über den 2004er Grand Cru Vaudésir der Domaine Fèvre
"With its south exposure and early maturity, Fèvre begin the harvest with their Vaudésir. Floral, blossomy and more feminine. Lifted, good intensity and more finesse with a racy core. More delicate, subtle, poised and savoury. Not a lot of minerality at present, but I think this will come with a little bottle age. Fine. From 2010 .
Allen Meadows, Burghound Issue 24, 2006 über den 2004er Vaudésir, 94/100 der Domaine Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres
"This is aromatically quite a bit riper with peach, pear and subtle exotic notes yet this remains extremely fresh while introducing spicy, rich and full flavors that display a bit of pain grillé and vanilla on the big, powerful and punchy finish that goes on and on seemingly without end. This possesses lots of personality and while the Valmur, for all its purity and grace makes for an understated effort, the Vaudésir is far more expressive, indeed showier though by no means vulgar or common. A completely different expression from the Les Clos and Valmur and in short, this is a real stunner of a wine."
 

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Chablis Grand Cru 'Valmur', A.C.,
Chardonnay; Rebalter: ca. 40 Jahre; Lage: 1,15 ha große Parzelle dieses 13,19 ha großen Grand Crus zwischen Vaudésir und Les Clos. Süd-, Südostexposition. Boden: lehmig, kalkhaltig auf tiefem Mergelgrund; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre (bis 12 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

2006::Im November 2007 nicht zu verkosten,, da seine finale Assemblage beginnend.» A very dense, fresh wine with a brisk, palate-staining back end», notierrt Tanzer (92-94) und jedenfalls das beschreibt richtig den Charakter dieses Grand Crus, den man den typischsten aller Grand Crus nennt, «Valmur schreit förmlich Chablis», merkt Meadows zurecht an.. Aus 30 hl/ha erzeugt,, sollte das ein weiterer enormer Erfolg sein. Stets einer unser absoluten Favoriten in Chablis.

2008: »Quasi-perfekt» seien die 2008er Trauben im Valmur gewesen, so Alain Marcuello, Chef des Caveau Fèvre in Chablis. Graublauer Mergelboden liefert die seidige Textur hier, die in Kombination mit seiner überragenden Mineralität die besondere Anmut, die Verführungskraft des Valmur ausmacht. Ein Wein besetzt die Sinne, spricht sie an, vermag zu fesseln, im besten Fall zeigt sich keinerlei Makel, ist der Wein so perfekt ausgewogen, daß die Identität seiner Herkunft glasklar ist – so wollen wir die Weine des Angebots. Oft ist der Valmur der Lieblingswein der Chablis-Passionierten, Kraft gepaart mit Mineralität (die die Kraft nicht plump wirken läßt, sondern geradezu schwerelos) und einer einnehmend seidigen Textur – Valmur ist schlicht berückend; « This impressively broad yet weightless wine finishes with palate-staining length and grip. A great Chablis grand cru in the making», notiert Tanzer (94-97). Oder: « When Valmur is really good, it rivals Les Clos for the best grand cru in Chablis and this 2008 is really good », so Meadows (93-96, D'ont Miss Wine des Jahres). Grand Vin.

Allen Meadows, Burghound Issue 28, 2007 über den 2006er Valmur, 92-94/100 der Domaine Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres
"Here the beautifully expressive nose is even more elegant but as Valmur almost always is, the aromas are restrained, cool, refined and practically shout “Chablis” as the saline and oyster shell notes add real depth to the classic green fruit and floral aromas. As the low yields would suggest, this is one concentrated wine with an opulent mouth feel yet no loss of detail on the iodine-infused and austere finish that seems to go on and on. Terrific and by the standards of this wine, it should be approachable a year or two sooner than usual."
 
Allen Meadows, Burghound Issue 36, 2009 über den 2008er Valmur, 93-96/100 der Domaine Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres
"The reflections are the classic light gold-green hues of a fine Chablis. The barest touch of oak highlights the green fruit, menthol, saline and iodine aromas that precede the extremely stony, concentrated and driving flavors that are also blessed with ample amounts of dry extract that provides a much needed balancing element to the ripe acid backbone on the chalky and sappy finish. When Valmur is really good, it rivals Les Clos for the best grand cru in Chablis and this 2008 is really good."
 
Stephen Tanzer, The International Wine Cellar, Issue 145, 2009, über den 2008er Valmur , 94-97/100 der Domaine Fèvre
"Pale, green-tinged yellow. Brisk, high-pitched aromas of lime, powdered stone and quinine. Densely packed and silky but still youthfully taut, with terrific energy and inner-mouth lift to its citrus, mineral and fresh herb flavors. This impressively broad yet weightless wine finishes with palate-staining length and grip. A great Chablis grand cru in the making."

John Gilman, View from the cellar, Issue 24, 12/2009, 94+/100 über den Chablis Grand Cru Valmur 2008 der Domaine Fèvre
„The 2008 Valmur from William Fèvre was bottled only a week prior to my visit, but was showing absolutely brilliantly despite the recent mise. The bouquet is deep and electric, as it jumps from the glass in a blaze of grapefruit, lemon, very complex, chalky minerality, a touch of white flowers and incipient notes of beeswax in the upper register. On the palate the wine is deep, full-bodied and flat out stunning, with great mid-palate depth, brisk acids and great length and cut on the complex and very intensely flavored finish. A great bottle of Valmur.
 

 

Chablis Grand Cru Les Preuses, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 32-48 Jahre; Lage: Südwest für die nördlichsten Parzellen, Süd-/Südost für die anderen Parzellen; Boden: dichter, kompakter Lehm auf Kalkunterboden, was außergewöhnliche Lagerfähigkeit bedingt; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre (bis 12 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

2006:Dichter Lehmobergrund auf Kimmeridgien-Kalkstein-Untergrund. Les Preuses besitzt immer eine besondere Textur, eine streichelnde Abgerundetheit.. Eiine Partie der Fèvre-Parrzelle ist kieselreicher, was dem Wein Festigkeit gibt, eine andere Partie ist reicher, was dem Wein Samtigkeit, Rondeur verleiht. Preuses ist eiin Grand Cru großen Raffiinements,, subtiler Schichten, die man entdecken kann. Insgesamt ein Spiel zwischen Festigkeit und Rondeur,, Verfeinerung und mineralischem Zug. Ein Grand Cru par excellence!! «Absolut großartig,, sowohl absolut gesehen als auch besonders im Kontext des Jahrres», meint Meadows (92-95) und hier stimme ich zu, nicht nur, weil der Wein ein «explosives Fiinale» (Meadows) hat. Noch ein wirklich großer Wein chez Fèvre!

Dem 07er Preuses war Sarah Marsh verfallen und gab die bei ihr extrem seltene absolute Höchstbewertung (20/20). Noch liegen Sarahs Notizen zu den 2008er Weinen Fèvres mir nicht vor, aber, was Marsh über den 2007er anmerkte, der Wein sei überaus stilvoll und äußerst komplex, trifft auch auf den 2008er Preuses zu. Der Preuses Fèvres - immerhin 22% der Appellation nennt die Domäne ihr eigen, ein großer Vorteil! - gewinnt seine Größe aus der paradoxen Verbindung von Raffinement und Eleganz auf der einen, fester Mineralität auf der anderen Seite, Reflex der Kombination unterschiedlicher Bodentypen. Preuses, das ist stets eine besondere Portion Floralität unter den Grand Crus (dann Vaudésir), was ihm nach meiner Erfahrung stets eine heftige Liebe unter femininen Verkostern sichert. Das unmittelbarere Streicheln der Sinne ist jedenfalls Domäne eines Preuses – und man wäre ein Tor, würde man dem Wein dieses Charakteristikum der Lage vorwerfen. Umgekehrt ist es das größte Lob, das man Didier Séguier machen kann, wie typisch und unterschiedlich die Weine hier schmecken. Das ist es, das Refugium Burgund im See des önologisch Korrekten überall!. Oder in den Worten eines Kritikers: « Sehr Preuses-typisch und sehr klassischer Wein.» (Meadows, 93-95, D'ont Miss Wine des Jahres). Encore un Grand Vin.

Allen Meadows, Burghound Issue 28, 2007 über den 2006er Grand Cru Preuses , 92-95/100 der Domaine Fèvre- D'ont Miss Wine des Jahres
"A touch of wood spice with subtle anise, clove and saline notes add nuance to the pretty and elegant mix of white and yellow fruit aromas that introduce round and generous flavors that offer up real volume and mid-palate density, all wrapped around a firm acid spine on the refined, pure and explosive finish. This is positively stunning, certainly in an absolute sense but particularly so in the context of the vintage. One to look for.
 

Allen Meadows, Burghound Issue 36, 2009 über den 2008er Grand Cru Preuses , 93-95/100 der Domaine Fèvre - D'ont Miss Wine des Jahres
"This would be almost impossible to miss the origins as the marine influence on the pungently mineral, airy and superbly elegant nose is extremely strong with Chablis character to burn. The seductive middle weight flavors brim with dry extract, which does a perfect job of buffering the structural elements on the mouth coating and sappy finish that seems to go on and on. About the only distinction between this and the other grands crus is that the finish is perhaps not quite as precise as that of the Valmur but otherwise, this is very Preuses and very classy juice."
 

John Gilman, View from the cellar, Issue 24, 12/2009, 95/100 über den Chablis Grand Cru Preuses 2008 der Domaine Fèvre
„With its myriad of different exposures in the undulating slopes of this vineyard, Les Preuses is probably the most inherently complex grand cru in Chablis. All of this complexity is on display in the sizzling 2008 from Domaine William Fèvre, as the wine offers up a brilliant nose of lemon, green apple, grapefruit zest, kaleidoscopic, chalky minerality and a topnote of white flowers. On the palate the wine is full-bodied and dazzling, with great mid-palate depth, laser-like focus and snappy acids honing the nearly endless finish to a razor sharp edge. A brilliant bottle of grand cru Chablis."
 



Unsere Speisenempfehlung Unsere Speisenempfehlung
Zu Huhn in Sahnesauce
 


 

Chablis Grand Cru Les Clos, A.C.,
Chardonnay; Rebalter: 35-50 Jahre; Lage:Südhang mit starker Sonneneinstrahlung; Boden: felsige Böden, Mischung aus sehr weißer, kompakter, tiefreichender Lehmerde und Konglomeraten aus Fossilien und Steinen. Die Kalkverdichtungen im 80cm Tiefe verleihen diesem Grand Cru Aromen und einen würzigen Geschmack, solange er jungg ist; 10-14 monatiger Ausbau in 1-3 Jahre alten Eichenholzfässern, max. 2% neu (in 2003 kein neues Holz); traditionelle Schönung mit Eiweiß, leichte Filtrierung; Maturität: 5-7 Jahre (bis 15 Jahre+). Optimal zu trinken bei 13°/14°. Entfaltet sich besser bei längerer Sauerstoffzufuhr.

Die Reputation dieser Lage ist nicht mehr zu machen. Und im Unterschied zu Marketingweinen wie einem Ornellaia besitzt Les Clos diese zurecht, Komplexität, Statur und unzweifelbare Definition stellen ihn tatsächlich an die erste Stelle der Weine Chablis' und das Alter hält für den, der Geduld aufbringt, wahre Wunder an Sublimität bereit. Einen furchtbaren Irrtum begeht der, der burgundische Grand Crus meint in ihren ersten Jahren in ihrem ganzen Umfang beurteilen zu können. Womit kein Verbot des jung-Verkostens propagiert wird – die Weine haben ja auch jung schon viel zu geben – aber ein gut konstituierter Wein hat mit der Zeit noch einiges mehr zu offerieren und das zu verpassen wie US-boys, die ihre 2000er Bordeaux und 2002er Burgunder schon getrunken haben, muß ja nicht sein. «Ein großer Les Clos», meint Meadows (92-95), «komplett im Geschmack» urteilt Sarah Marsh.


Stephen Tanzer, The International Wine Cellar, Issue 115, August 2004, 91-95 über den 2003er
"Feine Aromen von gepudertem Stein, Zitrone, Kalkstein, Mineralien und weißen Blumen. Dicht, aber in sich verschlossen; setzt im Geschmack salzige, jodartige Mineralität frei und zeigt beeindruckende Azidität für das Jahr. Sehr trocken und klassisch; hätte ich niemals als einen 2003er identifziert. Endet lang und lebhaft, mit einer Note von gepudertem Stein und ausgezeichnetem Schwung."

 
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